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sicherte er sie seines ritterlichen und fürstlichenSchutzes gegen jede Gewalt von Innen undAussen *).
Nach den Vorgängen bei Conde, welchesdie Franzosen nur durch Verrath genommen, sam-melte Maximilian ein neues Heer zu Bergen(Mons). Fast alle Edle Hennegau’s trafen inseinem Lager ein und vereinigten sich brüder-lich mit denen Flanderns. Der König aberwar nach Arras gegangen und hatte, da derGegner durch Waffen noch nicht besiegt wor-den, einen gerichtlichen Kampf gegen ihn,oder vielmehr gegen Maria, eingeleitet, welcherweiter unten im Zusammenhänge beschriebenwerden soll.
Maximilian dagegen nahm zu Pont-a-Vendinmit ungefähr 20,000 Mann aufs neue eine festeStellung ein und sann über einen Hauptplan.Der Wiedergewinn Conde’s war das erste Ziel;der König aber, welcher wohl erkannte, dassdiessmal die Uebermacht bei den Burgundischensei, iiberliess von freien Stücken, und ehe nochdie Belagerung ordentlich begonnen, jene Stadtihrem Schicksal; d. h. seine Armee steckte siean verschiedenen Punkten in Brand, und Ludwiglöste so auf vandalische Weise das den Bür-gern für die frühere gastfreundliche Aufnahmegegebene Versprechen schonender Behandlung.
•) Barante XI. 396. 398.