Band 
Erster Band. A - G.
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Barcelona

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Lsroils

den, berechnet. Die Waaren werden bisweilen gegenbaarcs Geld verkauft, bisweilen auf 3- oder Monat-lichen Kredit; der Disconto beträgt >/s Procent monatlich.Bankanstalten fehlen in Barcelona. — VersicherunggegenSecgefahr kann man bei Einzelnen erhalten. —Gewichtsabzug (Taren). Am Zollhause werden nurdie wirklichen Taren gestattet und das Nettogewicht mußgenau angegeben werden; ein Ueberschuß von 3 Proc. wirdjedoch zugelassen, um Ungenauigkeit in dem Verhältnissezwischen fremdem und spanischem Gewichte auszugleichen.Wenn aber das Gewicht eines Stückes mehr als 3 Procentder Deklaration beträgt, so wird das Uebergewicht confis-cirt, der Einführer verliebt zugleich das gesetzliche Auge-ständniß von 3 Proc. und unterliegt noch den über Schmug-gelhandel festgesetzten Strafbestimmungen.

Schiffsvorräthe aller Art sind in Barcelona theuer, je-doch jederzeit zu erhalten. Das Pfund Rindfleisch kostet 7 ä.,Zwieback der Ctr. 8 äoll.

Gewöhnlich rechnet man auch Getreide unter die be-deutenden Einfuhrartikel Barcelonas; allein die Ein-fuhr desselben aus dem Auslande ist gänzlich verboten undder Bedarf der Stadt wird entweder durch Landzufuhr ausdem Innern oder durch Küstenfahrzeuge aus den mehrnördlich gelegenen Häfen Spaniens befriedigt. Den größernTheil der überseeischen Einfuhr liefern Cuba und Por-torico; auch Frankreichs Zufuhr ist bedeutend; England,dessen Einfuhr nach Barcelona früher sehr beträchtlich war,liefert gegenwärtig beinahe gar keinen Einfuhrartikel.

Die Hauptausfuhr besteht in Seidenzeugen, Seife,Feuergewehren, Hüten, Schnüren, Bändern rc.; allein mit! Ausnahme einiger wenigen Fahrzeuge, welche Manufaktur-! waaren für das spanische Westindien an Bord nehmen, wer-den keine Schiffe hier befrachtet, und selbst dieser Handel hatsehr abgenommen. Früher waren über 200VHände blos mitVerfertigung von Schuhen für die Kolonien beschäftigt,

^ allein die Ausfuhr dieses Artikels hat jetzt beinahe aufgehört,l Die Baumwollmanufaktur hat in der Stadt und Umgegendeinige Fortschritte gemacht und ist noch immer im Zunehmenbegriffen. Die vorzüglichsten einheimischen Erzeugnisse,welche Catalonien ausführen kann, werden am bequemstenin Villanova, Tarragona und Salon verschifft. Sie sindWein, Branntwein, Nüsse, Mandeln, Korkrinde, Wolle,Früchte !c. Davon erhält Euba jährlich gegen 12,000 Pi-pen Wein, Werth im Durchschnitt 41.. pr. Pipe, und gegen3000 P. Branntwein pr. Pipe 81.., Südamerika 10,000P.Wein und 6000 Pipen Branntwein, das nördliche Europa2000 P. Wein und 2000 P. Branntwein. Eine ansehnlicheQuantität Branntwein wird nach Cadir und Ectte versen-det. Im Jahr 1831 liefen nur 128 fremde Schiffe mit13,130 Tonnen in den Hafen von Barcelona ein; darunterwaren 31 toskanische, 24 sardinische, 19 schwedische, 18 eng-lische, 14 französische, 8 amerikanischere.; im Jahr 1841liefen ein 3211 Schiffe von der spanischen Küste, 2634spanische Schiffe aus Amerika und der Fremde, mit 172,202Tonnen, und fremde Schiffe 269 mit 37,836 T. Von denletzteren waren 93 französische, 37 englische, 39 toskanische,

> 29 schwedische, 19 sardinische, 12 neapolitanische, 6 russische,6 dänische, 4 deutsche, nämlich 2österreichische, 1 Hamburger,

1 Hannover., 2 römische; im Jahr 1842 liefen 3667 Schiffel.

ein. Im Jahr 1841 belief sich die versteuerte Einfuhr aus6,700000 Fl. Conv.-M., die Ausfuhr auf 6,430000 Fl.

