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und von der Hauptlandstraße von St. Gallen nach Altstättenund Appenzell durchzogen. Das Dorf selbst besteht aus 42 Häu-sern, von denen 15 mit der Kirche einen großen Platz bilden,auf dem ein Brunnen und ein schattenreicher Baumgartcn vordem Gasthof zum Ochsen angebracht sind. „Ucberraschend", sagtder anonyme Verfasser des Tagebuches eines Neuvermählten,„war uns kurz von diesem Orte die plötzliche Erweiterung derbisherigen engen Schlucht in ein breites Wiesenthal besäet mitunzähligen einzelnen Wohnungen, gegen Süden von dem Kranzedes Säntis umgürtet. Der von den Kurgästen bewohnte Theildes Dorfes besteht aus einem großen viereckigen Platze, welchenrecht freundliche, zum Theil stattliche Häuser, die Kirche unddie Hauptgasthöfe einschließen." Und Herr von Kronfelssagt: „Das Ganze des Ortes gewährt einen freundlichen An-blick, welcher durch das Abwechselnde in der Bauart der theils höl-zernen, meistens gemalten, theils gemauerten und mit Blitzableiternversehenen Häuser, durch das reinliche, wohlerhaltcne Aeußerederselben, die auf mannigfache Weise vorspringenden Dachgiebelund durch das dem Auge so wohlthuende frische Grün desGrundes eigene Reize darbietet" *).
') Die Wurzclforschung über das Wort Äais iü sehr interessant Invr. Tit Tobler'S appenzelilschem Idiotikon, psx. 212—213, nachzulesen.Dieser Sprachmann sagt daselbst: „Nachdem ich nun über den Ursprungdes Wortes GäS ernsthaft nachgedacht, das pro und contra der einen undandern Ableitung non sine äispsnäio tsnaporis erwogen, muß ich ausrufen :8»t> siitiiae lis sst (d. h. der Handel, Prozeß schwebt noch vor dem Richter,ist noch nicht entschieden). Wenn ich mich auf eine Seite entscheiden mißte,so neigte ich mich auf diejenige der casa. Dieß stand schon niedergeschrieben,als ich bei Bischofsberger und Müller nachlas: »tl-ws, von einerHirtenhütte nach der gemeinen Muthmaßung also genannt" (Bischofsberger442). Müller (Geschicht. 2, 7, 130) sagt: „von der Gaiß" schlechtweg:„ Vorn rhätischen cass, Hütte, genannt; auch des MtttelalterS «asale, da»heutige klliülais kommt von dem Stammwort, welches der lateiutschen undrhätischen Sprache (wie so viele) gemein ist".