Bank
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zusammen 4843 Conto's. Für die nächste Zeit setzte sieeinen großen Verkauf von Diamanten und andern bei derBank verpfändeten und nicht eingelösten Dingen an, dergegen Roten stattfindet. Um einem Bedürfniß abzuhelfen,hat die Bank eine Anzahl 10- und 20-Moidore-Notenaußer Curs gesetzt und dafür 1- und 4-Moidore-Notenausgegeben. Der Status zeigt übrigens, daß die Activaderselben die Passiva um 100 Proc. übertreffen.
Die letztere Bank bildete im Jahr 1842 einen Ra-tio nal-Kredit-Verein, um der Regierung die ver-langte Anleihe von 7320 Conto's zu gewähren, und derBank selbst dadurch keinen Schaden zuzufügen.
Ohngeachtet des günstigen Standes der Bank kann siedoch jetzt keine Baarzahlungen leisten, und die dreimonatlicheFrist der ausgesetzten Baarzahlung, welche jetzt am 2. Okt.ablief, wurde sogar bis zum 31. Dec. verlängert. DieBank hat einen sehr schwere« Stand gegen die fortwähren-den Ansprüche der von alldn Mitteln entblößten Regierung.Dieselbe forderte im September ein neues Darleihen von840 Conto's, das jedoch durch eine allgemeine Versamm-lung der Bank-Kommissäre am 20. Sept. 1846 mit 43gegen 11 Stimmen zurückgewiesen wurde, weil die Forde-rung der Bank an die Regierung schon dem Bankkapitalgleich kommt. Es zeigt sich also auch bei dieser Bank, wiemißlich das Verhältniß einer Bank ist, wenn dieselbe vonder Regierung nur als eine Finanzquelle betrachtet und inallen ihren Verlegenheiten in Anspruch genommen wird.
Man sieht aus dieser Nachricht, daß die Verwaltungder Bank in wichtigen Fällen von einer allgemeinen Ver-sammlung der Bank-Kommissäre abhängt.
In derselben unsicheren Lage befindet sich jetzt auch derNational-Kredit-Verein oder Confianca-Gescllschaft. Der-selben wurde ebenfalls die Einstellung der Baarzahlungenauf die gleiche Frist wie der Bank bewilligt. Außerdemwurde von der Regierung in ihrer Finanzvcrlegenheit fürdieselbe Zeit die Annahme von Sovereigns und anderenfremden Goldmünzen zu bestimmten Werthen festgesetzt.
Rußland
erhielt zuerst durch die Kaiserin Elisabeth am 23. Juni 1784in Petersburg und Moskau je eine Reich sbankfür den Adel mit einem Kapital von 780,000 Rubeln,zur Unterstützung armer adeliger Grundbesitzer gegen Ver-pfändung ihrer Güter. Die Darleihe» sollten anfänglichim Jahr 1737 zurückerstattet werden, jedoch wurde dieserTermin im Jahr 1789 bis auf unbestimmte Zeit verlängert.Die Kaiserin Katharina II. vermehrte das Bank-Kapitalum 6 Millionen, indessen konnte der beabsichtigte Zwecknicht ganz erreicht werde», und diese beiden Banken wurdenspäter dur die Reichsleihbank ersetzt.
