Band 
Erster Band. A - G.
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334
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Basel '

— 334 - Basel

Geometrie, Elementar-Ieichnen, Maschinen- und technischesZeichnen, eine Schule für Mathematik, Mechanik, Techno-logie, Physik und angewandte Chemie, eine Sparkasse, die3 Proc. Zinsen zahlt und 1834: 33300« Francs Einlagenhatte. Die Waaren der eigenen Industrie sind billig. —Die Papierfabrikation wird in Basel schon seit 1470 betrie-ben, aber keineswegs jetzt mehr in dem Umfang wie früher.Das baseler Papier hatte früher einen guten Ruf. Baselhat eine vierzehntägige Messe, die am Simon-Judä-Tage(28. Oktbr.) beginnt; außerdem noch vier sogenannte Frohn-fastenmärkte.

Münzen und Uechnungweise.

Die wirklich geprägten Münzen des Kantons ältererund neuerer Zeit sind:

a) in Gold: Ducaten, einfache und doppelte, angeblichim Reichsfuß; neue L o u i s d' o r, Goldgulden oderPistolen, 30»/,« Stück auf die kölnische rauhe Mark,und 21»/, Karat fein, zu 16 Frcs.

b) in Silber: Thaler von 1765 zu 30 Batzen oder 2Fl.; halbe Thaler oder Gulden von 1765 zu 18 Batzen;Drittel-Thaler von 1766 zu 10 Batzen. — BaselerReuthaler von 1798 zu 4 schweizer Franken, und 9-/,,Stück auf die rauhe Mark zu 13'/g Loth fein.

große Silber-Scheidemünze: 8 Batzenstücke von 1810,10°/g Loth sein; 3 Batzenstücke von 1809, zu 7-/gLoth fein.

kleine Silber-Scheidemünze: 1 Batzenstück von 1810,zu 2--/„ Loth fein; -/2 Batzen, zu 1'/,s Loth sein;2 Rappenstück von 1810, zu V12 Loth fein; 1 Rap-penstück, zu 7/12 Loth fein.

Nach dem, zwischen den verschiedenen schweizer Kan-tonen 1828 ratificirten Münzvertrage (zwischen Bern, Lu-zern, Freiburg, Solothurn, Basel, Aargau und Waadt) er-kennt die Lagsatzung den schweizer Franken zu125is»/zooo franz. Grün. feines Silber an, die franz. feineMark Silber zu dem Betrage von 37 Franken, 1 Batzen,1-/, Rappen, wonach alle Silbermünzen geschlagen und diefremden Münzsorten in ihrem Werthe angesetzt werden sol-len. Von diesem neuen schweizerFrankengehen auf1 kölnische Mark fein Silber 38,063 Stück und 1 schweizer

Franken hat hiernach den Werth von 11 Sgr. 9°/, Pfennigpreußisch.

Basel rechnet im gewöhnlichen Verkehr: 1) nach Gul-den zu 60 Kreuzern s 8 Hellern; 2) nach Gulden zu 18Batzen s 4 Kreuzer; dagegen im Großhandel: 3) nachLivres oder Franken zu 20 Sols a 12Deniers; 4) nachschweizer Franken zu 10 Batzen K 10 Rappen; indessenstellen viele Kaufleute ihre Rechnungen auch in Gulden undKreuzern.

Man unterscheidet hier vornehmlich: 1) die eigentlicheschweizer Valuta: Livres oder Franken, wovonbeständig 16 schweizer Livres oder Franken 24 franz. Livresbetragen, welches, da 81 franz. Livres — 80 franz. Frankensind, 23,703 franz. Franken ausmacht, folglich 27 schweizerLivres oder Franken — 40 franz. Franken; es gehen alsofast ganz genau 33 schweizer Livres oder Franken auf 1 köln.Mark feines Silber.

2) Baseler Curantgeld oder Waarenzahlung imgemeinen Verkehr, wobei der neue Louisd'or zu 10?/, Fl.gerechnet wird. Von diesem Gulden gehen auf 1 kölnischeMark fein Silber 23,378 Stück und 1 Stück hat den Werthvon 11°/, Sgr. preuß.

3) Baseler Wechselgeld, wobei der neue Louisd'orzu16schweizerLivres oder Franken fest steht, wel-ches, wie schon gesagt, neue schweizer Währung ist. Rechnetman dabei nach Gulden und bestimmt den neuen Louisd'orzu 10 Fl. baseler Wechselgeld, so gehen von diesen Gulden21,914 Stück auf 1 köln. Mark fein Silber und 1 Stück hatden Werth von 19»/,g Sgr. Es sind also 10 Fl. Wechsel-geld — 16 schweizer Livres oder Franken, und — 10»/z Fl.gemeiner oder Waarenzahlung.

In der Waaren - so wie in der Wechsel-Zahlung kom-men auch Kronenthaler vor; in ersterer wird derselbezu 40 Batzen oder 4 schweizer Franken, in der letzteren zu38-/2 Batzen oder 3-7/2« schweizer Franken gerechnet.

Nach der neuen Bundes-Bestimmung der Lagsatzungvom 18. Mai 1833 soll der schweizer Franken nur 121 franz.Grän fein Silber enthalten, also 36,371 Stück auf eine feineköln. Mark.

Lurse. Das hiesige Curssystem hat folgende Wechselarten auf nachgenannte Plätze, durchgängig in schweizer Livresoder schweizer Franken, was die hiesige Valuta betrifft:

Auf:

Wechselfrist

Curs

Erklärung

Amsterdam

a 18 Tage, 1 u. 2 Monate üaw

-k- 146

schweizer Franken für 100 Fl. holl. Ct.

Augsburg

ü 8 Tage, 1 u. 3 Monate üalu

- 172

- - - 100 Fl. Conv. Ct.

Bern,Lausanne

kurze Sicht (8 L. -im»)

- 99>/2

- - - 100 schweizer Franken.

Frankfurt a/M.

K 8 Tage, 1 u. 3 Monate äst«;kurze Sicht

- 99

Fl. im 24 Guldenfuß für 100 Fl. im 24 Guldenfuß in Frank-furt a/M.; oder, wie kurz vorher: schw.Frankenfür 100 schw. Fr. auf Frankfurt a/M., wobei jedoch dieangenommene Reduktion vorausgesetzt wird, daß sich160 schw. Fr. mif 92 Fl.frankf. Wechselgeld vergleichen.

St.-Gallen,

Nürnberg

kurze Sicht — 8 Tage «Im»

- 99-/2

schw. Fr. für 100 derselben in St.-Gallen oder Nürnberg,unter der festen Voraussetzung, daß 160 schw. Fr. —110 Reichsgulden sind. — Jetzt auch wohl .^99-/2 Fl.im 24 Guldenfußfür 100 Fl. derselben Währung.

Genua

ö 18 Tage äoto

- 97

schw. Fr. f. 1601.iee nuove,. Vorher notirte man diesen Curs:63 schw.Sous fürI Pezza von 8»/, lüre tuori danco.

Genf

» 8 Tage äaw (kurze Sicht)

- 99-/2

schweizer Fr. für 100 derselben in Genf, indem man 16schweizer Fr. ----14 Livres 10 Sols 6 Den. rechnet.