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aus allen Kräften zu befördern gesucht; di»Wahl der Prinzessin hat anders entschieden;unterwerfen wir uns ihrem Willen!“ Also re-dete er auch zu den Frei-Burgundern, derenGemiither er auf jede Weise nun umstiininenwollte.
Nachdem König Ludwig XI. durch einSchreckenssystem die gegen Maria fortdauerndeSympathie der Bewohner dieser Grafschaft be-straft, und Craon durch allzugrosse Sicherheitund Zuversicht den grossem Theil wieder ein-gebiisst hatte, während Oranien, nunmehr Ge-nerallieutenant in sämmtJichen Provinzen derHerzogin, von den Vaudrey's unterstützt, dasRedlichste gethan, concentrirte sich der Streithauptsächlich um die Mauern vonVesoul, wel-ches ebenfalls gefallen, von den Franzosenaber aufs Neue nun eingeschlossen war. Lei-der entschied sich das Kriegsglück auch diess-mal wider Ludwig XI.; in Treffen und Hinter-halten wurden ihm Tausende der besten Söld-ner erschlagen, und die Fluthen der Saonefärbten sich von Franzosenblut; andere Haufenfielen in die unerbittliche Hand des aufgereiz-ten Landvolks; Craon war nach Grey geflüch-tet, dem einzigen wichtigen Orte, welcher demKönige noch in der Franche-Comte geblieben.
Der Zorn Ludwigs bei allen diesen Vorfällenwar ohne Grenzen. Er liess dem Prinzen vonOranien, wie einem gewöhnlichen Staatsverbre-