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lian erschien auch diessmal in prachtvollerRüstung auf einem Rosse, das vom Kopf bisj zu den Füssen mit goldenen und silbernen Ket-[ ten behängen war. Die Empfangsfeierl ichkei-; ten, die Inschriften, die Verzierungen, die; Fackelzüge glichen den früher angezeigten *).Die Eeschwörung der Freiheiten ging mit nichtweniger Ausführlichkeit und Prunk vor sieb.
Von Brügge zogen die Neuvermählten nachAntwerpen, wo die zu Gent und Brügge statt-gefundenen Bewillkommnungen, Huldigungenund Ceremonien sich wiederholten **). Wir ver-weisen, was die Einzelnheiten der Verfassungs-acte betrifft, auf die Rechtsgeschichte zu Ende' der Biographie.
Alle diese Dinge beschrieb der nachmalige
") Unter den Inschriften zeichneten sich nachstehendeaus: „Benedictus, qui venit in nomine Domini.“ Unterdem Bilde Julius Cäsars, vor dem die Römer huldigendknieten: „Gloriosissime princeps, defende nos, ne perea-nms.“ — Bin seltsamer Begriff-Widerspruch von Seite sowüthender Republikaner wie die Brügger. — „Sapientiamamavi et exquisivi a juventute mea, et exquisivi eam spon-sam mihi assumere.“ Auch das Porträt des Kaisers Theo-dosius prangte dabei: „Justitia indutus fui, et vestivi me,sicut vestimento et diademate, judicio meo.“ Ein flämi-- scher chonologischer Hauptreim aber bildete den Schluss:„Maximiliaen hooch prinche ontfaen Achtenttwintich inOngst M. uf ghedaen.
**) Excellente Chronycke van Vlaenderen.