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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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382
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382 Krankheiten der Buchdrucker.

Krankeiten der Buchdrucker, welche ander Presse arbeiten. —

Gewöhnlich sind die Hruckereyen imErdgescliofse der Häuser angebracht, oftin niedrig gelegenen, engen Straften; die Arbei-ter in denselben sind daher allen den Nachthei-lcn ausgesetzt, welche Feuchtigkeit undverdorbene nicht gehörig erneuerte Luftmit sich bringen. Hie meisten sehen blaft aus,ihr Fleisch ist schlaft, sie leiden häufig an Rheu-matismen, Wassergeschwulst, Skroplielnund Wassersucht. Das unregelmäftigc Leben,welches sie führen, (besonders die an der Pressearbeitenden) und das LTebermaft im Trinken, wel-ches sie sich gewöhnlich zu Schulden kommenlassen, geben Veranlassung bald zu hitzigen, baldzu, chronischen Entzündungen der Unterleibs-Ein-geweide. Ich habe selbst mehrere Buchdruckerin der Behandlung gehabt, welche an diesen Krank-heiten darnieder lagen. Unter den Setzern herrschtmehr Sittlichkeit, wie bey jenen, weil sie gewöhn-lich eine bessere Erziehung genossen haben. Ca-det-Cassicourt macht die Bemerkung, dafsdie Buchdrucker häufig an Brustkrank-heiten und an der Syphilis laborirten undira Allgemeinen selten älter würden, als fünf undvierzig Jahre. —

[Was die Hülfe anbetrifft, Welche der Arztdiesen Verwaltern der literairischen Republick ge-währen kann, so sehe ich nicht, wie man sie vorden Krankheiten und Zufällen schützen soll, dieihr Geschäft mit sich bringt; allenfalls kann manihnen empfehlen, nicht zuviel, sondern mit ftlii-fsigung zu arbeiten, alle Tage einige Stunden dieArbeit auszusetzen, um auszuruheu und bey kal-ter Witterung nicht ohne einen Mantel oder war-me Kleidung aus dem heiften Zimmer hinauszu-gehen. Hie Setzer tlxun wohl, wenn sie Bril-len tragen, um ihre Augen zu schonen; vonZeit zu Zeit müssen sie den Blick von den Letternal) wen den. und die Augen ausrnhen lassen, auchletztere mit frischem Wasser waschen. Bey hitzi-