Krankheiten der Soldaten.
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Die Krankheiten des Soldaten itn Felde, aufBivouaken und Märschen, rühren meisten! heiIs vonzurüekgetretener oder unterdrückter Transpirationher; eine Folge von Kälte, Schnee, Regen, Feuch-tigkeit, nächtlichem Schlafen auf blofser Erde oderim Grase, Aufenthalt in niedrigen, sumpfigen Or-ten u. s. w. Aus diesen Uebeln entstellen Rheu-matismen, Rühren, Wechselfieber, Entzündung derBaucheingeweide, Katarrhe, Seitenstechen, Lungen-entzündung, Lungenschwindsucht , Halsbräune, Starr-krampf, örtliche oder allgemeine Wassersucht,Skorbut und dergleichen. Diese Krankheiten fan-gen meistens einzeln an und werden nach undnach epidemisch und ansteckend, wenn im Feldeviele beysammen bogen, oder, besonders in derwarmen Jahrszeit, in Lazarethen oder Kasernen zu-sarnmengedrängt sind. Bald stellt sich dann derTyphus ein und ralft oft in wenigen Wochenmehr Menschen hinweg, als eine Schlacht. Dieseschreckliche Krankheit ist im Gefolge aller gro-l’sen Heere. Itn Jahr 1566 brach sie in Ungarn un-ter den Truppen des Kaisers, Maximilian fl, aus,welcher damals gegen Soliman zu Felde zog.Sennert, der uns davon eine treue Beschreibunggiebt, nennt es das Soldaten- oder Lager fie-her; er schreibt die LTrsache davon den schlech-ten Nahrungsmitteln und dem verdorbenen Was-ser zu, welches die Truppen bekamen; ferner denvielen Wachen, der libermäfsigen Anstrengimg,dem Wechsel der Witterung, der Hitze und denunerwarteten Schrecknissen. Seit jener Zeit hatsich der Typhus, diese Geissei der Menschheit.,öfters wieder gezeigt. Viele Aerzte haltet) darübergeschrieben. Die Einrichtung und der Plan diesesWerks erlauben mir nicht, auf die Geschichte der-selben hier näher cinzugehcn. Nur soviel kann ichsagen, dafs man diesem verheerenden Uebcl ambesten Einhalt; thul, wenn man in den Hospitälernder Städte nicht eine allzugrofse Menge MenscheuZusammenbauli und, im Fall dafs Epidemienwirklich ausbrcchen, mitten in den Lagern grofsegeräumige und luftige Wohnungen für die Kran-