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Erster Band. A - G.
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Bank

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Bank

Tabelle über den Zettel-Umlauf, den Münz-behalt und das Disconto-Wesen der Schlesw.Holst. Bank, von 1788 bis 1812.

Jahr

Zettel-Umlauf

Münzbehalt.

Disconto-Be-

lauf

Species.

Species.

Species.

1788

196,604

196,600

—

1789

237,768

207,768

—

1790

611,260

448,508

174,434

1791

605,240

437,740

181,121

1792

649,612

465,612

194,362

1793

811,408

881,908

246,710

1794

1,326,468

849,968

504,119

1795

1,472,228

943,428

556,940

1796

1,672,280

1,071,480

633,330

1797

1,819,576

1,162,276

684,233

1798

1,917,640

1,213,640

721,266

1799

1,467,400

766,300

706,549

1800

1,667,804

937,861

726,846

1801

1,671,300

939,000

731,655

1802

1,761,600

1,072,000

720,867

1803

1,402,360

890,924

608,790

1804

2,072,444

1,156,344

961,477

1808

2,221,200

1,246,600

983,610

1806

1,813,408

1,038,908

788,134

1807

2,124,240

1,177,924

943,084

1808

1,999,900

1,112,000

898,736

1809

892,588

401,196

521,889

1810

1,328,360

742,360

620,312

1811

693,876

194,076

519,110

1812

719,960

284,660

437,133

Damals bestand zu Alton« auch ein Leih-Institut,das ebenfalls Zettclgeld ausgab. Seit dem Jahr 1802waren es 8 Reichsthalerzettel, und seit einer Verordnungvon, 19. Dccbr. 1810 zinsentragcnde Assignationen zumBelauf von 1,200,000 Rthlr. Curant. Bei der Auflösungdes Leih-Jnstituts zugleich mit der Bank wurden die Fünf-thaler-Iettel mit 8 Rbthlr. Zetteln eingelöst.

Zur Ablösung war bis in die neueste Zeit ein schles-wig-holstcinisches Bank-Institut in Alton« thätig. AmEnde des Jahres 1814 betrug dessen Schuld an die Bankin Kopenhagen noch 848,308 Rbthlr. 32 Schilt., so daßdie Bankhaft im I. 1848 etwa 8 bis 6 Proc., also ohnge»fähr 073680 Rbthlr. betragen wirk. Uebrigens steht dasInstitut in Liquidation, und wegen der bestrittenen olden-burger und augustusburgcr Bankhaften von 366,129 Rbthlr.14 Schill. ist bestimmt worden, daß dieselben von der Natio-»albank in Kopenhagen als Zahlung angenommen werden.

In der neuesten Zeit hat man Concession für einefehle swig-holsteinische Landesbank zu erhaltengesucht; dieselbe ist jedoch (1846) verweigert worden. Diesist aber natürlich, weil zu Flensburg eine Filialbank vonder Bank in Kopenhagen besteht, die durch jene Concessionbeeinträchtigt werden würde. Uebrigens erkennt man eine»Zwiespalt zwischen Schleswig-Holstein und dem eigentliche»Dänemark auch in der neuesten Verordnung der schleswig-holsteinischen Regierung auf Gottorp (1840, Juli), daß dassogenannte schleswig-holsteinische Bankgeschäft zu Flcns-burg für seine Wechsel-Blankcts das schleswig-holsteinischeWappcnstempel nicht mehr brauchen dürfe.

Flensburg, Stadt in Schleswig, besitzt eine Filial-bank der Nationalbank zu Kopenhagen.

Kopenhagen. Hier entstand unter dem KönigeChristian dem Sechsten eine Assignation-, Wechsel- undLeihbank, später gewöhnlich Curant-Bank genannt. Siewar ursprünglich eine Privatanstalt, auf 1000 Actiena 300 Rthlr. mit 300,000 Rthlr. Curant Kapital gegrün-det, die, von der Regierung durchaus unabhängig, durchdie Octroi (Freibrief) vom 29. Oktober 1736 auf 40Jahre, so wie durch das Reglement vom 3. November1736 ausgedehnte Rechte nebst der Erlaubniß, einlös-liche Bankzettel auszugeben, erhielt. In der Verordnungheißt es ausdrücklich, daß „alles in unbeschränkter Weiseden Interessenten selbst überlassen werde, wie sie sich ambesten rücksichtlich der Beschlüsse und Bedingungen würdeneinigen können, und nie soll ein Eingriff geschehen, eben sowenig solche Ansinnen oder gar Veranstaltungen, die denSchaden der Bank und das Schwanken oder gar Beeinträch-tigen des Kredits bezwecken könnten." Die erste Admini-stration, in einer Generalversammlung der Actionäre am23. Dccbr. 1736 gewählt, bestand aus sieben Direktoren,davon zwei Gcsetzkundige und fünf Kaufleute waren, mitfestem jährlichen Gehalt. Die Eröffnung der Bank geschahim März 1737.

Die Hoffnung, welche man von der Errichtung undEröffnung dieser Bank bei dem in Dänemark täglich fühl-barer werdenden Mangel an Cirkulationsmitteln für För-derung und Erweiterung des Handels hegte, wurde nichtganz erfüllt. Theils fehlte der Direktion die nöthige Kennt-niß und Erfahrung, theils auch wurde die ganze Grundlagedes Instituts dadurch erschüttert, daß die Regierung nacheinigen Jahren gegen ihre Zusicherung der Unabhängigkeitder Bank sich Eingriffe gegen deren Rechte erlaubte. Dieswar um so gefährlicher, als die Bank ihre Thätigkeit nichtmit dem vollen Bankkapital, sondern nur mit 223,000Rthlr. begann, und die Direktion im Darleihengeben unbe-schränkt verfuhr. So hatten von ihr nach und nach dieTuchfabrik 132,000 Rthlr., das Salzwcrk auf Christians-hafcn 30,000 Thlr., bedeutende Summen auch die islän-dische und die westindische Kompagnie, das Ockonomie- undKommerz-Kollegium, so wie die Direktoren selbst erhalten.Aus persönlichen Rücksichten wurde von diesen Summenkeine Rückzahlung verlangt. Dagegen sollte nun der Be-schluß der General-Versammlung vom 14. April 1741 hel-fen, die Darleihen nicht über eine Million Rthlr. zu ver-mehre». Indessen wurVc dieser Beschluß schon wieder durcheinen anderen der Kommissare vom 26. Juni 1742 aufge-hoben und die Darleihen vermehrt, z. B. an das See-hospital. Dies überstieg die Kräfte der Bank. Der Ge-winn vermehrte sich zwar; jedoch war derselbe nur eben einscheinbarer oder doch ein der Bank nachtheiliger, indem derBank dabei Baarschaft fehlte, und sie dieselbe auf Wechselund Kassenanweisungen, so wie durch Cursgcschäfte vonHamburg sich verschaffte. Ueber diese Geschäfte wurden ge-heime Bücher gehalten. Die Ausstände blieben uneinge-fordert. Im I. 1744 wurde auch ein Blanko-Krcdit von100,000 Rthlr. Curant bei einem londoner Handlungshauseabgenutzt. So lange die Bank einen guten Kredit genoß,