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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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Volk mit neuer Hoffnung und mit neuem Le-bensmuthe.

Der Erzherzog, auf das Schloss zurückge-kehrt, dankte nun allen seinen Begleitern fürdie bezeigte Freundschaft von Beginn des Zu-ges an bis hielier, und beurlaubte die Botschafterjener Fürsten, welche demselben aus Auftragihrer Herren bis Gent gefolgt waren; mehrerender Fürsten und Ritter aber machte er Anträge,in seine Dienste treten zu wollen; der Erzher-zog ahnete die Zukunft und fühlte den Werth desBeistandes von erprobten Waffenbrüdern. Dergrösste Theil des Zuges trat den Rückweg erstam letzten Tage an, d. h, an demjenigen, avoMax ebenfalls gerüstet war, um nach Brüggesich zu begeben. Diess war auf ausdrücklicheBitte geschehen. Man sieht hieraus, dass manden Gentern noch immer nicht völlig trauteund jederzeit sehr auf seiner Hut war.

Die Rückreisenden empfingen von der Für-stin Geschenke verschiedener Art, und ebensovon den Städten, durch welche sie nach undnach gelangten; doch leuchtet auch bei ihnen,nach der Beschreibung der sächsischen Bot-schaft, etwas Missvergnügen hervor, wie w'ennsie nicht genug bedacht worden wären, undbisweilen spricht sich Empfindlichkeit überden einen oder andern Missgriff gegen sie, beiAnlass der Vermählungsfestlichkeiten, komischaus. Es war nicht anders möglich; die Berüh-

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