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Erster Band. A - G.
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8. Vorschüsse der Bank an die Regierung.

Dieselben wurden auf den Ertrag der noch nicht erho-benen Steuern und die Verpfändung von Schatzkammer-scheinen gemacht und wechselten von 1792 bis 1810 zwischen

10 Will. bis 16 Will. Pfd. St. Die übrige Zeit des Krie-ges hindurch und bis zum Jahr 1820 betrugen sie nochein Bedeutendes mehr.

Im Jahre 1819 wurde die Vorkehrung zur Vermin-derung dieser Vorschüsse getroffen. Sie werden durch dieSchatzkammerscheine und die in den Händen der Bank be-findlichen Wechsel repräsentirt und der Durchschnittsbetragderselben, die während der 4 mit 1831 sich schließendenJahre in ihrem Besitze waren, belief sich 1828: 9,367,630Pfd. St., 1829: 8,661,020 Pfd. St., 1830: 8,783,730Pfd. St., 1831: 6,733,260 Pfd. St. (Anh. zum Berichteüber den Freibrief der Bank.)

9. Bilanz der öffentliche^ Gelder.

Ein beträchtlicher Theil dieser Vorschüsse war eigent-lich nur nominal, oder wurde durch die Bilanz der öffent-lichen Gelder, die sich im Besitze der Bank befanden, that-sächlich wieder ausgeglichen. So beließen-sich vom Jahr1806 bis 1810, beide eingerechnet, die Vorschüsse an dieRegierung im Durchschnitte auf14,492,970Pfd. St. Alleindie Durchschnittsbilanz der öffentlichen im Besitze der Banksich befindlichen Gelder betrug in derselben Periode etwa

11 Mill. Pfd. St., so daß der wirkliche Vorschuß nurder Differenz zwischen diesen beiden Summen oder etwa3,800,000 Pfd. St. gleich kam. Durch diese Angabe wirddie so allgemein und als unzweifelhaft angenommene Vor-aussetzung, daß die Bank durch die Restriktion zu einerbloßen, die Erleichterung ihrer Finanzoperationen bezwecken-den Regierungs-Maschine gemacht worden sei, vollständigwiderlegt. (Erster Brief an Lord Grenville p. 64). Dadie Bank auf diese Weise den größeren Theil der Bilanzender öffentlichen Gelder, die sich in ihrem Besitze befinden,als Kapital verwenden kann, so bildete dies eine der Haupt-guellen ihres Gewinnes, die sie aus ihrer Geschäftsverbin-dung mit dem Staate herleitete. Dieser Umstand wurdein dem zweiten Bericht des Unterhauscommittes über dieStaatsausgaben im I. 1807 besonders hervorgehoben. Indemselben Jahre wurde der Beschluß gefaßt, daß die Bank,in Betracht der aus der Bilanz der öffentlichen Gelder ent-sprungenen Vortheile, das der Regierung im I. 1800 auf6 Jahre unverzinslich dargeliehene Kapital von 3 MillionenPfd., unter denselben Bedingungen, noch 6 Monate nachder Unterzeichnung eines definitive» Friedensabschlusses,ihr überlassen solle. Im Jahr 1816 wurde diese Summemit den übrigen Forderungen der Bank an die Regierungvereinigt und zu 3 Proc. verzinst. Im I. 1818 hatte sichdiese Bilanz der öffentlichen Gelder bis auf 7 Mill. Pfd.vermindert und wurde noch weiter reduzirt; sie betrug ineinem Durchschnittsverhältnisse von 3 mit 1831 sich schlie-ßenden Jahren 4,187,870 Pfd. Ein Theil dieser Bilanzbesteht aus den an der Bank fälligen, aber nicht eingeforder-ten, Dividenden und hat bisweilen mehr als 1 Mill. betra-gen; jedoch in Folge der im I. 1808 und 1811 getroffenenAnordnungen wurde die aus diesem Fonds erwachsende Bi-lanz um ein Bedeutendes verringert,

l.

