Banda-Jnscln
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Bangkok
gebildet. Beim Verarbeiten zu Dosen, Petschaften u. a.werden diese Lagen rechtwinklig durchbrochen.
Banda - Inseln , eine den Engländern gehörigeGruppe von zehn größeren Inseln im Molukken - Meer.Die bedeutenderen sind: Banda, Neira, Lantor, Ay,Gunong-Apy. Sie leiden durch vulkanische Erschütterun-gen und sind ausschließlich zum Bau des Muskatnußbaumsbestimmt, und geben jährlich an 900,000 Pfd. Nüsse undMuskatblüthen; 340 Q.-M. mit 210,000 Einw. DieInsel Banda, mit 6000 Einw., ist ungesund und miteinem fast undurchdringlichen Palmwald bedeckt; giebt jähr-lich an 3000 Ctr. Macisnüsse, 600 Ctr. Macisblüthen,30 Ctr. Cajebut-Saamen, 30 Ctr. Cajebut-Oel. — Neiramit 1200 Einw. hat ein Fort und Hafen. — Ueber Mün-zen, Rechnung, Maaße und Gewichte s. Mo-lukken.
ir«i»ili»» 08 , Oanckanoes, heißen ostindische sei-dene oder baumwollene Schnupftücher von verschiedenenFarben und Mustern, und sind sehr buntfarbig. Sie kom-men über England in den Handel, zu 7 in einem Stück;doch liefern auch deutsche, namentlich sächsische, preußischeund österreichische Fabriken diesen Artikel.
, ein französisches Wollenzeug, waszu Schiffsflaggen, Leibbinden für Seeleute, roh und unge-färbt aber zum Durchbeuteln des Mehles und zum Durch-seihen flüssiger Dinge gebraucht wird. Es wird in Frankreichzu Cunlhat, Saurillanges und Thiers im Depart. Puy-de-Düme, in >/s bis >/s Stab Breite, und gewöhnlich in Stückenvon 14 Stab verfertigt Länge.
Banff, Bamff, Grafschaft in Schottland, an derNordsee; grenzt im R. an den Murray-Frith, im O. undS. an die Grafschaft Aberdeen, an die Grafschaften Murrayund Jnverneß im W.; 34-/2 QM., 1831: 48,604, 1841:30,076 Einw. Die Küste ausgenommen ist das Land ge-birgig mit Wald und fruchtbaren Thälern, aber kaum einViertel des Bodens kulturfähig. Dieser Theil und insbe-sondere die Küste ist sehr fruchtbar und zur Landwirthschaft,so wie zur Vieh-, Schaf- und Pferdezucht geeignet. Rog-gen, Butter, Käse, Wolle, Lachs und Salzfische werdenausgeführt; eingeführt dagegen Flachs, Kupfer, Eisen,Kohlen und Wein. Die Industrie beschäftigt sich vorzüglichmit Leinen-, Baumwoll- und Wollweberei. — Hauptortist die gleichnam. Stadt, eine der freundlichsten Städte inNord-Schottland, an der Mündung des Deveron in dieNordsee, 37° 40-18" n.Br. 4° 31- 84" w.L.,mit 4000 Ew.und einem kleinen, sehr sandigen Hafen. Ueber den Flußführt eine Brücke von sieben Bogen. Nahrungszweige derBew. sind Leinengarn- und Baumwollspinnerei, Leinwand-,Baumwollzeug- und Strumpfweberei, Seifenfabrikation,Gerberei und Lachsfang.
Bangalore, Stadt und einer der am gesündestenliegenden Orte im englischen Hindostan, in dem HochlandeMysore, durch das hohe Ghats-Gebirge gegen die Monsunsgeschützt, 12° 37- 37-- n. Br. 73° 17- 22-- ö. L., mit 60,000Einw., die sich mit Baumwollen - und Seidenweberei,Eisen- und Kupfergeschirr-, so wie Papierfabrikation undHandel beschäftigen.
