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Maria von Burgund nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York, Gemahlin Karls des Kühnen, und allerlei Beiträgen zur Geschichte des öffentlichen Rechts und des Volkslebens in den Niederlanden zu Ende des fünfzehnten Jahrhunderts aus französischen, flämischen, holländischen und teutschen Quellen / von Dr. Ernst Münch
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Uebergabe des einen oder andern Platzes. DerStrom der Bewegung riss auch Zweifelhafteoder minder Gutgesinnte mit sich fort. Wassolche Dinge bedeutend förderte, war die Läh-mung, welche, in Folge des Feldhermwechsels,in die Operationen des feindlichen Heeres ge-kommen war.

Karl von Amboise entwickelte grössere Be-sonnenheit und Energie zugleich, als sein Vor-gänger Craon. Er trat zuerst als Diplomat undspäter als General auf. Er wusste einen grossenTheil der Teutschen von der Prinzessin Sacheabtrünnig, und die Schweizer unthätig zu machen.Während er durch grosse Gelder sie in seinLager hiniiberzog, kirrte der König, sein Herr,den Stolz der freien Eidgenossen dadurch, dasser ihren republikanischen Formen und ihrerweltgepriesenen Tapferkeit schmeichelte undsich den Titel einesBürgers von Bern, alsden für ihn allerehrenvollsten ausbat, sowieauch, dass er in den öffentlichen Verhandlun-gen mit den Cantonen dendes besten Freundesund ersten Verbündeten der löblichen Eidgenos-senschaft von sich gebrauchte*). Auch verstander es, mit grosser Geschicklichkeit die Erinne-rungen an die schweren und vielfachen Unbilden

*) II fallait, pour lui accorder ce tltre, faire un passe-droit au Duc de Savoie, qui etoit ie prämier en date.Gaillard 179.