Ebenso wurde durch die Kaiserin Katharina II. am29. Dec. 1768 eine Assignations-Bank errichtet, jeeine in Petersburg und Moskau. Ihr Zweck warUmtausch der Rcichs-Assignationcn, sowohl gegen Münzeals gegen beschädigte Stücke gute. Außerdem gaben siebeide selbstständig Bankzettel aus, die sie auf Verlangen,aber nur jede Bank die ihrigen, gegen baarcs Geld einwech-selten. Sie standen unter der gemeinschaftlichen Bank-
direktion in Petersburg. Durch den Ukas vom 28. Juni1786 wurde die Bank ermächtigt, in- und ausländischeWechsel zu discontiren, ihre Kapitalien in fremden Ländernanzulegen, Kupfer im Jnlande auszukaufen und ins Aus-land auszuführen oder im Inland vermünzen zu lassen,so wie eine Münze in Petersburg zur Prägung von Gold-,Silber - und Kupfermünzen auf eigene Rechnung anzulegen.Durch denselben Ukas wurde die R eichs - Leihbankerrichtet und beide Banken zu gegenseitiger Unterstützungverpflichtet. Durch die Vermehrung des Papiergeldes, des-sen Menge 1788 an 100 Millionen Rubel betragen habensoll, wurde die Einrichtung von Bank-Contoren inden Hauptorten des Landes nothwendig, und im I. 1791bestanden 21 Contore. — Mit dem 9. (21.) Sept. 1844wurde die Umwechslung der Assignationen der Expeditionder Reichskredit-Billets gegen dies neue Papiergeld undgegen Kupfergeld übertragen.
Die Reichs-Leihbank wurde durch den Ukas vom28. Juni 1786 zur Unterstützung von hülfsbcdürftigenGrundbesitzern, besonders den von Adel, mit einem Kapitalvon 33 Millionen Rubeln gegründet. Zwei Drittel desKapitals ward für Darleihen an den Adel und ein Drittelfür die Städte bestimmt, namentlich um die letzteren zumBesten des Handels und Verkehrs zu unterstützen. DieDarleihen werden nur gegen Verpfändung von liegendenGründen und auf Feuersgesahr gesicherte Häuser, Fabri-ken rc., mit 3 Proc. jährl. Zinsen, aber nur zu 1000, 2000,3000 Rubel» rc., auf 13, 26 und 37 Jahre gegeben. Mitden Zinsen wird zugleich jährlich ein Theil des Schuld-kapitals getilgt, so daß nach einer Reihe von Jahren dieganze Schuld gelöst ist.— Die Bank discontirt auchWechsel mit >/z Proc. monatl. Zinsen. Sie nimmt fernervon Inländern und Ausländern Kapitalien auf beliebigeZeit als Depositen an und giebt dafür 4 Proc. jährl. Zinsen,oder läßt es Zins auf Zins stehen. Im I. 1841 betrug dasKapital der Bank 8,381,330 R. 3N/28 K. S., im I. 1844:12,310,930 R., davon 4,331,300 R. Reserve-Fonds waren.Im Umlauf befanden sich von Depositen im Jahr 1844:187,338,600 R., dazu kamen noch 38,383,810 R. und zu-rückgezahlt wurden nur 34,910,980 Rubel. Im Jahr1843 beliefe» sich die Darleihen auf 203,183,334 Silber-Rubel.
Die im Jahr 1817 gegründete Reichs-Commerz-bank trat im I. 1818 ins Leben. Dieselbe erhielt die Ka-pitalien der vom Kaiser Paul I. 1791 eingerichteten Dis-conto-Contore und der 1799 gegründeten Hülfsbank. Siewurden zwar im I. 1804 mit der Leihbank vereinigt, aberschon <806 von neuem eingerichtet. Die Reichs-Commerz-bank macht Dcposito-, Giro-, Disconto- und Leihgc-schäfce. — Gelder nimmt sie als Depositen gegen Bank-billets und verzinst dieselben nach mindestens 6 Monaten mit4 Proc., und nach 18 Monaten mit Zins auf Zins. Sienimmt auch verarbeitetes Gold und Silber, so wie Barrenin Verwahrung und berechnet >/, Proc. Vergütung. DieDepositen-Bankbillets werden in den öffentlichen Kassenangenommen und cirkulircn auch mit einem Blanco-Jndossa-ment des Deponenten im Handel. Gesetzlich geschieht dieZurückgabe der Depositen bis 10,000 Rubel gegen sieben-tägige, bis 100,000 R. gegen zweimonatliche, bis 300,000