Münzen und Rechnungsineisc.

Barcelona, so wie ganz Catalonien (s. ebend.) führtBuch und Rechnung in I.ibras zu 20 Sueläos s 12 l>i-neros. 1 Libra hat den Werth von 23 Gr. 3 Pf. preuß.oder ohngefähr 28>/, Rgr. sächs. 3 Wechselpiaster —7 lüdros cstalanss; 272 Wechselducaten — 325 tidr. cotal.,und 64 Silberpiaster — 119 Lidras eatalonos. — Die ehe-malige Goldpistole — 40 liooles äs plata »ntixus wurdesonst in Barcelona besonders zur Curs-Notirung aus Genuagebraucht.

Verhältniß der hiesigen Rechnungsmünzen:

ss-

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§

L. ^ ^

A. A

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1

40

20

240

480

1

-1 1 /1/2

3

36

72

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2

24

48

1

12

24

1

2

1 Libra --- 23 Sgr. 1«/- Pf. oder — 1 Fl. 21-°/,m Kr.

Luise. DerUso unddieRespecttage sinddieselben wiein Madrid. — Barcelona unterhältCurse aufAmsterdam,Genua, Lyon, Marseille !c. — Geschäfte in Handelseffektenwerden nur am Donnerstag und Sonnabend abgeschlossen;abgeschickt werden die Curse Freitag und Montag.

Maaße und Gewichte s. Catalonien.

öiuev» Larcelona, Hauptstadtder gleichnam. Prov. in Venezuela, am Eingang zu dengroßen Llanos und von dem Fluß Reveri durchströmt, derbis zur Stadt Küstenfahrzeugen zugänglich ist, mit etwa6000 Einw.; 67° 4' 48" w. L. 10° 6' 32" n. Br. Seeschiffeankern vor der Fluß-Mündung in der Bucht, welche derHauptseehafcn der Provinz ist. Die Ausfuhr besteht ineinheimischen Produkten des Ackerbaues und der Viehzuchtnach den westind. Inseln.

»r»> , Hauptstadt des gleichnam.

Arrond. in Frankreich, Depart. Hautes-Alpes, in einemschönen Thal, rechts am Ubaye, mit 2267 Einw., beträcht-licher Seidenweberei, Tuchfabrik, Baumwoll- und Woll-zeugmanufaktur, zwei Färbereien, Eiscnhandlungen, derUnter-Präfcctur, einem Zollamt, Civil-Lribunal, einerNormalschule, nebst einer Gesellschaft für Ackerbau, Wis-senschaften und Künste.

Barchent, franz. kutaino; cngl. I'usliün oder llimitlz-;ital. lüswM, ein Köpergewebe, welches entweder ganz ausBaumwollen- oder halb aus Leinen- und halb aus Baum-wollengarn, in den besonderen Arten: Bett-, Kleid er-und Futter-Barchent gearbeitet wird.

Barchet, in Ulm ein Stück Tuch von 24 Ellen.

Barden, s. Wallfischbarden.

Bardiglio, eine Sorte Marmor aus dem Romagna-Thal in Toscana. Er steht.dein carrarischen an Gütegleich, ist weiß oder röthlich, und wird über Livorno aus-geführt.

, Stadt im engl. Hindostan, Prov. Delhi,Präsidentschaft Kalkutta, RO. von Agra; groß und wichtig