Band 
Erster Band. A - G.
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197
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Lamdoo

— 197 — Banbachat

hatte 100 leichte Pfund a 32 Loth. Das schwerePfundund das Schwergewicht überhaupt war das altenürn-berger Handelsgewicht.

, Oambuli, 1) ein ostindischrs Getreide-maaß. Auf Sumatra sind 8 Bambuhs — 1 Nelli, 64 —1 Gunschah, 640 — 1 Coyan. — 1 Bambuh Reis wiegtohngefähr 3 Pf. 28^/, Loth preuß. — 2) ein rohrartig ge-streiftes Biscuitporzellan, glatt und unglasirt, sehr hart,sehr haltbar, fein und schön (s. Wedgewood).

Bambus, ein geköpertes dichtes Baumwollenzeugin verschiedenen Mustern zu Sommerbemkleidern, was vor-züglich in Böhmen zu Warnsdorf fabricirt wird, in Stückenvon 100 bis 130 wiener Ellen Länge bei ^ bis ',4 EllenLänge. Die englischen Manufakturen geben ihm die Breitevon 3/4 Pards.

Bambusrohr, das indianische Rohr, heißt franz.Lomkou, Iloseau lllnäe; engl. llamdoo cane; hall. llam-doc8riol; ital. kann» damdu, malaiisch Loulond, Hindost.Kon5, jav. llrong, und ist der holzartige Halm einer inOstindien wachsenden Schilfart (.srunäo vamdus, I.., odervon den Botanikern vamdos arunäinacea genannt), derhäufig eine Höhe von 20 und selbst 30 bis 60 Fuß erreicht.Der hohle Stamm wächst gerade, unten fast in der Dickeeines Schenkels, aber nach und nach immer dünner werdend,mit Knoten in Zwischenräumen. Bei diesen steht ein fin-gerbreites, spitzes, am Rande scharfes Blatt, und derStamm theilt sich in Aeste oder Zweige, von glänzenderhellgrüner Farbe, die noch viel höher steigen. Diese Neben-zweige, so wie die kleineren Triebe der Pflanzen sind es,welche als Bambusrohr zu uns kommen und zu Spazier-stöcken gebraucht werden. In Ostindien benutzt man denStamm oder das Holz, das ungemein leicht und dabei dochsehr fest oder zähe ist, zu Hütten von Flechtwerk, zumDecken der Hütten und Häuser, zu Pfählen, Trögen, zuFahrzeugen oder Schiffen, zum Ueberdecken der Boote, zuTragestangen, Stühlen, Betten, Tischen, zu allerlei Artsehr sinnreich gearbeiteter Mobilien, Segel», Angelruthen,Weberkämmen, Pinseln rc. Die Chinesen unterhalten Bam-buspflanzungen, verfertigen aus dem Bast ein Papier, ver-packen mit den Blättern Thee und andere Waaren, und die-arten Sprossen, welche zuerst aus der Erde kommen, wer-den eingemacht und unter dem Namen Achiar (s. d. Art.)verspeist.

Banat, ein Theil oder Generalat des österreichisch-militärischen Grenzlandes, das an Servien und die Wal-lache, grenzt, und westlich und südlich von der Theiß undDonau begrenzt wird. Er wird durch den Karasch-Flußin einen westlichen und kleineren, und in einen östlichen undgrößeren getheilt. Jenes ist der Bezirk des deutsch-banati-sthen Regiments mit der Panksovaer Kvmmunität, 72 QM.,1839: 133,181 Einw. in 1 Stadt und 47 Dörfern; diesesdas wallachisch-ill,irische Regiment mit der weißkirchncrKvmmunität, 102 QM., 1839: 117,073 Einw. JenerTheil ist sehr heiß und ungesund, niedrig, voll Sandhügel,Moräste, hat aber auch fruchtbare Marschen; dieser ist fastganz mit holzrcichen Gebirgen bedeckt und sehr kalt. AußerWeizen, Spelt, Kukuruz u. a. wächst im Banat viel Wein,von dem der Weißkirchner und lugoscher den Vorzug hat;

es werden aber von dessen großer Menge jährlich nur gegen80,000 Eimer nach Schlesien, Polen, Rußland ausgeführt.Berühmt sind auch die Mineralquellen von Mehadia.

