384 Krankheiten dir Schneider.
r h. o i d e n, “ chronischer Katarrh, ■Blasen und' Ver-.Stopfung der Eingeweide. Ich habe gegenwärtigeinen Schneider in der Behandlung, der jedesmal,so oft er eifrig arbeitet, von Uebelkeit und Kolikbefallen wird; die Galle tritt ihm aus und es zei-gen sich ^Symptome von einem leidenden Zustandder Leber, —•
j;,Eine Menge Schneider* sagt SloJI*) sindmir. in:meiner eigenen Praxis vorgekommen, wel-che besonders an Lungenkrankheiten litten. Beydem beständigen Sitzen, mit zusammengebogenem.Leibe und vorne überhängendem Kopfe, vertheiltsieh das Blut ungleich, eine zu grofse Menge des-selben häuft sich in der Lunge» l)ie Ursache hier-von mag nun darin liegen,, dafs^.die,.Eingeweidedes Unterleibes durch die gekrümmte Lage desKörpei's zu sehr zusammengeprefat Vierden, dahernicht' genug Blut au$#s$g» kpmmp ;j jppd es nachden , oberhalb jsjelegene’g ^mjückdrängen»
oder darin, dals die ’Merischen ?r , wgjche. beständigin einer solchen SteUung-.sif^eu, .pm ; l?äü z kurz zualhmen pflegen, dalier; .t^‘ s rW -die, ;tiunge eindrin-gende Blut nicht wieder ,.30 ~ kräftig wne es sevnsollte, aus derselben apsghstofsen wird; hierausaber entsteht ein örtlicher Blutiiberflufs in der-Lunge lind im Herzen, “ — Wirklich findet manbey Schneidern häufig Lungenschwindsucht,Brustwassers'uc ; h.i;Und'Blutspeyen, welchessie öfterst imhohenÄftüV verläfst. C or vis ar t machtdie Bemerkung, daß Krankheiten im Herzenund in den grofs.en Gefäfsen bey dieser Clas-se von Professionisten ebenfalls häufig vorkämen. —•La durch die Lage des Körpers bey denSchneidern das Blut beständig nach den obernTheilen hin gedrängt .wird, so leidet natürlich derKreislauf desselben in den unteren Gliedern;; daherdie Magerkeit und Schwäche der Schenkel undBeine bey diesen Handwerkern und deren eigen-thümlicher Gang. Ramazzini sagt von diesen.Professionisten unter andern,' dpfs sie. oft Sl.ockun-
--- ' f
- • • • , • i ■ > :
*) Mud.jirat, übersetzt von MahpU t>,.h pag» 152»
f'k'! Iß'ili r,-.