Batavia
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Batzen
nach niederländischen Häfen 4Fl., auf einem niederländi-schen Schiffe nach niederländischen Häfen 2 Fl. Zucker auffremdem Schiffe nach fremden Ländern ausgeführt, zahlt perPikul 2 Fl.; auf niederländischen Schiffen nach niederländ.Häfen 1 Fl. Reis, auf was für Schiffen und nach welchenHäfen die Ausfuhr immer stattfinden möge, zahlt eine Ab-gabe von 3 Fl. für den lloxanz von 27 Pikul Zinn, auf ei-nem fremden Schiffe nach einem fremden Hafen ausgeführti Fl. per Pikul, und auf einem niederländ. Schiffe 2 Fl.per Pikul. Der Gewürzhandel gehört jetzt zu den Mono-polen der niederländischen Handelsgesellschaft. — Waarenkönnen niedergelegt werden ins Entrepot nicht bloß in Ba-tavia, sondern auch in den Häfen von Samarang, Surabayaund Anjier auf der Insel Java, und zu Rhio in der Straßevon Malakka, gegen Entrichtung von 1 Proc. auf den Fac-turenwerth. S. auch Java.
Münzen - und llechnungswefen.
Batavia rechnete früher 1) nach Realen zu 60 Stö-bern indisch; 2) bis 1826 nach Reichsthalern oderRyksdaalders zu 8 Schillingen oder zu 48 Stöbern in-disch; 3) nach Gulden zu 20 Stübern indisch, so daß240 Gulden indisch —waren 197>,/z Gulden oder 100 Ryks-daalders niederländisch, oder auch 3 Gulden oder Stüber in-disch — 4 Gulden oder Stübern niederländisch. Dannwurde bis 1839 nach Gulden oder Silber-Rupien zu20 Stübern oder zu 100 Cents oder Duiten niederländischerWährung gerechnet. Jetzt aber rechnet man nach neuenniederländischen Gulden oder Florinen zu 100i Cents, indem ohngefähr 23 Gulden auf die feine Mark Sil-ber kölnisch gehen, wie in den Niederlanden.
Uebrigens rechnet man hier auch nach mej irani-schen oder spanischen Dublonen oder Piastern,zum Sheil unter der Benennung von Dollar oder spani-sch e n M a t t e n, die im Zollamt 100 Silberpiaster — 260Fl. angenommen werden.
Außer diesen Münzen hat man noch den Sooko zu 2Satalies oder 6 Käshes oder 12 Stüber; außerdem brauchtman, besonders auf dem Bazar, einige chinesische Rechnungs-münzen, nämlich 1 Tale oder Tail ----- 10 Mace oder Maas,1 Mace — 4 Käshes und 1 Käsh ---- 10 Candorins. DerPatack wird hier zu 6 Mace oder 24 Käshes gerech-net. — Die hier auch noch unter dem Namen Pities vor-kommenden Münzen bestehen aus 4 Theilen Blei und 1 TheilZinn; 30 derselben rechnet man auf 1 Stüber.
Ueber das Papiergeld der Bank s. vorher S. 292.Von dem Kupfergeld werden 4 Fl. Silbergeld — 3 Fl. Ku-pfergeld gerechnet; jedoch wechselt dies Verhältniß in derCirkulation sehr, und das Kupfergeld verliert sogar! 30 Procent.
I Batavia notirt Curse und wechseltauf Amsterdam,! » 6 Monate und 60 Tage Sicht; auf London ebenso; auf
Bengalen ü 2 Monate Sicht, 100 Fl. gegen 80 Sicca-Rupien»hngesähr.
Maaße.
Der Fuß ist das alte amsterdamer oder rheinläir-dische ---- 139,13 franz. Linien; die Elle ist ---- 304,9französische Linien, und 100 Ellen ----- 103,128 berliner El-len.— Das Flüssigkeitsmaaß ist die Kanne-----73,172 franz. Kubikzoll.
Gewichte.
Das holländische Pfund gilt für den fremden Handel.Die Gewichte der chinesischen Kaufleute hier sind der Bahar,der Pikul, der Katti und der Tail. 1 kleiner Bahar — 3Pikuls d 100 Kattis a 16 Tails. Der große Bahar hat4>/z Pikuls. Der Pikul wiegt 123 niederländ. Troy-Pfd.,-^133>/g engl. Pfd. svoir äu pois, aber zu Batavia gewöhn-lich — 136 Pfd. aroir äll pois gerechnet, —131,578 berlinerPfund.
Reis und Getreide werden nach der Last oderKoyang — 27 Pikuls, — von 3375 holländ. Troy-Pfd.— 3662,042 engl. Pfd. avoir äu pois verkauft, oder auch nachdem Timbang — 3 Pikuls, — 10 Sack. 7>/, Kättis ma-chen 1 Kulack und 2 Pikuls — 1 Amat.
Das Salb - und Silbergewicht ist die holländ. Troymark,----- 9 Realen. Der Real hat die Schwere von 868,9 holt.As, die Troymark also 3120 holl. As; bei'm Juwelen-ge w i ch t hält sie 1230 Karat d 4 Grän.
Batavia, ein leichtes entweder aus Wolle oder Seideoder aus beiden gemischt gewebtes Zeug, mit glattem lein-wandartigen Grunde. Zuweilen ist der Grund farbig, vonmehr als einer Farbe, und dann wird die Kette, wie zueinem andern streifigen Zeuge, geschoren. Von andern glat-ten Zeugen oder vom Tastet unterscheidet es sich nur da-durch, daß man zerstreute Blumen darein wirkt oder bro-schirt. Zuweilen werden die Blumen in dem wollenen Grundemit Seide einbroschirt, und dies giebt den halbseidenenBatavia. Die seidenen Sorten liefern am meisten Lyon,Basel und Zürich; die halbseidenen Berlin, Gera, einigesächsische Manufakturen, die k. k. linzer Wollenmanufakturu. m. a.
Batavisch oder Friesisch Grün ist eine grüne ausKupfervitriol mit einem Zusatz von Salmiak bereitete Farbe.Ihren Namen hat sie daher, weil sie früher in Holland starkfabricirt wurde. Jetzt ist sie ziemlich aus dem Handel ver-schwunden, da bessere Farben an ihre Stelle getreten sind.
ein englisches Wollenzeug,welches in den westlichen Tuchdistrikten, in der Nähe vonBath, auch zu Halifax, Norwich, Leeds und Manchester,außerdem auch in Sachsen, in Oederan, Roßwein, Oschatz,Neustadt a. d. Orla rc. gemacht wird. Es wird zu Ueber-röcken gebraucht.
Batist, s. Leinwand.
Batist-Musselin ist ein dichtes Baumwollzeug, dasin der Feinheit und Appretur dem Batist ähnlich ist, aberin der Güte demselben nachsteht. Es wird in Sachsen undin Berlin gemacht.
Batman, ein türkisches Seiden-Gewicht, und eingewöhnliches Gewicht in Pcrsien.
Batncs sind österreichische dreifarbige Kattune, 18wiener Elle» im Stück.
Balten, sind die aus Norwegen ausgeführten, 4 Zolldicken und bis 7 Zoll breiten, Fichten - oder Tannen-Bretter.
Batzen, eine silberne Scheidemünze in der Schweiz.Im I. 1300 wurden die ersten Batzen in Bern geschlagen.Sie hatten als Gepräge das berner Stadt-Wappen, einenBären. Später schlugen auch andere schweizer Kantone
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