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Erster Band. A - G.
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Baumwolle

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Baumwolle

ist ihr Preis zwar fortwährend gefallen, steht aber höher alsder Pernambuco, im Jahr 1838: 11>/, bis 14 ä., 1843:6>/g bis 9 (I., während die letztere 1838: 11 bis 13>/, ä.,1843: 6>/, bis 7>/- ä. stand. Es wird auch viel im Landeselbst verarbeitet. Der Baumwollhandel ist Monopol desPascha. — Seit 1828 wird auch aus Sea-Jsland-Saamcn in Egypten Baumwolle gewonnen, die wie dieMako in weißen und mit Stricken geschnürten Flachslein-wand-Ballen in den Handel kommt. Sie ist weiß, glän-zend, lang, zart, kraftvoll, aber nicht ohne Finnen und nichtganz rein. In Egypten heißt dieselbe Sennaar, und inEngland 8ea Island kißxpliem. — Außerdem wächst in Egyp-ten eine braune, nankingfarbige, jedoch nicht in großerMenge.

2) Senegal, aus den Senegal-Ländern im westl.Afrika. Sie kommt zuweilen durch den französischen Han-del nach Europa, in viereckigen Hanfleinwand-Ballen; istkürzer als die kurze Georgia, ziemlich weiß, aber sehr spröde,finnig und unrein, weshalb sie sich nicht spinnen läßt.

3) In der Sierra Leona, auf der WestküsteAfrika's giebt es blaßrothc oder nelkenfarbige Baumwolle.

VII. Levantische Baumwoll-Sorten.

Im Allgemeinen versteht man unter levan tisch erBaumwolle alle die aus türkischen Ländern kommt, nämlichdie syrische, smyrnische oder natolische, cypri-sche, makedonische, von den Inseln des Archipels, ausMorea, Livadien, Malta, und sogar die persische. Hiersind nur die asiatischen Sorten als levantis che aufgeführt,und die macedonischen nebst den griechischen beson-ders, wie dieselben in.Triest im Handel unterschieden werden.

n. Vorangestellt sei hier die: persische. Vonderselben kommt nur wenig nach Europa und Rußland; dasMeiste wird im Lande selbst verarbeitet. Sie ist schmutzig-weiß, von mattem Glanz, unrein durch rostgelbe Stellen,Samen, Schalen, Sand, Kameelhaare, mit ziemlich langer,zarter und kräftiger Faser, und wird in länglich viereckigenBallen in Haartuch mit Stricken geschnürt verpackt.

I). syrische:

1) Acre, aus dem gleichnam. Paschalik; meist vongrauem Aussehen, grober und ungleichartig langer Faser,und unrein, kommt aber in dreierlei Qualitäten in den Han-del. Die erste läßt sich bis Nr. 40, die dritte bis Nr. 30spinnen.

2) Adenos oder Ada na, fein und der Eassuba ähn-lich. Sie ist bis über Nr. 40 spinnbar, und kommt überAleppo »ach Marseille.

c. smyrnische. Man versteht darunter diejenige,welche in Natolien und den nahen Inseln im Archipel ge-baut wird. Die Baumwolle von diesen ist die sogenannteSee-Baumwolle, und von dorther die Land-Baum-wolle. Sie wird in kleine» schmalen, viereckigen undstarkgepreßten Ballen versendet.

1) Baindir, nach der gleichnam. Stadt in Anatolienbenannt; eine ordinäre Sorte, bis Nr. 40 spinnbar.

2) Smyrnische gemeine, eine schlechte Landbaum-wolle, kommt nach Trieft; geringer als Caffaba.

3) Subuge oder Subujac, aus Natolien, undkommt über Smyrna zur Ausfuhr in ovalrunden, langenund geschnürten Ballen aus Haartuch von 230 bis 300Pfd. Es giebt davon zwei Qualitäten: Alta S., dieschönste der lcvantischcn Sorten, glänzend weiß, fein, weich,etwas gekräuselt, rein und bis Nr. 60 spinnbar. Uso S.,wie die vorige gepackt, weiß mit einem leichten Schimmerins Graue, eben so lang wie die andern, nur weniger gleich-mäßig, härter und spröder, und deshalb nur bis Nr. 40zu spinnen. Trieft unterscheidet Subuge und Uso. DerPreis derselben war hier 1848 im Oktober 23 Gulden, und1846 im Nov. 31>/2 Gulden.

4) Kinik, weiß, kräuselig, etwas trocken, ziemlichrein, und bis Nr. 40 spinnbar. Sie wird in runden Bal-len, in Zeug aus Ziegen - und Kameelhaar verpackt.

8) Kirkagaz, eine Landbaumwolle, auS Natolien,weiß, kurz, trocken, glanzlos, hart, ziemlich rein, läßt sichnur bis Nr. 40 spinnen. Sie wird in. Zeug aus Aiegen-und Kameelhaar zu runden Ballen verpackt. In Trieftstand sie im Oktober 1843 im Preise zwischen Subuge 23 Fl.,Kirkagaz 22 Fl., Cipro 21, Macedonia 20 bis 21 Fl.

6) Eassaba, Eassuba, eben daher und eben so ge-packt wie Kirkagaz, derselben auch ähnlich, zuweilen weicher,aber kürzer, und bis Nr. 40 spinnbar. Kommt nach Trieft.

7) Magnesia, aus der Gegend von Smyrna, undgehört zu der sogenannten smyrnischen.

8) Gallipoli, eine Secbaumwolle, aus Rumelien,von der Halbinsel auf der europäischen Seite der Darda-nellen.

<1. von Cypern,

oer türkischen Insel, kommt die im Handel llipro genannteBaumwolle. In der frühesten Zeit bezogen, nach einerNachricht vvm I. 1641, die Weber in Manchester ihreBaumwolle von London, wohin dieselbe von Cypern undSmyrna gebracht wurde. Jetzt ist die Kultur sehr be-schränkt. Früher betrug die Ausfuhr jährlich an 30,000Ballen, jetzt nur noch 3000 Ballen. Es giebt verschiedeneQualitäten: die beste Prior, auch lloro oder lluroul genannt,ist weiß, rein, ziemlich gleich lang, stark und trocken, inTrieft auch niedriger im Preise, aber bis Nr. 60 spinnbar.— Die Prima-Sorte heißt auch buon vwrcanlilo, und die8ocu,x!a auch passaküo. Beide lassen sich bis Nr. 40 spin-nen. — Die geringere ist die Irrlia oder Lomuno, in klei-nen, lockern Forken und unrein, nur bis Nr. 30 spinnbar.Die Ernte findet im Oktober statt. Die Verpackung wirdin ovalrunden Ballen in Haartuch zu 673 bis 700 floren-tincr Pfunden oder 100 Rotoli gemacht. Zehn Säcke ma-chen ein Sortiment, in dem wenigstens fünf von der zweitenSorte sind. Die Tara für das Haartuch beträgt 2 Pfd.,und Abfall beim Verarbeiten gewöhnlich 13 Pfd. pr. Ctr.—Die Ausschuß-Sorte, 8copaluro, kommt nicht zur Aus-fuhr.

VIII. Macedo nische und Griechische,wurde früherstark nach den österreichischen Staaten vonSa-lonichi aus über Scmlin nach Wien, und ein kleiner Theilnach Kronstadt in Siebenbürgen eingeführt. Sie hat kleineweiße Samenkörner, ist ziemlich kurz, kraus, rauh, schwer