Band 
Erster Band. A - G.
Seite
176
JPEG-Download
 

DsKNöres-^L-LiZorrö

176

Bahia

weil die Schaufeln, welche den Schlamm oder Sand in dieHöhe bringen, an einem großen, fortwährend in Bewegungbefindlichen Rade befestigt sind. Die Maschine wird ent-weder durch Menschenhand, oder durch Pferde, oder durchDampfkraft in Bewegung gesetzt; deshalb wird sie mitden besondern Namen Handbagger, Roßbagger,Dampfbagger bezeichnet.

nette und ange-nehm am Adour liegende Hauptst. des gleichnam. Arrond.in Frankreich, Depart. Hautes-Pyrönees, 43° 3- 31" n.Br.2° 12- 10" w. L., mit 7836 Einw. Sie ist Sitz der Unter-Präfectur, eines Civil- und eines Handels-Tribunals, undinsbesondere merkwürdig durch ihre sehr stark besuchtenSchwefelbäder und eine eisenhaltige Quelle, außerdem durchSchiefer - und vorzügliche Marmorbrüche, eine damit ver-bundene Marmorsägemühle, so wie durch Wollzeug-, Shwal-,Fußteppich - und Leinwandweberci, feine Mcfserwaaren,Gerberei, Färberei, nebst zwei Papierfabriken.

Bahama-Holz, s. Brasilienholz.

Bahama- oder Lucayen-Inseln sind die nord-westlichsten, den Engländern gehörenden Inseln in West-indien, nördlich von den großen Antillen. Sie liegen vonRW. gegen SO., durch den neuen Bahama-Kanaloder die Florida-Straße von der Südostküste Florida's ge-trennt, vom 27" 50- bis zum 21" 50- n. Br., und vom 73"bis 83" w. L. Bon den großen Antillen werden sie durchden alten Bahama-Kanal geschieden. Die ganzeGruppe umfaßt einige zwanzig größere Justin und vielehundert kleinere, meist niedrige, wasstrlost Eilande undKlippen, insgesammt ohngesähr 300, in einem gesunden,durch Land - und See-Brisen abgekühlten Klima. Beinaherings um die ganze Gruppe ist eine ausgedehnte Sandbankgelagert, die sich besonders auf der Südwestseite weit aus-dehnt, so daß nur einzelne schmale Kanäle tieferen Wassersdiese Bank von den Groß-Antillen trennen. So wie dieganze Inselgruppe, so wird auch diese große Sandbankdurch den Providcnce-Kanal in zwei Theile, den nordwest-lichen und den südöstlichen Theil, gesondert. Jener ist diekleine Bahama-Bank, worin die Inseln Groß-Ba-hama, Abaco, Guano und Galapagos liegen; dieser diegroße Bahama-Bank mit den Inseln Andros, New-Providence, Eleuthera, Exuma, Long-Jsland, Cat-Jsland,Jumentos, u. a. — Für die Schifffahrt bemerkenswerthist es, daß durch den neuen Bahama-Kanal der große Golf-Meerstrom mit reißender Geschwindigkeit, nämlich 8 Fußin der Secunde, fließt. Da dieser Kanal voll Klippen undSandbänke ist, so wird die Schifffahrt darin sehr gefährlich.Außerdem herrscht darin im Winter der Nordwind, dernur zuweilen nach SO. oder SW. umsetzt. Die Produktesind Baumwolle, Kaffee, Getreide, Pam, Piment, Oran-gen, Ananas, Acajou-, Farbe-, Schiffbauholz und vielSeesalz. Zusammen umfassen die Inseln etwa 207 QM.,mit 20,000 Einw., und bilden ein Gouvernement, dessenSitz Nassau auf der Insel New-Providence ist. EnglischeKolonisten ließen sich zuerst 1666 auf den Inseln nieder,die erst 1718 von den Engländern förmlich in Besitz ge-nommen wurden.

Bahar, eine englische Provinz in der ostindischenProvinz Bengalen, 84,714 QM., mit ohngesähr 11 Mill.

