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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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228
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unser Land, einen starken Arm für den Streit,ein Schwert gegen die Feinde, einen Port desHeils und der Rettung.

Drei Tage lang feierte inan zu Brügge, undnachmals in allen Städten des Landes dasglückliche Ereigniss. Dankprozessionen, Freu-denfeuer, Nationaltänze, Ringelspiele verherr-lichten es. Am 28. Junius ging die Taufe vorsich, bei welcher Abgeordnete von ganz Flan-dern mit zugegen waren. Achtzig Edelleuteeröffneten das Gefolge; eine reiche Zahl vonPrälaten und Priestern, die Bischöfe von Dor-nik und Sarepta an der Spitze, sodann derKanzler des Vliessordens, der junge Bastardvon Burgund und viele Fürsten und Grosse,nebst den vornehmsten Damen, mit deren aus-führlichem "Verzeichniss wir den Leser verscho-nen, und von denen wir blos die Frauen vonRavenstein und Geldern, Adriane von Burgund,Agnese von Bourbon, Johanhe von Kulemburg,die von Hallewyn und Gruithusen nennen, schlos-sen den prunkvollen Reihen. Die Feierlich-keiten selbst sind bereits im Leben Margare-thens, der Pathin des Prinzen, geschildert.Die Mutter drückte den Neugeborenen, alser nach der Taufe ihr zurückgebracht worden,mit Inbrunst an das Herz und fühlte sich über-glücklich *).

*) Et co jour Monseigneur de Molembaix semoit or