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Erster Band. A - G.
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Bamquc

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Basel

Südsee-Compagnie von ihrem Vorrechte, Neger nach demspanischen Amerika zu verkaufen, keinen Gebrauch mehrmachen konnte. Da nun dieses Vorrecht laut des Traktatsbis 1743 währen sollte, und folglich 4 Jahre daran fehlten,so verglich man sich endlich in dem darauf erfolgten AachenerDesinitiv-Fricdcnstractat vom Jahr 1748 den 18. Oktober,Artikel 16, dahin, daß die englische Compagnie sowohlwegen des Negerhandels als wegen Absendung des Permis-sionsschiffes noch ein Jahr zu genießen haben sollte. Jedochplötzlich wurde den 3. Oktober 1736 die neue madrider Con-vention geschloffen und nach derselben den Engländern füralle ihre Ansprüche, besonders auch für die rückständigen 4Assientojahre 160000 Pfund Sterling und außerdem nochmancher Handelsvortheil zugestanden. Dieses Ende nahmder so viel besprochene Assientotractat, welcher einen bluti-gen Krieg und so viel Aufsehen in der Welt verursacht hat.

Barriquc, Orhoft, ein Wein- und Branntwein-maaß in Bordeaux, wovon 4 auf ein Tonneau oder Faßgehen; 1 Barrique ist — 1'/? Dercons oder 32 Viertel oder110 Pots und hält 229,93 Litres oder 11591 französischeKubikzoll.

Barroches, feine ostindische Baftas (Kattune), diedurch die Engländer und Franzosen aus Surate nach Eu-ropa kommen. Ihren Namen haben sie von der Stadt Ba-rsche oder Baroach, wo sie in Menge sabricirt werden.

.Barsella, Barcella, Barchilla, ein spanischesGetreidemaaß, dessen Größe in den verschiedenen spanischenOrten verschieden, zwischen 3 bis 6 Wetzen, ist.

Barth, Stadt in Preußen, Rgbz. Stralsund, Kr.Franzburg, an dem kleinen Meerbusen in der Ostsee, derBarther-Bodden genannt, mit 4100 Einw., einem Hafen,Rhederei und Seehandcl.

eine seit 1784 den Schwedengehörige Insel der Klein-Antillen, 17° 5itt 33" n. Br. 65°10^30"w. L., NRW. von Guadeloupe; Sand und un-fruchtbarer Felsboden, ohne Quellen und Fluß, trägtaber Baumwolle, Zuckerrohr, Taback; 2,73 QM., mit1600 Einw.

Barnt, s. Beyrut.

Bärwurzel, Mutterwurz, Bärenfenchel,Herzwurzel, llockx öloi oderülou, die Wurzel des Bä-rendills öleum atliamanlicum, lacg., eine Doldenpslanze,die auf Bergwiesen durch ganz Deutschland, in Italien,Frankreich, der Schweiz, Spanien rc. wächst. Es ist einespindelförmige, ästige, graue oder röthlichbraune Wurzel,nach oben geringelt, mit einem zarten, pinselartigen Schöpf,auf dem Bruche ist sie weiß und markig. Sie besitzt einenaromatischen Geruch und einen süßlichen, starken, gewürz-haften Geschmack. Verwechselt wird sie mit der Wurzelvon lägusiicum Orvarm, bei der aber dieHaare des Schöpsessteifer sind. Angewandt wird sie in der Arzneikunde,vorzüglich gegen Viehkrankheiten.

