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der Wiederkehr so schweren Unglücks in der Zukunft vorzu-beugen? Ich will mich über Actien-Banken mit aller Ach-tung aussprechen, denn ich weiß, daß dieselben in so mancherBeziehung große Dienste geleistet haben; indessen ist docheine dringende Pflicht der Gesetzgebung, Vorsichtsmaaßre-geln gegen eine Wiederkehr ihrer Mißbräuche zu treffen."Loyd machte in seinen Iwtter w Kr. Sinstb ok dluncbestor denBorschlag: „Man trenne die Verwaltung des Zettelum-laufs, d. h. die Macht, Geld zu schaffen, von dem Bank-geschäft; man übertrage jene Macht einer besonderen Kör-perschaft; man lasse deren Maaßregeln im Betreff diesesGegenstandes unbedingt öffentlich sein; man verhindere, daßsich dem, der Geld schafft, die Geldborger, die Regierungund der Handelsstand, mit ihren gefährlichen und verfüh-rerischen Einflüssen nahen, sondern sende diese nur dahin,wo ihr Begehr befriedigt wird, nämlich zu den Geldausge-bern, zu den Banken." Dieser Borschlag wurde in denParlamentsverhandlungen in seinen wesentlichen Theilenangenommen. Die betreffende Acte darüber erhielt, nach-dem sie durch beide Häuser gegangen war, am 19. Juli184! die königliche Genehmigung. Danach wurde der Ver-waltungsrath der Bank von England in zwei Aemter ge-theilt, von denen das eine ausschließlich die Aettelausgabe,das andere ausschließlich die Bankgeschäfte zu besorgen hat.Ebenso müssen nach diesem Gesetz alle übrigen Banken Eng-lands, Schottlands und Irlands, welche Bankzettel aus-geben, die nach Sicht zahlbar sind, jene Trennung in ihremGeschäftskreise machen, ihre Rechnung sowohl über ihrenZettelumlauf als ihren Bankverkchr überhaupt wöchentlichveröffentlichen. Der erste Theil dieser Rechnung muß zeigen,daß die betreffende Bank das ihr nach dem Umlauf derBankzettel in den letzten zwei Jahren bestimmtes Verhält-niß der Zettelausgabe nicht überschritten hat und daß siefür die etwa geschehene Mehrausgabe der Zettel die nöthigeBaarschaft besitze. Dadurch wurde auch die Bank von Eng-land in der Zettelausgabe beschränkt. Dies Gesetz betrafnur diejenigen Banken, die eigene Banknoten auf Sichtausgaben. Diejenigen, welche auf dies Recht verzichteten,traf zwar jenes neue Bankgesetz nicht, sie verloren jedochdas Recht, Banknoten auszugeben, für immer.
Im Januar 1843 waren, außer der Bank von Eng-land in England und Wales 199 Privatbanken zur Aus-gabe von 3,911,097 Pfd. St. Noten und 71 Banken mitvereinigten Fonds zu 3,477,321 Pfd. St. Noten ermächtigt;aber nach dem Erscheinen des Gesetzes verzichteten auf ihrRecht folgende neun Banken:
Bristol old Bank (BaillieAmes u. Comp.) 89,349 Pfd. St.Wrekham und Nord - Wales - Bank
(R. M. Lloyd). 4464 -
Oxford-University-Bank(J.Lochu.Comp.) 13,703 -
Staines-Bank (F. Ashlev u. Comp.. . 9244 -
Bishop Waltham u. Hampshirc-Bank . 1993 -
Cambridge-Ba»k(M.M.Humphrcy u.Son) 2613 -
- - (Fischer u. Son) . . 8733 -
Margate-Bank (Cobb u. Comp.) . . 9996 -
Western-Distrikt-Bank.18,123 -
Ueber die Provi»zial- und Privatbanken s. imFolgenden den besondern Abschnitt.
2. Getreidepreis im Verhältniß zum Bank-geschäft.
In Großbritannien zeugen alle Thatsachen dafür, daßder Stand des Bankgeschäfts eng mit dem Getreidepreisezusammenhängt. Wirken auch andere widerwärtige Ver-hältnisse auf den Gang des Handels und der Bankgeschäfteein, so waren es doch vorzugsweise schlechte Ernten inGroßbritannien. Diese Erscheinung ist hier eine sehr na-türliche, während dieselbe in anderen Ländern keinen solchenEinfluß übt. Englands ausgebreiteter Handel führt näm-lich nach allen Gegenden mehr Waaren seiner Fabriken aus,als er aus diesen Gegenden wieder Produkte nach Englandeinführt. Ausgenommen davon sind Baumwolle, dieEngland für seine Manufakturen aus den Vereinigten-Staaten bedarf, und Getreide, das eingeführt werdenmuß, besonders nach Mißernten in sehr großer Menge.Der Abfluß des Geldes für die Baumwolle glich sich früherzum Vortheil Englands aus, bis die Vereinigten-Staatendurch den Fall ihres Zettelgeldes gezwungen wurden, ihrenVortheil, Englands Einfuhr gegenüber, scharf ins Auge zufassen und dem Uebermaaß dieser Einfuhr vorzubeugen. DieVercinigten-Staatcn erhöhten nicht nur den Einfuhrzoll,sondern derselbe mußte jetzt auch baar erlegt werden, wäh-rend er früher in 6-bis 9monatlichen Wechseln bezahltwurde. Auf diese Weise floß das baare Geld in Millionenaus England nach Nord-Amerika und der Wechselkursstellte sich für England sehr ungünstig.
Da England im Verhältniß zu seinem starken Ver-brauch von Getreide nicht selbst genug erzeugt, umauch Mißernten ertragen zu können, ohne daß großeRoth im Volk entstünde, so bedarf es einer beträchtlichenEinfuhr von Getreide. Bei der eingeführten Baumwollewird durch deren Verarbeitung gewonnen, das eingeführteGetreide wird dagegen ohne weiteren Bortheil davon auf-gezehrt; kann nun auch Beides nur durch baares Geld ge-schafft werden, so ist doch das Getreide die nachtheiligsteEinfuhr. Dieses Verhältniß hat sich natürlich erst ausge-bildet, seitdem England ein industrieller und Handelsstaacgeworden ist und die starke Bevölkerung von dem Erwerbdurch Industrie und Handel abhängt. Mißräth also inEngland die Ernte und es muß Getreide eingeführt wer-den, so fließt dafür das baare Geld aus dem Lande, weildas Ausland sich mit Zetteln nicht abfinden läßt. Außerdemlitt England bis in die neueste Zeit in dieser Rücksicht nochdadurch, daß die Getreide-Einfuhr verboten war, bis derGetreidepreis eine gewisse Höhe erreicht hatte. Diese Maaß-regel war auf den Schutz des inländischen Ackerbaus be-rechnet, man übersah jedoch, daß dadurch der Gctreideprciszum Schaden des eigenen Volkes stets auf einer ansehnlichenHöhe erhalten wurde, und diese Höhe auch nachtheilig^aufden Arbeitslohn, — einHauptgegcnstand für das industrielleEngland und für die Konkurrenz, — einwirken muß. Theu-res Brod erzeugt Armuth und Noth im Volk, mögen dieReichen auch noch so große Schätze besitzen.
In allen diesen Verhältnissen liegen die Ursachen, wes-halb die schon längst von dem Parlamentsmitgliede Cobdc»beantragte Herabsetzung des Einfuhr-Zolls von Getreide imJahr 1846 unter dem Ministerium Sir Robert Peel's