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wieder als die sehr geliebte und verhätschelteSchwester auf*).
Die flämischen Chroniken stellen diese Er-eignisse, sowie die Bemühungen Margarethensfür Maria und Maximilian, etwas verworren dar,jedoch mit vielen anziehenden Einzelnheitenüber den Aufenthalt der Douairiere in Englandund ihre Unterredungen mit Eduard wie mitClarence. Merkwürdig ist auch die von denmeisten Annalisten übergangene Geschichte voneiner Werbung Ludwigs, im Einverständnissemit Lord Howard, noch im Jahre 1477 oder1478, welche sie durch ihre Sendlinge zu hin-tertreiben gewusst. Mehrere Schiffe waren mitgrossen Geldsummen und Geschenken nachEngland ausgerüstet worden, um, durch Ho-wards Vermittelung, 10,000 Bogenschützen zuerhalten. Alsbald hatte sie davon Nachrichterhalten, und von Brügge aus den Grafen vonRomont in Kenntniss gesetzt. Der Graf säumtenicht, mit einer Abtheilung Volks nach Dünkir-chen zu marschiren , um die Abreise jenerWerbschiffe zu verhindern. Er bemannte meh-rere Fahrzeuge, die im dortigen Hafen lagen,liess jedoch aus Vorsicht die burgundische Flaggeherunternehmen, um vom Feinde nicht sogleicherkannt zu werden; darauf segelte er aus demHafen, in der Richtung von Buenen bis zu
*) Rarante 1. c. Exc. Chronijcke ®. Viaenderen.