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Erster Band. A - G.
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8. April 1823 angefangen, a conto der Pensionen rc. zuverschiedenen, genau bezeichneten Perioden, zwischen denJahren 1823 und 1828, beide eingerechnet, die Summevon 13,089,419 Pfd. auszuzahlen. (4. Oeorg IV. c. 22.)

12. Disconto-Fuß.

Die Bank discontirte, von ihrer Gründung an biszum 1.1824, wo der Zins aus 4 Proc. herabgesetzt wurde,Wechsel von Privaten zu 3 Proc. Im I. 1823 wurde erauf 3 Proc. wieder erhöhet, allein vom 3. Juli 1827 bis21. Juli 1836 stand er 4 Proc.; vom 2t. Juli bis 1. Sept.4^/2 Proc.; vom 1. September 1836 bis 18. Febr. 1838:4 Proc.; vom 13. Febr. bis 16. Mai 1839 auf 3 Proc.;vom 16. Mai bis 20. Juni 1839 auf 8^/2 Proc.; vom 20.Juni bis 1. Aug. 6 Proc.; vom 1. Aug. 1839 bis 23. Jan.1840 auf 3 Proc. Vom 13. Okt. 1840 wurden die Wechselmit 68 Tagen Laufzeit, vom 3. Juni 1841 aber wiederauch die mit 93 Tagen Laufzeit discontirt, und seit dem7. April 1842 mit 4 Proc. Anfangs Oktober 1845 war dasDiscvnto 2^/2 Proc., Mitte Nov. wieder 3>/2 Proc. Mankann allerdings die Frage auswerfen, ob der Diskontofußnicht öfter, so wie es die Umstände fordern, wechseln sollte.Ist z. B. in Folge irgend einer Ursache Papiergeld im Ueber-slusse vorhanden, so kann die Verminderung desselben, wasübrigens immer mit Schwierigkeiten verknüpft ist, nur ver-mittelst Verkaufs von Gold - oder Silberbarren oder öffent-licher Bankverstcherungen oder durch Verminderung dergewöhnlichen Discontirungen oder aller bewirkt werden.Würde aber die Bank eine beträchtliche Menge von Staats-papieren auf den Markt bringen, so entstände dadurch Be-sorgniß, und wäre dieses auch nicht der Fall, so würde mandoch nur mit großem Verluste darüber disponiren können.Wenn man demnach eine Reduktion beabsichtigt, so ge-schieht es am gewöhnlichsten theils durch eine Verminde-rung der Discontirungen, was aber offenbar nur dannmöglich ist, wenn man einige der Wechsel, die discontirtwerden sollen, ganz und gar abweist, oder, was eigentlichdasselbe ist, ihr Datum verkürzt oder den Zinsfuß erhöht,wodurch dann weniger eingebracht werden. Bon diesenverschiedenen Methoden scheint die letztere jedenfalls diezweckmäßigste. Wenn Wechsel aus keinem andern Grundeals wegen der Verminderung des Papiergeldes zurückge-wiesen werden, so wird das größte Unrecht an den Einzel-nen verübt, welche in der sichern Hoffnung, durch die Banksich die gewohnte Erleichterung zu verschaffen, Verbindlich-keiten eingegangen sind, die sie nun sich außer Stand sehenzu erfüllen. Wird die Reduktion durch Erhöhung des Zins-fußes bewirkt, so leiden nur Diejenigen, die es am erstentragen können; zu gleicher Zeit würde diese Maaßregel,anstatt daß sie, wie die Zurückweisung der Wechsel, der Will-kür und den Launen unterliegt, eine gleichförmige undunparteiische sein. Es scheint demzufolge, daß die Bankniemals in der Absicht, die Emittirung ihrer Noten zu be-schränken, gültige Wechsel zurückweisen, sondern, im Fallesie eine solche Maaßregel beschlossen hat, vorausgesetzt, daßdiese Verminderung durch Verkauf von Gold- oder Sil-berbarren und Emittirung von Staatspapieren nicht zuStande gebracht werden kann, den Diskontofuß erhöhensollte.

13. Dividende.

Folgende waren die Dividende» auf die Bankkapita-lien, von der Gründung dieser Gesellschaft bis jetzt:

Divid.1694 8Prc.1697 9 -AuMariäVerkdg. 1730 6 -

- Michael. 1730 3'/2-

- Michael. 1764 3 -

-MariäVerkdg.1788 7 -

- 180710 -

- 1823 8 -

- 1839 7 -

- 1843 7-/2-

Vor dem I. 1789 gab dieBank v. England keine Notenunter 20Pfd. aus; imJ. 1739sing sie zuerst an, Roten zu10 Pfd., im 1.1793 zu 3 Pfd.und im März 1797 zu 1 und2 Pfd. auszugeben. Letztereverschwanden im 1.1821 wie-der. Der Gewinn der Bankschwankte von 7 bis 10 Proc.jährlich.

14. Verzinsung der Depositen.

Die englische Bank verzinst weder in London noch inden Provinzen die deponieren Gelder, zu denen auch diedurch Ersparniß zusammengebrachten gehören. Im letzte-ren Fall ist der Nachtheil, der daraus hervorgeht, groß.

Wenn kleine Summen nicht mit Vortheil, wenn auchmit vollkommener Sicherheit angelegt werden können, soschwächt man dadurch die Beweggründe zur Sparsamkeitund zum Sammeln. Unter allen Klassen der schottischenBevölkerung hat nichts den Geist der Sparsamkeit und dieLust zum Sammeln so sehr geweckt, als die Leichtigkeit,womit kleine Summen in anerkannt soliden Banken nieder-gelegt und verzinst werden können (s. sch 0 ttische Ban - ,

ken). Allerdings ist auch in England durch das Institutder Sparbanken dieser Vortheil in einem gewissenGrade gewährt. Da dieselben aber nicht für alle Klassenoffen stehen und keiner von denjenigen, die sie benutzen kön-nen, in einem Jahre mehr als 30 Pfd. und 180 Pfd. imGanzen dort niederlegen darf, so bieten sie nur einen sehrunvollkommenen Ersatz (s. Sparkassen). Gleichwohl mußman wünschen, daß für eine sichere und gewinnreiche Anle-gung von Kapitalien alle mögliche Erleichterung gegebenwerde. Auf diese Art werden die kleinen Geldsummen, diefrüher in den Händen von Privaten unbenutzt lagen, in lUmlauf gebracht, und damit zugleich einer ander» KlaffeErleichterung gewährt, welche Gelegenheit hat, das Zu-schußkapital in ihrer Handelsspekulation Vortheilhaft an-zulegen." (Gilbert's praktische Bemerkungen über Bank-wesen S. 82). Belgiens Bankwesen ist in dieser Beziehung jvielleicht das vorzüglichste; denn hier sind die Sparkassenmit den Leihbanken auf das Innigste verbunden. Ueber-haupt ist die große Aufgabe der Banken nicht das Leihenausschließlich, sondern die Beförderung des Umlaufs derGeldmittel, vgl. S. 222 f. Dies ist ein Hauptgegenstand, >weshalb man i» Deutschland auf das Bankwesen Englandsweniger Rücksicht nehmen sollte.

Zu weiterer Bestätigung dieser so eben ausgesproche-nen Behauptung möge die Aussage eines sehr gut unterrich- !teten Zeugen, I. G. Craig, vor dem zur Untersuchungdes schottischen und irländischen Bankwesens niedergesetztenCommitte des Oberhauses, im I. 1826, einen Platz finden, !daß nämlich die Depositen in den schottischen Banken zu Idieser Zeit eine Summe von etwa 24 Will. Pfd. St. betrugen,