Balkarische Inseln
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einen starken, baldriansauren, stechenden und hintennachsüßlichen Geschmack, und verursacht auf der Zunge einenweißen Fleck. Bei 16,3" hat sie ein specifisches Gewichtvon 90,837. Sie entzündet sich sehr leicht, brennt weiß undrüst stark. Uebrigens wird sie auch aus Kartoffelfuselölbereitet.
Balkarische Inseln sind die zu Spanien gehören-den Inseln: Mallorca (Majorca), Minorca, und diePityusen: Jviza, Formcntera, Cabrera, im W.des mittelländischen Meeres. Ihre Größe beträgt etwa83 QM., und sie haben gegen 230,000 Ew. Ihr Klima istgesund, und ihr Boden äußerst fruchtbar. So sind siewegen ihrer Lage, so wie durch ihre Produkte und Handels-thätigkeit wichtig. Sie erzeugen Getreide, Wein, Oel,Orangen, Citronen, Feigen, Flachs, Hanf, Saffran, Salz,haben Vieh - und Seidenraupenzucht und lebhaft betriebeneFischerei. Die Balearen zeichnen sich als tüchtige Seeleuteaus. Im Jahr 1840 bewegte der Handel nach diesen In-seln 801 Schiffe zu 42224 Tonnen, deren Umsatz an1,340000 Thaler betrug. — Münzen, Rechnung,Maaße, Gewichte, s. die Artikel: Mallorca, Mi-norca, Jviza.
Valfrufch, Balfrosch, eine große, durch Han-delsthätigkeit blühende und wohlhabende Stadt in Persien,Prov. Masenderan, unweit (etwa 8 M.) der Südküste deskaspischen Meeres und der Mündung des Flusses Babul, ineiner feuchten, aber sehr fruchtbaren Gegend, 36° 33' 13"n. Br. 80° 31' 4" ö. L. mit etwa 130,000 Einw., die sichfast sämmtlich mit Handel und Gewerbbetrieb, so wie mitReis- und Baumwollbau und Seidenraupenzucht beschäfti-gen. Ihr Hafenort heißt Mesched, dessen Rhede abervöllig offen ist. — Namentlich steht Balfrusch durch per-sische Kaufleute, die sich in Ustrakan niedergelassen haben,mit diesem Ort in Verbindung, dann landwärts auf einerwestlichen Straße über Amol, oder auf einer östlichen überSari und durch den Geduk-Paß mit Teheran, so wie ost-wärts über Damgh»n, Schahrud und Bostam sowohl mitMeschhed als mit Herat.
Bali oder Klein-Iava, eine der kleinen Sunda-Jnseln, von der Ostküste Java's durch die Bali-Straßegeschieden, ist ohngcfähr 94 QM. groß mit 300,000 malaii-schen Bew., die eine eigene Sprache haben. Diese vulka-nische und gebirgige Insel ist sehr fruchtbar, und ihr Haupt-»rvdukt, der Reis, giebt jährlich eine zweimalige Ernte.Außerdem werden Taback, Baumwolle, Hirse, Oelgewächscgebaut. Aus dem Lhierreich giebt es kleine Pferde, Büffel,Ziegen u. a. Die Bew. beschäftigen sich mit Baumwoll-weberei. Der Verkehr ist lebhaft und wird namentlich durchchinesische Schiffe unterhalten. Von Java werden jährlichfür ohngcfähr 20,000 bis 30,000 Sika-Rupies Waareneingeführt. Die größte Stadt ist Karang-Affem auf derNOKüste, aber Baliling auf der Nordküste der bedeu-tendste Hafen und Handelsplatz.
Bali-Babolah, s. Bablah.
Balingcn, Stadt und Obcramtsort in Würtcm-üerg, im Schwarzwaldkreisc, an der Eyach und der Straßenach der Schweiz, 48° 16' 24" n. Br. 6° 30' 80" L. L.,mit 3129 Einw., die sehr gcwerbthätig durch Tuch- undWollzeugweberei, Messer- und Nagelschmiedcn, so wieI.
Rothgerberei sind und außerdem einen starken Handel mitGetreide und Vieh nach der Schweiz treiben und Salpeter-siedereien unterhalten. In der Nähe ist ein Schwefelbad.
Balize, Hafenstadt mit 2000 Einw., auf der Ostküsteder Halbinsel Pucatan, an der Mündung des gleichnam.Flusses in die Honduras-Bai, gegenüber die Insel Turneffe,in dem den Engländern zur Fällung des Campeche-Holzesüberlassenen Distrikt von 488>/2 QM. mit 8800 Einw.Im Jahre 1824 betrug der Werth der englischen Einfuhr392,661, 1829: 800,000 Pfd. Sterl., die Ausfuhr dagegennur 190,795 Pfd. Sterl.
Balken, s. Holzhandel.
Balkh, Hauptstadt des gleichnam. Khanats im südl.Lurkestan, südlich am Fluß Amu-Deria oder Dsihun, dessenBewohner theils die tatarischen Usbeken, theils Sarten oderLadschiks sind. Diese beschäftigen sich fast ausschließlich mitGewerben und Handel, und vermitteln denselben durch ganzAsien. Die Stadt liegt auf einer Höhe in einer fruchtbarenund gut bewässerten und gut bebauten Gegend, am FlußDschas oder Adirsiah. Die Asiaten halten dieselbe für dieälteste Stadt der Welt und nennen sie deshalb Omul-Belad,d. h. Mutter der Städte. Sie ist ein Hauptort für denHandelsverkehr von dem südlichen Kabul her nach Turan,nordwestwärts, über den Dsjihun und über Karschi nachBokhara, das man mit Pferden- oder Kameel-Karawanenin 24 bis 23 Tagen erreicht. Wichtig ist es ferner durchseine Verbindung gegen W.-mit Meschhed über Merv-Rudam Murghab, gegen SW. nach Herat, gegen S. nach Kan-dahar, und gegen O. nach Khunduz und Badakschan oderFeizabad.
Ballast, engl. ballast; holl. dallast; franz. lest; ital.sarorra, eine Quantität Eisen, Steine, Sand und Kiesoder irgend eines andern schweren Stoffes, welche man inden Kielraum eines Schiffes bringt, um dasselbe tief genugin das Wasser hinabzudrücken, damit es beim Segeln nichtumschlägt, rentert. — Die Menge des Ballastes, welcheSchiffe von gleicher Last brauchen, um reisetüchtig zu wer-den, ist oft sehr verschieden, denn es kommt dabei haupt-sächlich auf die Schärfe oder Flachheit des Kieles an. —Die gehörige Verballastung eines Schiffes erfordert beson-dere Aufmerksamkeit.
Der Ballast oder die Ladung muß so geordnet werden,daß das Schiff im Gleichgewichte steht, weder zu fest nochzu leicht ist.
Schiffe, welche schwere Ladung haben, brauchen nichtviel Ballast, namentlich dürfen sie nicht viel schweren Ballasteinnehmen, weil sonst der Schwerpunkt zu tief kommt;Schiffe mit leichten Waaren dagegen bedürfen viel Ballast,der natürlich mit der Leichtigkeit immer mehr steigt. Dienachstehende Tabelle zeigt die durchschnittliche QuantitätBallast für Kriegsschiffe:
Ballast für folgende Schiffe.
Kanonen
Tonnenlast
Eisen,Tonnen
Kiesel, Tonnen
110
2290
180
370
100
2090
180
370
98
2110
160
380
90
1870
160
380
80
1620
140
300
23