Ballate
19L
Baltimore
Kanonen
Tonnenlast
Eisen,Tonnen
Kiesel, Tonnen
74
1700
80
270
64
1370
70
260
80
1100
63
170
44
900
63
160
38
900
70
170
36
870
68
160
32
700
63
140
28
600
60
100
24
500
80
80
22
430
30
70
20
400
80
60
Sloop
300
30
40
Brigg
160
30
13
Cutter
Sloop
20
18
^ selten dergl.
In England bestehen über das Einnehmen und Aus-laden des Ballastes sehr ausführliche Verordnungen undBestimmungen. Der schwerste und wenig Platz einneh-mende Ballast ist der beste, also der Sand, der aber aufder Rhcde nicht über Bord geworfen werden darf. Stein-Ballast wird hie und da gekauft. Schiffe, die nach Süd-Amerika gehen, nehmen nicht selten in Lissabon oder St. Ubesoder auf den salzreichen capverdischen Inseln Salz alsBallast, das sie am Bestimmungsort mit Nutzen verkaufen.
Ballate heißt in Sicilien die in großen Stückenvorkommende Soda. Auch nennt man so die graue oderschwarze Soda von den Philippinen, die häufig nach Chinagebracht wird.
ein schwarzwollenes, mit Ziegenhaarenvermischtes Zeug aus den Fabriken zu Linz in Oesterreich.
Balleiscn, eine geringe Sorte von starkem Stab-eisen.
Ballen ist 1) ein Pack oder eine gewisse QuantitätGüter oder Waaren, wie z. B. ein Ballen Seide, Manu-facturwaaren, Tuch !c. Sie sind immer gezeichnet undnumerirt, so daß sie die Kaufleute, denen sie gehören, erken-nen. Die Zeichen und Zahlen müssen genau in den Fracht-briefen, Avis oder Briefen über diese versendeten Waarenangegeben werden zur Vermeidung von Irrthümern beimAbliefern. — Unter dem Ballen oder unter denStricken verkaufen, ein in Frankreich und anderenLändern gewöhnlicher Ausdruck, bedeutet im Ganzen ver-kaufen, ohne Probe oder Muster, und ohne die Ballen zuöffnen. 2) Der Maaßstab beim Verkauf des Papiers;
1 Ballen ist — 10 Ries b 20 Buch u 24 Bogen beimSchreib - und 23 beim Druckpapier. In Portugal hat derBallen jedoch 32 Ries a 17 Buch und 8 Bogen; 1 Buch —3 Cadernos oder 25 Bogen; — 3) ein Handelsgewichtin Brüssel, Antwerpen rc. 1 Ballen ist — >/? Charge oder
2 Ctrn. oder 200 Pfd. — 1 Ctr. OO'/z Pfd. preuß. —4) Ein Ballen Tuch in Breslau hat 10 Stück Tuch i> 32Ellen. — 3) Ein Ballen Wollengarn in England ist----- 00 Packen Garn a 4 Pfd.
Bollenzinn wird das in Platten gegossene und zu-sammengerollte Zinn im Handel genannt. Ein solcher Bal-len wiegt 10 bis 13 Pfd. Es kommt mcistentheilS aus densächsischen und böhmischen Schmelzhütten.
BallinKes heißt ein zu Coutances in Frankreich,
Depart. Manche, gewebtes halbwollenes und halbleinenesZeug, im Stück 40 bis 80 Stab lang, und Stab breit.
Ballot nennt man im Allgemeinen einen kleinenWaarcnballen; im Besonderen bezeichnet es im Glashandelweiße Glastafeln — 23 Band ä 0 Tafeln; farbige Tafeln— 12^2 Band a 3 Tafeln; — zu Marseille im Papier-handel 24 Ries; in der Provence 12 Ries.
Ballotc, l-romüscblw oder kromonba in Rußland ge-nannt, Horba Lalluiue lanatae. Seit 1820 kommen inDeutschland die Stengel, gebrochenen Blätter, Blüthenund Kelche der in Sibirien wachsenden wolligen Ballote(liallot» lonola, b.)> in mit Thierfellen überzogenen Kistensehr fest eingedrückt, in den Handel. Die stärkeren Sten-gel sind auf dem Durchschnitt viereckig, mit einem weißenMarke erfüllt. Die langgestielten, handförmig getheilten,tiefgezähnten Blätter sind oben grün, unten mit einem wei-ßen Filze überzogen. Getrocknet erscheinen sie weißlichgrün;Geruch: theeähnlich. Geschmack: bitterlich scharf. Bisjetzt kommt sie noch ziemlich selten vor und wird nur in derArzncikunde gegen Wassersucht angewandt.
Balsam, franz. bäume; engl. balm; ital. und span.balsamo, werden die halbflüssigen mit ätherischen Oelenoder mit Benzoesäure verbundenen Harze genannt. Deshalbtheilt man sie in zwei Arten: benzoesäurefreie undbenzoesäurehaltige Balsame. Die ofsizinellen derersten Art sind: 1) der Terpentin, 2) der Mekkabal-so m, 3) der Copaivbalsam; die ofsizinellen der anderenArt: 1)der flüssige Storax oder Liquidamber, 2)dcrperuvianische B., 3) der Tolubalsam. Au der erstenArt gehören noch der terpcntinartige kanadische B., derKarpathenbalsam, der ungarische Balsam. DerMuskatbalsam wird in Ostindien durch Auspressen derMacisnüsse gewonnen.
Baltimore, eine der wichtigsten NordamerikanischenHandelsstädte im Staat Maryland, an der Westküste derChesapeake-Bai, 14 engl. M. oberhalb der Mündung desFlusses Patapsco in dieselbe, 39° 17' 23" n. Br. 76° 37'30" w. L. Sie wurde im I. 1729 gegründet, und bis 1763war sie nur ein kleines Dorf. Sie hob sich durch Handel,besonders während der französischen Revolution, und na-mentlich durch die im I. 1793 von St. Domingo hierhergcflüchteten 3000 Franzosen. Der geräumige Hafen mittiefem Wasser ist einer der besten. Er kann gegen 2000Schiffesaffe», wird durch ein Fort geschützt, und ist vonWaarenspeichern und Schiffswerften umgeben; jedoch kön-nen die Schiffe nur bei gewissen Winden hcraussegeln, des-halb ankern viele in einen äußern Hase», eine halbe Stundevor der Stadt, an dem sich auch ein neuer Stadttheil erhobenhat. Die Industrie der Einw., deren Anzahl 1800: 23,791,1810: 46,586, 1820: 62,738, 1830: 80,628,1840: 102,313war, betreibt Baumwollenzeug-, Glas-, Berlinerblau-,Eisen-, Vitriol- und Papierfabriken, Dampfmaschinen-bauwerkstätten, viele Branntweinbrennereien, vorzüglichaber Tabackfabriken, sehr viele Mahl- und Holzsägcmühlcn.Baltimore ist der Hauptort der Mehlausfuhr, so wie desausgezeichneten Maryland - Tabacks. Außerdem besteht dieAusfuhr des sehr lebhaften Handelsverkehrs der Stadtin Lein, Hanf, Mais, Holz, Eisen, Vieh, Fischen, Schwei-nen, Pökelfleisch, Speck, Butter, Whisky und anderen