Banco, eine der Sunda-Jnseln, östlich von Sumatra,davon durch den gleichnamigen Kanal getrennt. Für dieSchifffahrt ist diesem Kanal der zwischen den Inseln Bancaund Billiton vorzuziehen. Früher wurde durch den hollän-dischen und englischen Handel von hier das sogenannteBanca-Zinn in großer Menge eingeführt, das langefür das reinste und beste galt, und besonders zur Spiegel-fabrikation für die Folie, so wie zu den chemischen Fabrika-ten für die Cochenillefärberei gesucht wurde. Es wurde ingestempelten Blöcken eingeführt. Jetzt hat das englischeZinn den Vorzug. Hauptort ist die Stadt Minto.

Banco-Mark, Banco-Reichsthaler, s. Ham-burgs Münzen.

Bancozettel (österreichische) wurden schon wäh-rend der Regierung der Kaiserin Maria Theresia zum leich-tern Handelsverkehr zu 12 Mill. in Curs gesetzt. Mit demI Juni 1785 kamen neue in Umlauf im Betrag von 20 Mill.Gulden. Während der langwierigen nach dieser Zeit fol-genden Kriege stieg die Masse der Bancozettel allmälig sohoch, daß sie sich im Febr. 1813 auf 1,060,798,733 Guldenbelief. Durch diese Vermehrung sank ihr Credit sehr, undes wurden neue Maßregeln nöthig. Ein Patent vom20. Febr. 1811 setzte die Banknoten auf das Fünftheil ihresNennwerthes gegen den Rennwerth eines neuen Papier-geldes herunter und mit Ende Januars 1813 durch Ein-lösung ganz außer Curs. Statt derselben wurden für dieSumme von 211,159,750 Gulden Einlösungsscheine zu 1,2, ö, 10, 20 und 100 Gulden, datirt vom 1. März 1811,in Umlauf gesetzt. Für Capitalrückzahlungen der Schuld-ner an ihre Gläubiger in neuem Papiergelde wurde einegesetzliche Scala über den Curs der Bancozettel vom Jan.1799 an bis zum März 1811 zu 103 bis 300 nach demMaßstabe ihrer nach und nach erfolgten Entwerthung indem angeführten Patente bestimmt, so daß seit Octbr. 1820auch Capitalien nicht mehr als das Fünftel des Nominal-betrages, so wie die B. selbst, ausmachten. Die entstan-denen sogenannten Scalaprocesse haben mehrere Jahre langdie Gerichtsbehörden viel beschäftigt (Oesterr. National-Encyclopädie I. p. 177). Vgl. Banknoten.

Band nennt man die langen, streifenartig gewebtenStoffe aus Baumwolle, Leinen, Seide, Wolle oder ausgemischten Stoffen gewebten Zeuge. Sie sind durch Breite,Farbe, Gewebe - und Farbendcssin sehr verschieden, je nachihrer besonderen Bestimmung und dem wechselnden Mode-geschmack. Mit dem meisten Kunstaufwand werde» dieScidcnbändcr gearbeitet, vorzüglich in Frankreich und inder Schweiz. — 2) Streifen von Mousselin oder Jaeonet,bis 20/4 lang und 3 bis 8 Zoll breit, in der Länge obenund unten mit Festons, kleinen umstickten Bogen, oft auchmit leichten, gestickten Mustern geziert. Diese werden be-sonders in der Schweiz (K. Appcnzell und St.-Gallen) zurAusfuhr nach Holland gearbeitet.

Bandachat, eine gestreifte Art Achat. Diese Strei-fen werden durch gleichlaufende Lagen von verschiedenfarbi-gen Chalcedon, Amethyst, Bergkrystall und anderen Quarzen