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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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sicherte er sie seines ritterlichen und fürstlichenSchutzes gegen jede Gewalt von Innen undAussen *).

Nach den Vorgängen bei Conde, welchesdie Franzosen nur durch Verrath genommen, sam-melte Maximilian ein neues Heer zu Bergen(Mons). Fast alle Edle Hennegaus trafen inseinem Lager ein und vereinigten sich brüder-lich mit denen Flanderns. Der König aberwar nach Arras gegangen und hatte, da derGegner durch Waffen noch nicht besiegt wor-den, einen gerichtlichen Kampf gegen ihn,oder vielmehr gegen Maria, eingeleitet, welcherweiter unten im Zusammenhänge beschriebenwerden soll.

Maximilian dagegen nahm zu Pont-a-Vendinmit ungefähr 20,000 Mann aufs neue eine festeStellung ein und sann über einen Hauptplan.Der Wiedergewinn Condes war das erste Ziel;der König aber, welcher wohl erkannte, dassdiessmal die Uebermacht bei den Burgundischensei, iiberliess von freien Stücken, und ehe nochdie Belagerung ordentlich begonnen, jene Stadtihrem Schicksal; d. h. seine Armee steckte siean verschiedenen Punkten in Brand, und Ludwiglöste so auf vandalische Weise das den Bür-gern für die frühere gastfreundliche Aufnahmegegebene Versprechen schonender Behandlung.

) Barante XI. 396. 398.