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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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Liebe immer nur stärkere Flammen in ihremHerzen anfachte. Es trieb sie eine Art ge-heimer Ahnung, dass ihr Glück nur für kurzeDauer ihr zugemessen sei; darum wollte sie denBecher der Freude bis zur Neige, und so langeleeren, als das Leben freundlich ihn ihr darbot.Die Meierei von Herzogenbosch wie die Pro-vinz Nord-Brabant, früher genannt worden isthuldigte nun ebenfalls dem Herrscherpaare undempfing dessen Eid gegenseitig. Herr Bartho-lomä von Ysselstein, Jan von Egmont undKornelis van Berghen leisteten ihnen in derStadt Gesellschaft und leiteten die Feierlich-keiten *).

Vom Bösche ging der Zug nach Antwerpenzurück, wo der Bürger Anhänglichkeit dasPaar vereinigt noch einmal bei sich zu sehenwünschte. Man erschöpfte sich von Neuem imsinnreichen Bewillkommnen. Vor dem Stadthausewar eine grosse Tribüne aufgeschlagen, aussenmit Tapezeten und inwendig mit der kostbarstenSeide ausstaffirt. Des Herzogs Wappen prangtein der Mitte; zur Rechten und Linken hingendie der Markgrafschaft. Des folgenden Tageswurden die Handvesten beschworen. Die Bür-ger, der Bastard von Brabant und die Herren

*) Historie van de stad en meyerie vans HertogenBos, als mede de vornaemste daeden van te hertogenvan Brabant.