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Erster Band. A - G.
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Bank

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800,000 Psd. St. zu beschränken, und theilten sogleich demMinister Pitt ihren Wunsch mit, er möge für das Jahrseine Maaßregeln so treffen, daß er nicht von einerferneren Unterstützung der Bankabhänge. Am11. Febr. 1786 wurde der Beschluß gefaßt, es sei die An-sicht der Versammlung der Direktoren, daß, wenn ein fer-nerer Geldvorschuß an den Kaiser von Deutschland oderirgend einen andern ausländischen Staat bei der Lage derDinge gemacht werde, die Bank von England höchst wahr-scheinlich gefährlich leiden müsse. Die Direktoren riechendemnach ernstlich von jeder solchen Maaßregel ab und pro-testirten feierlich gegen jede Verantwortlichkeit für die trau-rigen Folgen, welche sich herausstellen könnten. Trotz demwurden neue Vorschüsse an die Verbündeten Englandsgemacht und die Bank sollte aushelfen. Zu Ende desJahres 1796 und zu Anfang von 1797 hegte man großeBesorgnisse vor einem feindlichen Einfalle in das Land undes ergingen Gerüchte, daß bereits Landungen an der Küstegemacht worden wären. Fn Folge der so erregten Besorg-nisse eilte alles mit den Noten zu den Provinzialbanken inden verschiedenen Theilen des Landes und als einige dersel-ben ihre Zahlungen einstellten, wurde der Schrecken allge-mein und dehnte sich auch auf London aus. Von allenSeiten verlangte man baares Geld von der Bank und am28. Febr. 1797 hatte sie nur 1,272,000 Pfd. St. Münzeund Barren in ihren Kassen mit der Aussicht, am nächstenMontage um Geld wirklich bestürmt zu werden. In dieserNoth erschien ein Geheimrathsbefehl, welcher den Direkto-ren der Bank untersagte, ihre Noten baar zu bezahlen, bisdie Meinung des Parlamentes hierüber vernommen wordensei. Nachdem das Parlament versammelt war und dieMaaßregel reiflich erörtert worden war', kam man überein,die Beschränkung der Baarzahlung auf sechs Monate nachder Unterzeichnung des allgemeinen Friedens hinauszu-rücken. Dies ist die sogenannte Eremtions- oder Re-strictions-Acte, die eigentlich die vorhandene Insol-venz der Bank von England anerkannte.

Bald nach dem Erscheinen jenes Befehles des königl.Geheimen Rathes wurde eine Versammlung der vorzüg-lichsten Bankiers, Kauf- und Handelsleute rc. der Haupt-stadt in dem Rathhause gehalten und ein Beschluß gefaßt,wodurch sich die Anwesenden verpflichteten, wie 1748 inallem Verkehre Banknoten anzunehmen, und sich zu be-mühen, daß sie überall angenommen würden. Dadurchallein wurde den nachtheiligen Folgen der Zahlungsunfä-higkeit der Bank vorgebeugt, und der Kredit blieb unver-sehrt. Indessen nannte Sir Robert Peel noch im Jahr1844 jene Acte „eine verhängnißvolle Maaßregel."

Da das Parlament eben versammelt war, so wurdesogleich ein Ausschuß zur Prüfung der Bankangelegenheitenernannt und der Bericht desselben schlug vollends alle Zwei-fel über die Zahlungsfähigkeit dieser Anstalt dadurch nieder,daß er zeigte, als der Befehl des Geheimen Rathes erschie-nen sei, habe die Bank nach Abzug aller Forderungen andieselbe ein Eigenthum von 18,813,690 Pfd. St. besessen.Bis in das Jahr 1800 galten die Banknoten dem Goldegleich, obschon deren Masse seit 1797 von zehn bis auf fünf-zehn Millionen vermehrt worden waren. Anders gestaltetesich das Verhältniß des Werthes der Bankzettel, als 1801

und 1802 Theuerung des Getreides eintrat, und 1801 für8 Millionen und 1802 sogar für 12 Millionen Pfd St. Ge-treide eingeführt werden mußte, das nur mit baarem Geldebezahlt werden konnte. Doch sank der Werth des Zettel-geldes, obgleich 1800 durchschnittlich nur 13 Millionen,1802 am 26. Februar 13,438,876 und am 26. August16,887,814 Pfd. St. Bankzettel im Umlauf waren. Diegute Ernte des Jahres 1803 drückte das Diskonts derBankzettel wieder herab, wie es bis 1809 blieb. So wirkteder Ausfall der Ernte in England stets auf das Discontoder Bankzcttel.

Zur Zeit als die Beschränkungsacte im Jahre 1797erging, bestanden vielleicht 280 Landbanken; diese Anstaltenvermehrten sich aber so schnell, daß sie im Jahre 1813 be-reits auf 900 gestiegen waren. Die Getreidepreise warenwegen mehrfacher Ursachen in den mit 1813 endenden fünfJahren auf eine außerordentliche Höhe hinaufgegangen.Da aber die Ernte in diesem Jahre ungewöhnlich reichlichausfiel und der Verkehr mit dem Continente erneuert wurde,so siel der Preis zu Ende des Jahres 1813 und im Anfangevon 1814 sehr bedeutend. Dieses Sinken des Preises rui-nirte eine große Anzahl von Pächtern, erzeugte einen unge-meinen Mangel an Vertrauen, und die Noten der Provin-zialbanken sanken so sehr, wie es kaum ein anderes Beispielgeben mag. In den Jahren 1814, 1813 und 1816 stelltennicht weniger als 240 Landbanken ihre Zahlungen ein.

Nachdem auf so gewaltsame und schnelle Weise die Mengeder Landbanknoten redueirt und die Cirkulation der Rote» derBank von England erweitert worden war, stiegen dieselben1817 so, daß sie fast al pari mit dem Golde standen. Sowar die Wiedereinführung der baaren Zahlung erleichtertund durch 59 Georg III. c. 78, gewöhnlich Peels Acte ge-nannt, wurde bestimmt, daß jene Zahlung 1823 wieder be-ginnen sollte. Die Direktoren fingen indeß bereits am1. Mai 1821 an, die Banknoten auf Verlangen baar ein-zulösen.

Die so oft wiederkehrenden Mißverhältnisse der Ban-ken in England, von denen auch die mächtige Bank vonEngland stets sehr hart und gefährlich getroffen wurde, be-wogen die Theoretiker zu mancherlei Fragen über die Bank-verhältnisse. Namentlich wurde die von Thornton mitEntschiedenheit ausgesprochene Behauptung für die Bank-verwaltungen wichtig, daß durch die Bankzettel das baareGeld aus dem Lande gedrängt würde, und daß deshalb dieBanken die Wechselkurse, weil dieselben den Zufluß undAbfluß des baaren Geldes anzeigten, als Messer für dieMenge ihrer cirkulirendcn Zettel betrachten sollten. Sounwahr jene Behauptung an sich ist, weil die Zettel ja alsKreditwaare das baare Geld nur vertreten, ohne jedochselbst Geld zu sein, weshalb dasselbe auch bei den Ausgabenfür Bedürfnisse aus dem Auslande nicht durch Zettel voll-kommen ersetzt werden kann, — so sahen sich dennoch dieDirektoren der Bank von England im Jahr 1819 am23. März genöthigt, gegen jene Behauptung einen förm-lichen Beschluß zu fassen und denselben dem Parlamentzu übergeben. Dieser Beschluß heißt: „Das Direktoriumder Bank von England kann nicht umhin, eine Meinungzu beachten, die von einigen hartnäckig behauptet wird,

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