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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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lian erschien auch diessmal in prachtvollerRüstung auf einem Rosse, das vom Kopf bisj zu den Füssen mit goldenen und silbernen Ket-[ ten behängen war. Die Empfangsfeierl ichkei-; ten, die Inschriften, die Verzierungen, die; Fackelzüge glichen den früher angezeigten *).Die Eeschwörung der Freiheiten ging mit nichtweniger Ausführlichkeit und Prunk vor sieb.

Von Brügge zogen die Neuvermählten nachAntwerpen, wo die zu Gent und Brügge statt-gefundenen Bewillkommnungen, Huldigungenund Ceremonien sich wiederholten **). Wir ver-weisen, was die Einzelnheiten der Verfassungs-acte betrifft, auf die Rechtsgeschichte zu Ende' der Biographie.

Alle diese Dinge beschrieb der nachmalige

") Unter den Inschriften zeichneten sich nachstehendeaus:Benedictus, qui venit in nomine Domini. Unterdem Bilde Julius Cäsars, vor dem die Römer huldigendknieten:Gloriosissime princeps, defende nos, ne perea-nms. Bin seltsamer Begriff-Widerspruch von Seite sowüthender Republikaner wie die Brügger.Sapientiamamavi et exquisivi a juventute mea, et exquisivi eam spon-sam mihi assumere. Auch das Porträt des Kaisers Theo-dosius prangte dabei:Justitia indutus fui, et vestivi me,sicut vestimento et diademate, judicio meo. Ein flämi-- scher chonologischer Hauptreim aber bildete den Schluss:Maximiliaen hooch prinche ontfaen Achtenttwintich inOngst M. uf ghedaen.

**) Excellente Chronycke van Vlaenderen.