Krankh. d, Schriftsteü., Gelehrt , u. Künstler* 425
lehrte ist. in der Regel sehr empfindlich;,fhrjeden Wechsel der Witterung. „JDies^ ( |ie-bendigcn Barometer, sagt Tissot *), ,ptn-pfinden auf die schreklichste Art jeden Wechselder Luft; besonders leiden sie beym Süd-wind.“ •— '
Ganz seiner Beschäftigung hingegeben, ver-säumt der Gelehrte oft, auf die natürlichen ^Be-dürfnisse des Körpers zu achten und sie zii be-friedigen. Er vernachlässigt das Uriniren; dadurchentstehen Katarrhe und Lähmung der Urinblase,Gries und Steine in derselben. Bas Vergessen des.zu Stuhlcgehcns erzeugt hartnäckige Verstopfungund Hämorrhoiden —
Alan hat mehrere Gelehrte, in Folge des an-haltenden Nachdenkens, in einen Machen Zustandvon Schwäche verfallen «0^9%. dafs ihjr Fleischschlaff, ihr Puls schwach und ihr Zahnfleisch ,soweich wurde, dafs die, Zülme", selbst die gesunden,schmerzlos herausfielcn. Kommt zu dieser allge-■ meinen Schwäche eine hitzige Krankheit, so muffsie natürlich höchst gefährlich seyn; Morton **)macht d all er mit Recht die Bemerkung, dafs die-selben Krankheiten, welche andern Naturen heil-sam sind, diesen Leuten zuweilen den^ Tod hrin-' gen. —
Bas beständige Sitzen mit vorgebogenem Ober-leib hindert die Verrichtungen der Eingeweide, desUnterleibes und' der Brust. l)er immerwährendeBruck des Tisch- oder Schreibtischrandes auf dioGegend des Magens oder der Herzgrube, kannMagen- und Lebercntziindungen veranlassen unddie Enlwickclung der Lungenschwindsucht beschleu-* nigen. In Pinel’s philosophischer Nosographie,im 2ten Thcil, steht die Beobachtung einer Le-ber entzündung, welche hauptsächlich von je-nem Brücke herrührte. Verstopfung derUnterleibs-Eingeweide, Nierenkolik unu
*) Ueber die Gesundheit der Gelehrten; 1
**) l)e Varioiis, Cap. V, Opera omuia, pa". 382.