Baugkhalan ist der stark bevölkerte Hauptort der
ostindischen Insel Madura, auf der Westküste, mit kleinemHasen, aber beträchtlichem Handel.
Bangkok, die Hauptstadt und Haupthandelsplatzdes Königreiches Siam in Hinter-Jndien, liegt ohngesähr20 engl. M. von dem Meere, an beiden Seiten des FlussesMenam, hauptsächlich aber an dessen linkem oder östlichemUfer, 13° 30- n. Br. 98° 38- ö. L. Paris. Der Menamergießt sich fast in die Mitte des Meerbusens von Siam,und bei seiner Mündung befindet sich eine Barre, die größ-tentheils aus einer 10 engl. M. breiten Schlammuntiefebesteht. Der äußere Rand dieser Untiefe, welcher wenigmehr als 200 Parks breit ist, ist sandig und von härternMaterialien als der innere Theil, der so weich ist, daß einSchiff, welches während der Ebbe darauf läuft, oft 3 Fußtief in den Schlamm und Lehm einsinkt, die es aufrecht hal-ten, so daß es wenig Unannehmlichkeiten spürt. Der höchsteWafferstand auf der Barre des Menam vom Februar bisSeptember beträgt etwa 13-/2 Fuß und in den übrigen vierMonaten etwas mehr als 14 F., — ein Unterschied, derwahrscheinlich von der Anhäufung des Wassers an dem Ein-gänge der Bai nach dem südwestlichen Munsun und durchdie gewaltigen Fluthen in der Regenzeit hervorgebrachtwird. Wegen der geringen Tiefe des Wassers auf der Barresollten die nach Bangkok gesandten Schiffe nicht mehr als200 bis 230 Tonnen Last haben. I» jeder andern Hinsichtist der Fluß außerordentlich sicher und bequem. Kaum ge-langt man an die Mündung, so wird er allmälig tiefer undzu Paknam, 2 engl. M. weiter aufwärts, hat man 6 bis 7Klaftern Wasser. Die Tiefe nimmt zu, je weiter man hin-auf kommt und zu Bangkok beträgt sie nicht weniger als9 Klaftern. Die einzige Gefahr ist oder war vielmehr eineSandbank auf der Höhe von Paknam, die bei niedrigemWasserstande sichtbar wurde; aber in der neuern Zeit istdarauf ein kleines Fort oder eine Batterie angelegt worden,wodurch die Seefahrer ein sicheres Wahrzeichen erhaltenhaben. Das Flußbett ist so gleich tief, daß ein Schiff vonder einen Seite zur andern fahren und so nahe an die Uferkommen kann, daß seine Rasen buchstäblich über denselbenhängen. Die Fahrt soll gleich sicher bis zu der ehemaligenHauptstadt Puthia hinauf sein, welche 80 M. von der Fluß-mündung liegt.
Die Stadt Bangkok erstreckt sich an den Ufern desMenam ohngefährL'/z engl. M. weit hin, ist aber nicht sehrbreit, wahrscheinlich nicht über l'/z M. Am linken Uferläuft eine lange Straße oder Reihe schwimmender Häuserhin, und jedes Haus oder jeder Kaufmannsladcn, gewöhn-lich beides zugleich, besteht in einem besondern Fahrzeuge,das an jedem Orte am Ufer angelegt werden kann. Außerdem Hauptstrome, der bei der Stadt ohngefähr eine >/. M.breit ist, wird das Land von einer großen Menge Flüsse undKanäle durchschnitten, so daß in Bangkok fast alle Kommu-nikation zu Wasser stattfindet. Die Einwohnerzahl wirdauf 30,000 oder 60,000, jassogar über 100,000 angegeben,davon die Hälfte chinesische Ansiedler sind.
Man schätzt den Flächeninhalt des Königreichs Siamzu 190,000 englischen Quadrat-Meilen und die Bevölke-rung zu nur 2,790,300 Seelen, die hauptsächlich indem reichen Thal des Menam wohnen. Von der ganzenBevölkerung mögen nicht weniger als 440,000 Chinesen