Einw., zwischen 21" 8- bis 24° 30- n. Br. und zwischen83" 37^ bis 84° 30^ ö. L. Der Norden des Landes ist eineEbene, das Uebrige von Hügelketten mit Thälern durch-zogen; das Klima im Sommer heiß, im Winter dagegenoft empfindlich kalt. In den hügeligen oder Gebirgsdi-strikten Ramghur und Boglipur giebt es viel Mineralien,besonders Eisen und auch heiße Mineralquellen; in demeigentlichen Distrikt Bahar, der im Süden hügelig undrauh, aber gegen den Ganges hin niedrig ist, findet mantrockene Thäler und sehr salpeterreichen Boden, wo derbeste Salpeter in Indien gewonnen ist. Die übrigen Pro-dukte sind Reis, Zucker, Ananas, Mango, Kokos, Bana-nen, Bambus, Taback, Baumwolle, Opium, viel Wal-dung und Vieh. Die bedeutenderen Flüsse sind der Ganges,Sone, Gograh, Gunduk, Dummudah, Bagmotty, Coyle.Hauptstadt ist Patna. Eingetheilt ist die Provinz in dieDistrikte: Ramghur, Boglipur, Bahar, Patna, Sha-habad, Purnnah, Tirhut, Sarun, Sumbhulpur.

Bahar, Bähar,Baar,Behahr,Bhahr heißtein Handelsgewicht in Ostindien, z. B. in Achcm ausSumatra, Amboina, Banda, Batavia, Malakka und derPrince-Wales-Jnsel bei Malakka. Dasselbe ist aber auchin der arabischen Handelsstadt Mokka gebräuchlich, jedochüberall in verschiedener Schwere und verschiedenen Unter-theilen. — Achem s. diesen Artikel; 1 B. — 192,07 Kilo-gramm; — Auf Amboina werden die Gewürznelken da-nach gewogen, und 1 Bahar ist — 880 holländ. Troy-Pfd., — 270,692 Kilogramm, — 80 Barotti; — aufBanda 1 B. -- 862-/2 holländ. Troy-Pfd., --- 276,8Kilogr.; — in Batavia 1 großer Bahar — 4-/2 Pikol,der kleine Bahar — 3 Pikol, und 1 Pikol — 123 holländ.Pfd.; — auf Malakka im gewöhnlichen Gebrauch 1 B.--- 373 holländ. Troy-Pfd., 184,863 Kilogr., — 406,89engl. Pfd. arch,. (s. äeoir); aber die Engländer rechnen 1 B.—403 Pfd. engl. aräp. In den malaiischen Orten um Malakkawird der Bahar mit seinen Untertheilen auch als Ainnge-wicht gebraucht, und 1 B. — 300 holländ. Troy-Pfd., —323,313 engl. Pfd. uv<!p., --- 147,63 Kilogr., und 8 BZinngewicht sind — 4 B. Handelsgewicht; — auf derPrince-of-Wales-Insel 1B. — 193,83 Kilogr. —In Mokka und dem Lande Pennn ist die Schwere diesesGewichts sehr verschieden; bald — 403 holl. Troy-Pfd., —199,328 Kilogramm, — 439,448 engl. Pfd. nväp.; bald492,863 engl. Pfd. »väp., --- 223,422' Kilogr.; bald ---450, oder — 443, oder — 437-/2 engl. Pfd. aväp.

Bahia, eine der östlichsten Küstenprovinzcn in Bra-silien, grenzt gegen O. an den atlant. Ozean, landwärts anandere Provinzen: Sergipe NO., Pernambuco NW., Mi-nas-Geraes und Espiritu-Santo S., hat ohngesähr 138portug. Meilen Länge, und gegen 90 port. M. Breite. Sieist sehr gebirgig durch das von S. gegen R., mit der Küstefast parallel stehende Gebirge Serra Mangureia. Ostwärtsströmen davon die Flüsse Jlhcos, Contas, und die beidensich vereinigenden Paraguacon und Jacuhype in den atlant.Ozean; westwärts fließen der Paramirim, Werde u. a. demSan-Francisco zu. In dem heißen Klima gedeihet vorzüg-lich Zucker, auch Kaffee, Reis, Cacao, Baumwolle, sehrguter Taback, Brasilien-Farbholz, Bananen und die Vieh-zucht. Die Gold - und Eisenlager liegen ungenutzt. In