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Erster Band. A - G.
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Baddam

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Bagger

(ital. Oerilie) genannt, wird aus denselben Gegenden zuge-führt; auch blond, aber kleiner und von feinerer Textur,dabei wohlfeiler. — klponxes blondes de I'Arcüipel, ditesde Veniso, aus dem adriatischen Meere, hauptsächlich beiCorfu, den gemeinen in der Textur ähnlich, aber vielfeiner und von einer schönern, ganz blonden Farbe. —klponges blies, seine, zarte Schwämme; diese werden inden Gegenden von Tripoli (Syrien) und St. losn d'Lcregesammelt, dann in Marseille gewaschen und in folgendeSorten abgesondert: bnes dures, (dites Orecgues), feinhartevon einer gelben Farbe, durchlöchert, aber von stets ge-schlossener Textur; mi-bnes, halbfeine; bnes tacbees, feinegefleckte; bnes, feine in mehreren Graden; surlmes, von derfeinsten Textur. Die letzteren haben eine runde Form(korino de ckompignon), eine feine, nervige und geschlosseneTextur und eine blonde Farbe, die an der Wurzelseite dunk-ler ist. Sie wachsen auf einem felsigen Boden, sind zwar vongroßen Löchern durchbohrt, werden aber wegen ihrer regel-mäßigen Form, dauerhaften Textur und vorzüglichen Leich-tigkeit sehr gesucht, sind deshalb sehr selten und werden ge-wöhnlich sogleich weggekauft. Man bedient sich derselbenfür die Riechbüchsen und Toiletten. Zuweilen kommt nachMarseille eine andere Art feiner Schwämme aus Neapel undSicilien; diese sind eben so zart als die syrischen, aber nichtso schön und rund geformt, daher sie auch Lxonges dlllvrmosgenannt werden. — Lpongos de Solonique sind zwar feinund von geschlossener Textur, aber flach, ohne Elastizität,und von vielen kleinen Löchern durchbohrt. — Lpungesüne-douces de I'Arcbipel sind den syrischen ähnlich, nur we-niger fein in der Textur, von mehr und größeren Löcherndurchbohrt, und haben außerdem größere und kleinere Höh-len. — Von eigenthümlichem Bau sind die feinen Lponxcsdo Ilobomo, welche im Bahama-Kanal und an den Küstender Bahama-Jnseln gefischt und durch die Engländer seiteinigen Jahren in den Handel gebracht werden. Ihr Ge-brauch ist verabscheuungswerth. Durch ihre Form sind sieleicht erkennbar. — Die klgongcs preparees » la ciro, sindmit Wachs präparirte Schwämme. Sie werden zum Ein-legen in Geschwüre gebraucht, damit sich dieselben nichtschließen.— In neuerer Zeit hat man auch weiße (durchChlor gebleichte), unter dem NamenToilettenschwäinme,in den Handel gebracht.

Baddam heißen in einigen Gegenden Ostindiens bit-tere Mandeln, die dort anstatt der Scheidemünze gebrauchtwerden Zu Cambodja rechnet man 66 Baddam auf1 Pic und 2880 auf 1 Rupie. Hiernach wären 12 Baddamungefähr — 1 preuß. Pfennig.

Badiau, s. Sternanis.

Baftas, Baffetas heißen weiße ostindische Baum-wollenzeuche, die durch die ostindische Compagnie in Mengenach Europa gebracht und in England, Holland, Deutsch-land gewöhnlich bedruckt wurden. Die Sorten sind in derGüte so verschieden, daß die gröbsten den Packleinen nahestehen, während die feinen zu Hemden dienen. Der Handeldamit war früher weit beträchtlicher als jetzt, und Benga-len soll sonst jährlich an 18,000 Ballen ü 200 Stück (voncirca 20 Ellen Länge) ausgeführt haben. Seitdem dieBaumwollweberei in Europa ausgebildet worden ist, hat

hier der Verbrauch von Bafetas aufgehört, und an ihreStelle sind die Calicots getreten.

Bagatino war eine Kupferscheidemünze in dem ehe-maligen Freistaat Ragusa, die auch im venetianischen Ge-biet galt, ohngefähr — preuß. Pfennig.

Bagdad, eine Stadt in der türkischen Provinz Jrak-Arabi, links am Tigris, 33° 19' 80" n. Br. 42° 2' 18"ö. L., war während fünf Jahrhunderten die Hauptstadt undResidenz der Khalifen, bis in das dreizehnte Jahrhundert.Damals soll sie mehr als eine Million Einw. gehabt haben.Seitdem verfiel sie, und endlich gerieth sie 1638 in die Ge-walt der Türken. Dadurch erhielt sie den zweiten hartenStoß. Trotz dem hat sie noch gegen 100,000 Einw., Tür-ken, Araber, Perser, Armenier, Egypter, Franken, Juden,und ist noch immer der Mittelpunkt eines sehr lebhaftenHandels zwischen Syrien, Persien, Turkesten, Arabien,Indien und selbst Europa, über die Städte Aleppo, Da-mast, Baira oder Baffora, Tauris, Erzrum, Konstan-tinopel, Mekka u. a. Es bestehen hier deutsche, englischeund französische Handelshäuser außer denen der Einge-bornen für Indien, Syrien, Persien, Arabien, Europa.Der größere Theil der Stadt liegt links am Fluße, der mitdem jenseitigen Theil durch eine Schiffbrücke verbunden ist.Vorzüglich sind die Messer, die hier aus indischem Stahlgearbeitet werden, so wie Kupferwaaren. Auch wird dieWeberei in Seide und Baumwolle, die Bereitung sehr ge-suchter rother und gelber Maroquins, so wie Bijouterie-waaren in Gold und Silber betrieben.

Das im Handel gewöhnliche gcwichlniaaß ist die Okka

— 3 Pfd. 2 Unzen, — 400 Drachmen. — 6 OkkaS —1 Batman; 4 Batmans — 1 Vasne; 20 Vasne —1 Togar.

Das cängenmaaß ist 1 Pik, — 1'/., Pik von Aleppo,

— 2 französ. Ellen.

Die Münzen wie in Bassora.

Baggage bedeutet in der Schiffersprache die Klei-dungsstücke und andere Gegenstände, welche für den beson-dern Gebrauch oder die Bequemlichkeit der Mannschaft undPassagiere eines Schiffes bestimmt sind.

Nach den englischen Gesetzen (und nach den meisten an-dern Ivllordnungen wenigstens über Kleidungsstücke) wirdfür das Einbringen des Gepäckes kein Zoll bezahlt. — SindGegenstände darunter, welche entweder verzollt werden müssenoder verboten sind, so können dieselben den Zollbeamten aufsechs Monate zur Aufbewahrung übergeben und bei derAbreise wieder zurückgenommen werden. Frei ist auch eineFlinte und ein Paar Pistolen. — Ein Exemplar von eng-lischen im Auslande gedruckten Büchern in dem Gepäckeeines Reisenden darf ebenfalls mit eingeführt werden, wennes nur zum Privatgebrauche des Reisenden bestimmt ist,denn als Waare solche Bücher nach England zu bringen,ist gänzlich verboten (siehe Buchhande l).

Bagger heißt die Maschine, wodurch verschlammteoder versandete Häfen und Wafferstrecken der Flüsse gerei-nigt und ausgetieft werden. Sie befindet sich zwischen zweiFahrzeugen, den sogenannten Baggerschiffcn oder Prahmen,und besteht entweder in einem Eimer-, oder einem Schaufel-werke; im letzter» Falle wird sie Radbaggcr genannt,