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Ludwig war über solche Mittheilungen hocherfreut, und die guten Dienste der von ihm mitPensionen entlassenen Lords Howard und Hastingsschienen seine Sache auf das Beste gestellt zuhaben; als die neuen heftigen Berührungen, inwelche er mit der Herzogin-Wittwe von Bur-gund gerieth, derselben einen neuen gefähr-lichen Stoss versetzten.
Von dem Hasse seines Herzens getrieben, hatteer kurze Zeit zuvor das Witthum Margarethensvon York auf eine äusserst feindselige Art an-gegriffen und verwüstet, wie schon im Lebenderselben beschrieben worden, und dadurch dasunversöhnlichste Rachegefühl bei dieser ohne-hin ihm grollenden Prinzessin erregt. Ihr Bru-der von England, theils aus wirklicher Nei-gung zur geliebten Schwester, theils aus Furchtvor ihren fernem Vorwürfen, denen sein schwa-cher, von ihr oftmals beherrschter Geist sichnicht zu entziehen vermochte, that bei Ludwigdas Beste, um den Handel ins Reine zu brin-gen; allein dieser zog ihn, mittelst allge-meiner und nichtskostender Versprechungen, indie Länge, bis die, bereits früher angedeuteten,Zerwürfnisse im Innern des englischen Königs-hauses Eduard III. mehr zu seinen Gunstenstimmten, da auch Margarethe in die Affaireihres Lieblings, des Herzogs von Clarence, ver-wickelt schien, übrigens ohne die gefährlichenRückwirkungen zu theilen, denn bald trat sie