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Erster Band. A - G.
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Bank

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Bank

dem Werke: Not Novell er» clareroter van äen Heer IonI.»vv etc., Nit autonliclre 6cäenlescbriktoll roineirzestolrl, rioor6. p. 8. Xmsteräom, 1722, 413 Seiten; und auch indem bekannten Conversationslexicon befindet sich unter derRubrik: „llrnv" eine schätzbare, wenn auch nur ganz kurzeUebersicht. — Im Februar 1721 nahm die so schrecklich ge-mißbrauchte Bank ein trauriges Ende. — Nachher sindzwar wieder Einrichtungen getroffen worden, um des Nutzens,welchen gut eingerichtete Banken den Geschäftsleuten gewäh-ren können, theilhaft zu werden; man mußte aber damitsehr behutsam gehen, und selbst der Name „Bank" wurdedabei möglichst vermieden, bis in die neueste Zeit.— ImJahre 1776 ward in Paris von einer Handelsgesellschafteine sogenannte Discontocasse (Luissc rie Lompics-courants) mit einem Kapital von 171/2 Millionen Livresangelegt und vom Könige privilegirt. Sie discontirteWechsel (zu 4 Proc. in Friedens - und 4>/s Proc. in Kriegs-zeiten), trieb den Handel mit Gold und Silber und gab fürdie bei ihr niedergelegten Gelder den vollen Werth in Bank-noten, hier aber llillots äo Laisoc oder Kassenbilletsgenannt, welche zu jeder Zeit zahlbar an den Inhaberwaren. Man nannte diese Noten in Paris auch gewöhnlichlüllots noirs er rouges. Anfangs hatten diese Kassenscheineguten Kredit und waren stark im Umlauf; aber die Com-pagnie ließ solche Scheine in so bedeutender Anzahl ausge-ben, daß die Disconto-Kaffe große Erschütterungen litt unddie Regierung ihr dadurch zur Hülfe kam, daß die unwei-gerliche Annahme ihrer Kassenzettel in Paris und in denköniglichen Kassen auf eine kurze Zeit vom Könige anbefoh-len ward. Diese Zettel waren von 206, 300, 600 und1000 Livres. Zwar kam nun diese Bank oder Disconto-Kaffe empor, aber zum Theil nur mittelst des Actienspieles,welches in damaliger Zeit in Paris sehr weit getrieben undseit Errichtung dieser Anstalt allgemein geworden war.Nachdem endlich, zufolge einer Verordnung des Conseils im1.1787 das Kapital der Disconto-Kaffe auf 100 MillionenLivres vermehrt worden war, wovon 70 Mill. im königl.Schatze und 30 Millionen in der Kasse selbst niedergelegtwurden, um immer in Vorrath zu sein, hob sich das Ver-trauen neuerdings, bis der Schlund der Revolution auchdieser Anstalt neue Verlegenheit bereitete, welche aber dochbis zur Errichtung der neuen Bank sich erhalten hat. Siewar in die Gewalt der Regierung durch Anleihen ge-rathen, wie die alte Bank von Amsterdam, Kopenha-gen u. a.; denn im I. 1789 schuldete die Regierung derDisconto-Kaffe 170 Millionen und war ihr einziger Schuld-ner. Die Regierung zahlte ihre Schuld durch Assignatenzurück, die ihren Werth verloren, und so mußte die Kasseim I. 1800 liquideren. Nun entstand durch die Vereini-gung von Privatpersonen, meist Fabrikanten, das Han-dels-Comtor, Lomptoir conuncrciol, um die Geschäftezu erleichtern. Dies geschah am 1. Vcnwsc VIII. (20. Febr.1800). Das Gesellschaftskapital war durch 30,000 Actienü 1000 Frcs. zusammengebracht. Napoleon, damals ersterConsul, hob indessen sämmtliche Privat-Zettelbanken inParis im I. 1803, 14. April (24. Corminol XI.) auf undzündete die Bank von Frankreich.