Basalt, eine Gebirgsarr von schwarzer oder schwarz-grüner Farbe, großer Härte, Schwere und Dichtigkeit. Erwird in den meisten Ländern angetroffen, als einzeln stehendeKegelberge, in krystallinischer Form, gewöhnlich in kolossa-len, meist sechsseitigen Säulen gruppirt. Vorzüglich schöneSäulengruppen findet man in Bivarais, auf den schotti-

schen Inseln, in mehreren Gegenden Irlands, am Mende-berg bei Linz am Rhein, an der Landskrone am Lhrslusse,zu Stolpen in Sachsen, zu Friedland und m. a. O. in Böh-men, Mejico rc. Oft haben die Säulen eine Höhe vonmehreren hundert, ja selbst bis tausend Fuß. Wegen seineraußerordentlichen Festigkeit wird er als Baumaterial zuStraßenpflaster und Chausseen gebraucht. Der Bruch istfeinkörnig. Die dicktern Arten des Basaltes verwendetman zu Mühl- und Reibsteinen, Mörsern, Wassertrögen,Krippen, zu Ambosen für Goldschmiede, Goldschläger,Buchbinder rc. Das Gestein wird außerdem nicht nur derGlasfritte zugesetzt, sondern es liefert auch für sich allein eindunkelgrünes oder braunes Glas, woraus meist Bouteillen,aber wegen seiner besondern Flüssigkeit auch Gußwaaren,Leuchter, Dosen, Flaschen !c. gemacht werden können. Nochbedient man sich des Basaltes auch als Zuschlags beimSchmelzen strcngflüssiger und kalkhaltiger Eisenerze. Ob-gleich die Nutzbarkeit so groß ist, so liegt doch der Reichthum,den manche Länder an diesem Material« besitzen, todt da.Wie gewinnreich Basaltbrüche sind, deren Lage rücksichtlichdes Transports (Schifffahrt) die Benutzung möglich macht,sieht man an den rheinischen, die schon seit so langerZeit bearbeitet werden.

Basaltes nennt man englisches (VVeägon-ooäor) Stein-gut, was Ähnlichkeit mit dem Basalt hat, auch am StahleFunken giebt, allen Säuren widersteht und selbst zum Pro-biren der Metalle benutzt werden kann.

Basane heißt in Frankreich das mit Lohe gegerbteSchafleder. In Frankreich bereitet man Schafledcrvornehmlich zu Paris, Limoges, Lyon, Coulommiers, Mar-tagne, Dijon, Nantes, Chalons sur Saone. In der Ger-berei werden zwei Arten Felle, basanes en croNte und basanosea kuile, unterschieden. Die ersteren sind ohne Oel getrock-net und zum Färben bestimmt, die anderen werden sogleichin der Naturfarbe oder schwarz verarbeitet. Man verkauftsie nach dem Gewicht oder gewöhnlicher nach dem Aussehenin Gerberei und Güte. Die Lederfärber verstehen unterBasane auch Kalb- und Zicgenleder oder überhaupt allesweiche und geschmeidige Leder.

Basaruco, Bazarauca, eine portugiesische Schei-demünze zu Goa in Ostindien, meist aus Zinn, oder Kupferund Zinn; 3 Stück davon machen 2 Reis, 13 einen Bintemund 373 einen Pardao, ungefähr — ^ Pfennig preuß. oder>/z Pf. Conv.

Basel, die größte Stadt in der Schweiz und Haupt-stadt des nur 1,6 QM. großen mit etwa 23000 Einw. be-völkerten Kantons Basel-Stadt, an beiden Ufern des Rheinsund einer Brücke, mit 22000 Einw., höchst günstig für denHandel gelegen, der sehr beträchtlich ist in Seide, Seiden-zeugcn, Band, Wolle, Tuch, Musselin, Modewaaren, Quin-callerie, Farbcwaaren, Tabak, Wein, Eisen, Stahl!c. DieIndustrie beschäftigt sich vorzüglich mit Weberei von Sei-denzeugen und Seidenband, Papier- und Strohhutfabrika-tion, eine Kattundruckerei, Fabriken chemischer Produkte u.Confitüren, den sogenannten baseler Lekerli, und Glas. Inder neuesten Zeit hat die Stadt noch durch die Eisenbahn-Verbindung mit Straßburg gewonnen. Die Stadt hat eineUniversität (seit 1439), einen Dom, eine Spezialschule für