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Krankheiten der Soldaten ,
ken errichtet, Mau erbaue hölzerne Bat’ackrCji, in-nen mit frischem Stroh ausgelegt, wclchcp .oft zuerneuern ist. Die Kranken werden freyUeh vielvon Rheumatismen und Katarrhen zu leiden haben;allein dies ist ja immer besser noch, als der Ty-phus. —
Das Heimweh, von dem besonders jungeSoldaten befallen werden, ist eine heftige Sehn-sucht nach ihrem Yaterlande, und gleicht einerArt Melancholie. Die Strenge der Mannszucht, derGehorsam, den der Soldat leisten muf's, Strafen,Langeweile, veränderte Nahrung und Klima sinddie Ursachen dieser Krankheit, Die Veranlassung *zu der lebhaften Begierde, seine Heimath wiederzu sehen, mag indessen liegen, worin sie will, daserste Merkmal davon bleibt immer eine tiefe Trau-rigkeit, Dies zeigt bald nachtheilige folgen aufden ganzen Körper. Das Gehirn und der obereTheil des Bauches werden zugleich angegriffen.Der Kranke wird blafs, traurig, nachdenklich, erscheint immer in Träumen versunken und suchtdie Einsamkeit. Er hat keinen Appetit, kann nichtschlafen, sein Athem ist kurz und schwer. Stehender Heimkehr eines solchen Kranken unübcrsleigli-che Hindernisse jm Wege, so kann diese Gemüths-krankheit tödtlich werden. Man hat Beyspicle, dafsdas Heimweh unter den Truppen epidemisch wurde,und heftige Entzündungen in den Eingc-weiden des Unterleibes veranlafste. —.
Ramazzini erzählt, nach einer Beobach-,lung des berühmten, einsichtsvollen BarnslorlT,dafs diese Krankheit hier und da in Feldla-gern so allgemein und heftig geworden sey,dafs man von hundert Soldaten, welchedavon befallen waren, kaum Einen demTode entreifsen konnte. Daher das Sprich-wort im Felde: „Wer sein Vaterland sucht,,findet den Tod.“ „Quipatriam quaerib, mor-tem invenit.“ Der Arzt vermag nichts gegen diese " ;Krankheit; es giebt nur Ein Mittel dawider;, kist augcnblickliebe Heimkehr nach, dom-,C>oburtst-örte. Schon die Eriaubnils, nach Hause zu gehen,