Die eigentliche Gründung der llonguo äe kronce ge-schah am 22, Sept. 1803. Die Dauer der Bank wurde

auf 18 Jahre, bis 1818, und das ursprüngliche Kapitalauf 43 Millionen Frcs. festgesetzt, das durch 43,000 Actienö 1000 Frcs. zusammengebracht werden sollte. Mit dieserBestimmung wurde der Bank auch zugleich das Privilegiumertheilt, Roten an den Inhaber zu jeder Zeit gegen baarGeld zahlbar, Oillols au porteur, auszugeben; der Regie-rung und Privatpersonen, gegen angemessene Sicherheitund billige Zinsen, Vorschüsse zu machen, auf Unterpfandvon Gold, Silber und Diamanten zu leihen, wobei sie fürdie Aufbewahrung solcher Gegenstände, für einen Zeitraumvon 6 Monaten >/, Proc. des abgeschätzten Werthes berech-nete; die Einnahme öffentlicher und Privatgefälle zu über-nehmen, und auf den Betrag solcher Einnahmen Zahlungs-anweisungen auf sich auszustellen; ferner Depositengelderaller Art, gegen die Vergütung von >/s Proc. des Werthesfür die Frist von 6 Monaten, in Verwahrung zu nehmen;die Baarschaft öffentlicher Kassen und Anstalten, wie vonPrivatpersonen, gegen näher zu bedingende Verzinsung auf-zunehmen und zu benutzen; Wechsel und andere, auf Ordrelautende, solide Papiere, welche jedoch nicht über 3 Monatezu laufen haben und mit der Unterschrift (Sicherstellungoder Vcrbürgung) von 3, der Bank als ganz solid bekann-ten Personen versehen sind, zu disc 0 ntiren. Die innereVerwaltung dieses Instituts wurde zweckmäßig eingerichtetund dabei festgestellt, daß die Dividende des nächsten Jahres(1804) den Belauf von 8 Proc. nicht übersteigen, der über-schießende Gewinn dagegen in dem öffentlichen Schulden-fonds angelegt und als Reserve-Kapital verbleiben sollte.Wirklich war auch das Ergebniß nach Ablauf des erstenJahres so günstig für die Bank, daß sie nicht nur die Divi-dende von 8 Proc. auszahlen, sonder» auch noch etwas zumReserve-Fonds aufbewahren konnte, und im darauf fol-genden Jahre hatte sich ihr Gewinn um beinahe >/2 Mill.vermehrt. Der Reserve-Fonds soll,in der Regel '/z Abzugvom jährlichen Gewinn ausmachen. — Dies steigende Glückfand aber schon in 1803 durch eignen Mißbrauch Beschrän-kung, indem der Staat zur Führung des Krieges gegenOesterreich die Bankgelder in Anspruch nahm, und zur Ver-größerung seiner Geldmittel eine so unvcrhältnißmäßiggroße Anzahl von Banknoten ausgeben ließ, daß das Publi-kum an der Zahlungsfähigkeit der Bank zu zweifeln anfing,was nach und nach durch Einforderung von Metallmünzegegen Banknoten so sehr hervortrat, daß sich die Verwal-tung in die größte Verlegenheit gesetzt sah und die Auszah-lung derselben endlich, 1806, ganz einstellen mußte. — Ei»bedeutendes Fallen ihrer Noten und der Sturz mancherGeschäftshäuser war, gepaart mit einem immer weiter grei-fenden Mißtrauen, die unausbleibliche Folge hiervon.

Doch der bald erfolgende, für Frankreich so glückliche,Abschluß des Prcßburger Friedens endete in Kurzem allediese Drangsale. — Die Regierung war dadurch in denStand gesetzt worden, alle von der Bank erhaltenen Vor-schüsse zurückzuzahlen, so daß auch die Bank Anfangs 1807im Stande war, ihre Noten wieder gegen baar Geld einzu-lösen. Nun erschien aber ein kaiserliches Dekret, wodurchdie Bankanstalt (1808) manche Abänderungen erfuhr, indemnicht nur, statt des bisherigen Central-Ausschuffes, einBank-Gouverneur, zugleich als Inhaber von 100 Actien,mit 60,000 Franken Gehalt, nebst 2 Unter-Gouverneuren,

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