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Erster Band. A - G.
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und überhaupt als Darleihen, in:

Dänemark Norwegen

1803 3,512,873 Lhlr. 1,024,800 Lhlr.

1804 5,730,130 - 1,167,393 -

1803 6,084,475 - 1,242,858 -

1806 6,653,500 - 1,477,530 -

1807 6,462,175 - 1,355,130 -

Der Curs stand:

1793 hamb. Ranko . . . 137 Species —

1794

- -

. 121-/2

-

126-/2

1795

- -

121

— 120'/.

-

123-/2

1796

- -

ILO'/z

- 122-/,

-

126

1797

- -

122l/z

— 123-/2

-

128-/2

1798

- -

123-/2

— 123

-

123-/2

1799 bis Juli -

123

-

123-/.

- Sept. -

126-/2

-

126-/«

- Oktbr. -

128

-

126-/2

- Nov. -

131

-

—

Die Handelskrisis ging 1800 vorüber und der Han-delsverkehr belebte sich wieder und der Curs stieg. Derselbefiel aber, als nach dem Frieden von Amiens DänemarksHandel abnahm, auf 146 Proc., stieg jedoch, als mit der Er-nennung des Krieges 1803 Handel und Schifffahrt wiederauflebten. So stand er 1803 bis 1804 auf 143 Proc., 1806auf 139-/2 bis 133 Proc., bis er bei der Annäherung desKriegsgetümmels auf 152 Proc. vorübergehend fiel und inFolge des sehr vortheilhaften Produktenhandels nach Preu-ßen wieder auf 140 Proc. sank.

Das Geldwesen des Königreichs Dänemark war durchwillkürliches Schalten mit dem Zettelgelde so verwickelt ge-worden , daß es damit hier endlich ebenso kommen mußte,wie in Frankreich mit den berüchtigten Geldzetteln, näm-lich, daß es allen Kredit und Nennwerth verlor, als dasUnglücksjahr 1807 mit allen seinen wiederwärtigen äußerenVerhältnissen eintrat. An eine Einheit im Geldwesen warnicht im mindesten zu denken, obschon die Finanzen alleGeldleihanstalten für sich in Anspruch genommen hattenund dadurch alle mit einander in gegenseitige Verhältnissegekommen waren. Unter diesen Umständen ist es nothwen-dig, den Blick auch auf die übrigen Geldleihanstalten desKönigreichs zu wenden. Die Zettel der schon erwähnten(s. Alton«) fehle sw.-h olstein. Bank haltenden größ-ten Kredit, weil auf dieses Institut die Staatsfinanzen amwenigsten Einfluß übten. Daneben cirkulirte eine andere ArtPapiergeld, nämlich die Zettel des Leih-Jnstituts inSchleswig-Holstein, welche ebenfalls im Kredit stan-den , weil sie auf Begehr mit Silber eingelöst wurden. Die-ses Institut gab Darleihen auf festes Eigenthum, königl.Obligationen, Actien rc., machte aber auch Anleihen.Seine Zettel waren Kreditbriefe von 5 Proc. schleswig-holsteinisches Curant auf den Inhaber ausgestellt und aufdie im Institut deponirten Fonds, Pfänder und andereSicherheiten gegründet. Nach der Verordnung vom 23.Okt.1801 war das Institut der Deposito-Kasse untergeordnetund in zwei Administrationen, eine in Alton«, die anderein Kiel, mit besonderen Geschäften getheilt. Die erste Ad-ministration führte die Hauptrechnung und machte die Ba-lance, nahm die baaren Fonds in Verwahrung, realisirte die

vorgezeigten Zettel, verzinste und löste ein die nur von die-ser Administration auszugebenden Obligationen des Leih-instituts; die andere Administration in Kiel machte alleDarleihen des Instituts an Kommunen, öffentliche Verwal-tungsbehörden und Privatpersonen, besorgte die Hebungder Zinsen und die Rückzahlung der Außenstände. Der Ge-winn floß in die Finanzkasse. An Zetteln dieses Institutscirkulirten:

1804: 669,000 Rthlr. Sp. Cur.

1805: 1,198,000 - — —

1806: 1,003,000 - — —

1807: 1,087,000 - — —

1813: 360,000 Species.

und im letzten Jahr beliefen sich die Darleihen auf1,200,000 Rthlr.

Seit dem I. 1807 setzte die Staatskasse, nach einerVerordnung vom 9. Jan. 1807, die sogenannten Schatz-kammerzettel zu 2-/2 Rthlr. schleswig-holstein. Curantin Umlauf. Diese waren nicht fundirt, ihre Menge nichtgroß, aber sie cirkulirten neben den anderen Zetteln imSilberwerth.

Eine Anstalt der Staatsfinanzen und unmittelbar vondem Finanzminister abhängig, war das Banco.- Contor.Durch dasselbe konnte der Finanzministcr für den Augen-blick sich so viel baares Geld verschaffen, als er gerade be-durfte. Die Geschäfte wurden vermittelst Wechseln undAnweisungen abgemacht und damit alle auswärtige Zahlun-gen an die dänischen Minister an fremden Höfen u. a. ge-leistet. Es bestanden zwei solcher Anstalten, eine in Alton«,die andere in Kopenhagen. Wenn nun die Wechsel fälligwurden, so mußte der Minister dafür sorgen, daß die nöthi-gen Gelder von der rendsburger Zahlkasse nach Altona ge-sendet wurden. Reichte der Kassenbestand dazu nicht aus,so ließ der Minister von dem kopenhagener Banco-Comtoiran der kopenhagener Börse Wechsel auf das Ausland kau-fen; hatte dies Banco-Comtoir nicht Bankzettel genug zumWechselkauf, so öffnete der Minister demselben einstweiligenKredit bei der alten Curant-Bank. Auch konnten sich diebeiden Banco-Comtoire durch gegenseitigen Wcchselumsatzauf Kopenhagen und Altona helfen. Außerdem standendem Minister für diese Operationen die Fischerei-Handlungin Altona und die westindische Liquidations-Kommission zuGebote.

Offenbar war hierdurch dem finanziellen Treiben einLabyrinth mit seinen Jrrgängen geöffnet; eben so dem Miß-brauch auf anderen Seiten. So z. B. lieh dieDep osito -kasse auf Staatspapiere und Actien, und die Actionäreder Speciesbank erhielten hier auf ihre Actien Geld zu4 Proc., während sie eine Dividende von 6 Proc. bezogen.Wollte man in diesen verwickelten Verhältnissen dem Geld-und Bankwesen Festigkeit geben, so mußte es zuerst ver-einfacht und dann die Zettelmasse vermindert werden. Bei-des geschah nicht, während die Staatsfinanzen den Grund-satz festhielten, mit allen jenen Cirkulationsanstalten inVerbindung zu stehen und dieselben vermittelst großer An-leihen bei ihnen und vermittelst eines Wcchselverkehrs nebstCursoperationen in der Gewalt zu haben. Die Staatskunstübersah indessen, daß in dieser gegenseitige» Abhängigkeit