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Erster Band. A - G.
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Banknoten

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Bar

Hause an einem dritten Orte Auftrag giebt, Papiere füruns einzukaufen und an unsern Kreditoren zu überwachen(remittiren) (im Fall der Curs, welchen dieser Mittelplatzauf den Platz unseres Kreditors notirt, unserm Zweck gün-stig ist); oder 4) daß man dem Kreditor Auftrag giebt, denschuldigen Belauf auf ein mit uns in Rechnung stehendesHaus auf einem Mittelplatz zu entnehmen. Ein Beispielwird dies deutlich machen. Wir wollen annehmen, einBankier 4. in Berlin sei einem andern 8. in Leipzig eineSumme Geldes schuldig. Es stehen nun dem 4. folgendeWege offen, das Guthaben des S. zu tilgen:

1. die baare Einsendung der schuldigen Summe(in der Regel der am wenigsten vortheil-hafte Weg).

2. Die Einsendung von Wechseln auf Leip-zig-

/ 3. Die Einsendung von Wechseln auf fremdet Plätze.

14. An L. Auftrag geben, auf 4. zu trassiren.

Indirekter /3> Einem Bankier (6) an einem MittelplatzWeg. > Auftrag geben, an 6. Wechsel auf LeipzigI zu überwachen.

16 Dem L. Auftrag geben, auf einen Bankier! (L) in einem Mittelort zu trassiren (mit

^ dem 4. in Geschäftsverbindung steht).

Direkter

Weg.

Ist nun der Fall umgekehrt, d. h. hat 6. in Leipzig an4. in Berlin eine Summe zu fordern, so wird stets der Weg,welcher vorhin dem 4. der vortheilhafteste war, für ll. dernachtheiligste sein.

Die Rechnung nun, durch welche man, nach Verglei-chung der gleichzeitigen Curse der verschiedenen in Rede ste-henden Wechselplätze, findet, welcher der untersuchten Wegeder vortheilhafteste ist, um Gelder einzuziehen oder zu über-wachen, heißt Arbitrage-Rechnung, Wechsel-Ar-bitrage-Rechnung; das Berechnen arbitriren (ent-scheiden).

Banknoten, Bankzettel, franz. IliUets <lo bangne,engl. IZalllillotes, ital. lleckolo äi danco, heißen die von denBanken zu einem gewissen Nennwerth ausgegebenen Zettel.Gewöhnlich werden dieselben Stellvertreter oder Ersatzmitteldes Geldes genannt. Da jedoch eine Banknote mit der Vor-aussetzung ausgegeben und angenommen wird, daß sie be-liebig gegen baares Geld umgesetzt werden kann, so ist sieein Kreditpapier, worauf eine Verpflichtung hastet, die nurmit dem Umsatz gegen baares Geld erlischt. In der letzterenRücksicht hat eine Banknote für die Cirkulation die Bedeu-tung des Geldes, vermöge ihres Rcnnwerthes. Im Ge-schäft der Banken sind sie ein Hauptgegenstand, insofern siein Umlauf gebracht, Werthe zu einem hohen Belauf vertre-ten. Banknoten sind ein unverzinsliches Papiergeld, wiedie gewöhnlichen Staatskasscn-Scheine, und deshalb ver-schieden von allen verzinslichen Effekten. Ihr Umlauf undWerth beruht auf dem Kredit oder Zutrauen der Zahlungs-fähigkeit jeder Bank, durch welche sie ausgegeben werden.So lange dieses Zutrauen »«erschüttert ist, haben sie Pari-Werth mit dem baaren Geld; er sinkt aber mit dem Schwin-den des Zutrauens.

Bankok, s. Bangkok.

Bantam , Stadt und alter Hafenort auf der NWest-spitze der Sunda-Jnsel Java, in der gleichnamigen Bai,20 Lieues westl. von Batavia. Sie war bis 1808 Haupt-stadt des gleichnam. Sultanats und ehemals der Haupt-handelsplatz der europäischen Kaufleute im ostindischenMeer, und der Stapelplatz der Gewürze. Jetzt ist die Baiwegen Sand- und Korallenbänkcn unzugänglich, die Stadtverfallen; dagegen hat sich Batavia gehoben. — ImGroßhandel wird nach Ryksdaalders zu 48 Stübern,wie in Batavia gerechnet; die größeren Zahlungen geschehenaber in spanischen Piastern zu O/z Ryksdaalders indisch.Im Binnenhandel rechnet man nach Bahars, 1 10

Utas, L — 10 Catties (Kättihs), a — 10 Lax säns,ä — 10 Peccons, so daß 1 Bahar — 10,000 Peccons.Auf einen spanischen Silberpiaster oder Dollar werden 23bis 33 Peccons gerechnet, der Werth hängt also vom Handelab. — Der Bahar und Cattie sind auch Gewichte imHandel: 1 Bahar —3 Pikul,ä —100 Catties, und1 Bahar wiegt 396 engl. Pfund, — 179,62 Kilogramm.1 Bahar Pfeffer hat 200 Goelacks oderKulacks, undwiegt 375 holländische Lroy-Pfd., — 184,363 Kilogr. —Reis wird nach dem Koyang verkauft, und 1 Koyang200 Gantams, b — 8 Bämbuhs, ä — 4 Kättihs; an Ge-wicht — 8000 holländ. Lroy-Pfd., — 3937,34 Kilogr. —Gold, Silber, Moschus rc. werden mit dem Tehl (Tale) ge-wogen, 1 Tehl 1035 engl. Troy-Grän, —1422,343 hol-ländische As, — 68,3623 Gramm. — Längenmaaß ist dieHästa, — 202,671 par. Lin., — 18 engl. Zoll.

Bantine, eine Sorte roher Seide, der mittlerencalabresischen gleich. In Genua kommt sie häufig in denHandel, und wird mit O'/z Proc. Tara nach der Libbrasottile verkauft.

1) befestigte, nette und sehr betrieb-same Stadt in Frankreich, Depart. Pas-de-Calais, Arrond.Arras, mit 3210 Einw., einigen großen Flachsspinnereien,einer Baumwollspinnerei, mehreren Fabriken für Battist,Linon, Calicot rc., für Oel, Zucker und Seife, einigenBrauereien und Gerbereien, einer Salzrafsinerie und einemconseil-äe-pi'uä'kommos. — 2) ein sehr industrielles Dorfebend. bei Rouen, mit der hier heimischen Zeugweberei, mit363 Einw.

H»i», Name dreier Städte und Hauptortc dergleichnam. Arr. in Frankreich: 1) -Ie-I>uc, im Depart.Meuse, auf und an einer Höhe und am Ornain, der hiereinen Hafen bildet, der den Handel mit Eichen- undTanncn-brettern befördert. Diese Stadt mit 12323 Ew. ist Sitz derPräsektur, eines Civil- und eines Handels-Lribunals, einerciiambro consullalivo ckce manukacluros, eines LonseN ävpeuä'Iwmmcs und einiger Assekuranz-Gesellschaften; sie hatmehrere Brauereien, Färbereien, Branntweinbrennereien,Gerbereien, große Wein- und Branntweinhandlungen, Fa-briken für Baumwollmützen, Baumwollzeuge, vorzüglicheund weitversendete Confitüren, Messerschmiede, so wie meh-rere Bankiers. — 2) -sur-4ubo, im Depart. Aube,rechts am Aube, mit 4169 Ew., der Untcr-Präftktur, einemCivil-Tribunal, starken Getreidemarkt, einigen Weinessig-und Branntweinfabriken, so wie mehreren Gerbereien. —3) -sur-Seine, ebend., links an der Seine, in einem