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einzuziehen und ihm es zur Pflicht gemacht,nicht wiederzukehren, ehe und bevor er denSohn des Kaisers von Angesicht erblickt. Nacheiner starken Uebertreibung hatte der Meyerihn wohl 100 Meilen oberhalb Köln getroffenund Rücksprache mit ihm über die Drangsaledes Landes genommen. Max hatte die Versi-cherung ertheilt, hinnen einigen Tagen in Kölnzu sein, und unverweilt zum Entsätze seinerBraut mit so grosser TIeeresmacht herbeizu-eilen, dass es ihre Feinde verdriessen sollte.Zum Pfand seiner gnädigen Gesinnung schenkteer dem Meyer einen schönen goldenen Bechermit 1000 ungar’schen Ducaten.
Als der Herr van Pynnoc in Löwen zurück-gekommen, traf er die vier Stände von Flan-dern versammelt, seiner Mittheilnngen harrend,welcher sie aus grosser Sorge befreite, da dieKriegsgefahren täglich grösser und die Berichtetrauriger geworden tvaren. Es erwachte somiteine Art aufrichtiger Neigung für die Heirath,welche bisher nur mittelst Zustimmung zu denpersönlichen Wünschen Mariens, und in Folgeder noch grossem Abneigung gegen König Lud-wig beschlossen worden war. Es war vonLöwen aus, dass Abgeordnete der Stände zurBewillkommnung des Erzherzogs bis Maastrichtentgegen gesendet wurden*). Er nahm bei dem
*) Excellente Ckronythe, toi. 188 sqq.