10. Verwaltung der Staatsschulden.

Vor dem Jahr 1786 erhielt die Bank für ihre Bemü-hungen bei Auszahlung der Dividenden, der Umschreibungder Actien w. eine Vergütung von 862 Pfd. 10 Schilt,pr. Million. Im Jahr 1786 wurde jedoch dieselbe auf430 Pfd. I>r. Million herabgesetzt, indem die Bank zu glei-cher Zeit durch eine beträchtliche Vergütung für ihre Müh-waltung bei Empfang der Zahlungen zu Anleihen, Lotterieninsofern entschädigt wurde. Obwohl man dieses lange alseine für den Staat sehr ungünstige Anordnung betrachtete,so bestand sie doch bis zum I. 1808, wo die Gratifikationfür die Geschäftsführung der Bank in Beziehung auf die600 Mill. Staatsschulden auf 340 Pfd. pr. Mill. und hin-sichtlich der diese Summe überschreitenden Gelder auf 300Pfd. pr. Million, mit Ausschluß jedoch einer besondern Pro-vision wegen Annuitäten insofern festgestellt wurde. Gleich-wohl war man noch immer der Meinung, daß diese Ver-gütung noch mehr herabgesetzt werden müsse und die Acte 3u. 4 Will. IV. c. 98 bei Erneuerung deß Freibriefes bestimmte,daß 120,000 Pfd. jährlich von ihrem Betrag abgezogenwerden sollen. Während des am 3. Jan. 1842 ablaufen-den Jahres erhielt die Bank für die Verwaltung der Staats-schuld und Annuitäten 160,282 Pfd. St. 12 sl>. 9>/z ä.

Man muß hierbei bemerken, daß bei Verwaltung derStaatsschulden auf der Bank eine große Verantwortlichkeitund schwere Ausgaben lasten. Die von dem Staate an dieBank a conto der aufgenommenen Anleihen, der fundirte»Schatzkammerscheine, der Uebertragung der 3>/2proc. Stocksgezahlte Summe betrug von 1793 bis 1820, beide Jahreeingerechnet, 426,739 Pfd. St. 1 ob. 11 6. (Parlamcnts-verhandlung Nr. 81. Sitz. 1822.)

11. Todte Schuld.

Außer den bereits aufgeführten Geschäften ging dieBank am 20. März 1823 hinsichtlich der StaatSpcnsioncnund Leibrenten, oder, wie sie gewöhnlich heißen, der todtenSchuld (lleoü evoiglu) eine Verbindlichkeit ein. Am Schlüssedes Krieges betrugen die Marine- und Militärpensionen,die verjährten Gratifikationen rc. jährlich 8 Millionen Pfd.Durch das Absterben der Betheiligte» hätten sie sich natür-lich allmälig vermindert und würden zuletzt ganz erloschensein; allein im Jahr 1822 faßte man den Beschluß, dieseSchuldenlast gleichmäßig über die ganze Periode von 43Jahren, binnen welcher Zeit anzunehmen war, daß diesePensionen aufhören würden, zu vertheilen. ' Um dieses in'sWerk zu setzen, wurde angenommen, daß, wenn die Regie-rung sich erböte, jährlich 2,800,000 Pfd. während der 48Jahre zu zahlen, sich Kapitalisten finden würden, welchenach einem im Voraus festgesetzten Verhältnisse den ganzenBetrag dieser Annuitäten in der Art ablösen würden, daßsie im ersten Jahr 4,900,000 Pfd. abtrügen und so allmäligbis zum 43. und letzten Jahre ihre Bezahlung verminder-ten, wo sich dann die Summe nur noch auf 300,000 Pfd.beliefe. Dieser Vorschlag wurde jedoch nicht angenommen,indem sich kein Kapitalist in ein so weit aussehendes Unter-nehmen einlassen wollte. Im I. 1823 aber ging die Bank,unter der Bedingung, daß sie jährlich, 48 Jahre hindurch,eine Summe von 888,740 Pfd. erhalte, darauf ein, vom

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