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Erster Band. A - G.
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und nur mit Wissen und Einwilligung des Eigenthümerskann ein Verbot auf selbe gelegt werden. Bei Sterb- undConkurssällen, wovon die N. durch gerichtliche Jntimationunterrichtet wurde, hält sie die bei ihr hinterlegten Gegen-stände für Rechnung der Erben oder der Conkursmasse inVerwahrung. Die N. haftet für die sorgfältige Aufbewah-rung der bei ihr hinterlegten Gegenstände und für Verun-treuung, nicht aber für jene Zufälle, die nach den allgemei-nen gesetzlichen Bestimmungen ausschließend den Eigenthümerbetreffen.

Zur Erleichterung des Geldverkehrs zwischen der Haupt-stadt und den Provinzen hat die National-Bank:

Verwechslungs- und Anweisungsanstalten in Brünn,Prag, Lemberg, Grätz, Trieft, Linz, Inns-bruck, Ofen, Hermannstadt und Temesvär errich-tet. Bei diesen Provinzial-Verwechslungskassen werden:») Banknoten aller Kategorien in conventionsmäßige Sil-bermünze, d) conventionsmäßige Silbermünze aller Artin Banknoten, endlich c) größere Banknoten in kleinere,oder umgekehrt verwechselt. ' Die Bankkaffen in den Pro-vinzen, in welchen ein gesetzlicher Umlauf der Wiener-Wäh-rung besteht, besorgen auch die Einlösung derselben zu 230Procent gegen Bank-Valuta und die Verwechslung der ver-schiedenen Sorten der noch cirkulirenden abgenutzten undbeschädigten Einlösung - und Anticipationsscheine. Zugleichist zur Erleichterung des Verkehrs die Einleitung getroffen,daß gegen Einlagen, welche den Betrag von 180 GuldenConv.-Münze erreichen oder übersteigen, bei der WienerCentralkaffe der Bank, Anweisungen auf die gedachten Pro-vinzial-Verwechslungskaffen, und bei diesen, Anweisungenauf die erstere erhoben werden können. Die Anweisungenwerden nach Verlangen auf Sicht oder auf bestimmte Ver-fallstermine ausgestellt, immer aber erst nach dem Eintreffender Avisobriefe berichtigt. Für ihre Ausstellung wird gegen-wärtig folgende verhältnißmäßige Gebühr abgenommen:

Für Brünn, Gräz u. Linz >/,o Proc. oder 6 Kr. für 100 Guld.

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Die Amtsstunden für die verschiedenen Geschäftszweigeder privil. österr. N. waren sonst auf nachstehende Art an-geordnet: Von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags:a) Für die Central-Darleihens - undDepositenkaffe. I>) Fürdie Münz-Verwechslungskaffe. c) Für die Banknoten-und Wiener-Währungs-Verwechslungskasse. ä) Für dieWiener-Währungs-Einlösungskasse, e) Für die Acticn-kasse und Actien-Liquidatur. Von 9 bis 12 Uhr Vormit-tags, dann von 3 bis 6 Uhr Nachmittags: o) Für dasBüreau, Protokoll und Expedit, b) Für die Buchhalterei.e) Für die Escomptekaffe. ä) Für das Anweisungsgeschäft.Allein in Folge der am 13. Juni 1838 bei dem k. k. oberstenHofpostamte eingetretenen früheren Auf- und Abgabe derBriefe und in Gemäßheit der von der k. k. niederösterr. Lan-desregierung erlassenen Bekanntmachung, wegen Verände-rung der Stunden der k. k. öffentlichen Börse (11 bis 1 Uhr)

vom 18. desselben Monats an, hat die Bankdirektion dieAmtsstunden ihrer sämmtlichen Branchen, vom 13. Juni1833 angefangen, von 9 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nach-mittags, mit Ausnahme der Sonn - und Feiertage, festzu-setzen befunden. Sonach werden dermalen die Propositio-nen im Darleihen- und Escomptegeschäfte täglich bis 1 UhrMittags angenommen und des Tages darauf in der Regel,die entsprechenden Beträge erfolgt. Ferner wird auch dieAusstellung von Anweisungen auf die Bank-Provinz-Kas-sen von 9 Uhr Vormittags bis 3 Uhr Nachmittags vorge-nommen. — Das Bankgebäude in Wien ist in der Herren-gaffe Nr. 34, solid und geschmackvoll in den Jahren 1821bis 1822 erbaut. Die Banknoten werden in der, der k. k.priv. österr. N. eigenthümlichen Druckerei erzeugt, welcheihrer zweckmäßigen, den besten englischen Mustern nachge-bildeten, Einrichtung wegen besonders ehrenvolle Erwäh-nung verdient. Sie beschäftigt mehrere Pressen, hat zu-gleich eine eigene Schriftgießerei, meist sehr ausgezeichneteGraveurs und steht unter unmittelbarer Aufsicht der Bank-direktion.

Der Geschäftsstand der Wiener-Rationalbank war inden verschiedenen Geschäftszweigen:

Dis conto, im Jahr 1828: 21,848,182-/,, 1829:112,943,328, 1831: 140,679,512, 1833: 161,382,968,1844: 241,106,769 Fl. Der Ertrag davon war, 1829:861,189, 1839: 2,382,383, 1844: 1,683,189 Fl.

Darleihen und Vorschüsse, im Jahr 1828:3,404,700, 1829: 12,280,000, 1838: 9,947,600, 1844:83,459,200 Fl. Der Ertrag davon war 1829: 133,119,1839: 410,738, 1844: 520,470 Fl.

Der gesammte Geschäftsbetrieb belief sich im Jahr1829 auf 1,113,347,676, 1830: 964,294,976 , 1833:872,688,164, 1835: 1,121,762,366, 1844: 1,699,663,269Gulden.

Der Reserve-Fonds betrug am 1. Jan. 1836:4,820,410, 1844: 6,872,000 Fl.

Das Giro - Geschäft betrug im Jahr 1844:173,403,883 Fl., und der Kassen-Bestand war am 1. Jan.1844: 126,134,610 Fl.

Der Gewinn für die Actionäre besteht in 3 Proc.festen Zins auf die Actie, der auf die an den Acticn befind-lichen Coupons halbjährlich gezahlt wird ; außerdem in einerhalbjährigen Dividende. Diese Dividende begann im Jahr1817 mit 2 Fl. 33 Kr., 1818: 17 Fl., 1819: 8, 1820: 14,1823: 34, 1829: 33, 1830: 37, 1831: 40, 1833: 34,1833: 36, 1844: 74 Fl.

Beim Verkauf der Aktien wird deren fester Zins von3 Procent bis auf den Tag genau berechnet und mitge-zählt, die Dividende dagegen erst dann, wenn sie fällig ist,erhoben.

Der Curs der Aktien a 1000 Fl. stand 1836 imSept. m. o. w.: in Wien 1340 Fl., Berlin 923 Lhlr,preuß., Frankfurt a/M. 1613 Fl. (im 24 Guldenfuß),Hamburg 1340 Fl. (b 146 für 200 MB.), Leipzig 1340Fl.; 1844 am 7. Januar 1640, am 8. Januar in Frank-furt a/M. 2017 Fl., am 10. Jan. in Augsburg 1690 Fl.iml. Dividende; 1848 am 16. August in Wien 1630 Fl.,1843 am 18. August in Frankfurt a/M. 1987 Fl.

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