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Die Krankheiten der Künstler und Handwerker und die Mittel sich vor denselben zu schützen : ein belehrendes und unterhaltendes Handbuch für Sanitäts- und Polizeybeamte, praktische Aerzte, Fabrikbesitzer, Professionisten und Gebildete aus allen Ständen / nach dem Italienischen des Bernh. Ramazzini ; neubearbeitet von Ph. Patissier ; aus dem Französischen übersetzt, mit Vorrede und Zusätzen von Dr. Julius Heinrich Gottlieb Schlegel
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428 Krankb, d\ Schriß&t ., Gelehrt, u. Künstler,

man als eins der gröfsten.Uebel betrachten kann,weil sie jedem Genufs seinen Reiz benimmt. —

Die Augen sind ferner ein Organ, welchesdurch das Studiren sehr angegriffen wird: die Bey-spiele sind unzählig, wo Literatoren ah .schwachen,oder entzündeten Augen litten, so wie an Kurz-sichtigkeit, Weitsichtigkeit, grauem undschwarzem S t a a r. —

Dies wären ohngefähr die Hauptkrankheiten,welche aus einer aüzugrofseii Anstrengung beymStudiren entspringen können; allein mau inufs dar-um nicht glauben, dafs Alle, welche sich hier einUebermafs zu Schulden kommen lassen, von deriSatur auf- gleiche Art und in gleichem Grade be-straft werden. Verschiedenheit des Temperamentswie des Alters kann vielmehr die abweichendstenWirkungen herv orbringen, und es durfte keineunnütze Beschäftigung seyn, dieses genauer zubeobachten. —

Tissot, aus dessen Werken die meisten vor-hergehenden Angaben entlehnt sind, macht die Be-merkung, dafs die Rcgicrungs-,Ministcrial-,Ma-gislraturgeschäfte, die Spekulationen aller Art, end-lich alle Arbeiten, welche die Fähigkeiten der Sodelange und stark in Anspruch nehmen, eben dieWhrkung hervorbringeri, wie das Studium der ab-straktesten Wissenschaft. Regenten, Senato-ren, Minister, Gesandte, Projektenmacherhaben gleiches Schicksal mit den Gelehrten,' vor-ausgesetzt, dafs sie eben so viel. Anstrengung undZeit auf ihre Geschäfte verwenden, als der Ge-lehrte auf sein Studium. Es ist wahr, dafs jenedurch ihren Beruf, ihre Stelle, oft zu Zerstreuun-gen und korpei'licher Bewegung gcnötliigt werden,deren der blofse Gelehrte entbehrt; auf der andernSeite mischt sich unter ihre Arbeiten ge-meiniglich viel Verdru'fs und Unruhe, wo-durch Körper und Geist zugleich und oftmehr leidet, als durch den Mangel an Lei-he shewegung. Ramazzi'ni spricht von einerMenge Magistratspersonen, Rcchlsgelehrten und'*Ministern K die ihm selbst ihre vielen mannigfachen