Baumwollmmanufaktur
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Jü Frankreich betrugen die Erzeugnisse der Spinnereiund Weberei, welche ausgeführt wurden, im:
Jahr
Garn
Gewebe
Menge,
Kilogr.
Werth,
Francs
Menge,
Kilogr.
Werth,
Francs
1819
78,872
433,796
937,736
19,172,731
1820
72,198
397,089
1,369,160
28,722,969
1823
86,278
474,829
1,292,813
28,337,926
1825
67,301
370,133
1,847,417
42,820,340
1826
71,472
393,096
1,629,760
37,233,689
1827
90,596
498,278
1,987,678
46,023,933
1828
166,508
915,794
1,977,162
44,813,943
1829
112,934
621,247
2,231,265
82,169,393
1830
113,304
635,272
2,339,065
83,000,878
1831
172,842
930,631
2,360,944
54,663,428
1832
147,120
809,160
2,333,474
34,319,266
1833
117,783
647,818
2,438,742
63,339,313
1834
43,691
561,727
2,246,583
83,175,704
1833
51,336
282,348
2,310,544
60,608,732
Luch die mechanische Weberei wurde zuerst in St.-Quentin eingeführt, und ist seitdem ziemlich allgemein ge-worden, nachdem die frühern Hindernisse, welche Wider-wille, Vorurtheile und andere Verhältnisse entgegen stell-ten, vollkommen beseitigt sind. Die öffentliche Meinunghat sich dafür entschieden, und die Vortheile der neuen Ma-schine sind nicht ausgeblieben. Im I. 1836 betrug derWerth der ausgeführten französischen Manufakturwaaren68,677,137 Frcs., im I. 1812: 164,736,973 Frcs.
Eine wesentliche Stütze besitzt die französische Manu-fakturindustrie in den Handelsgerichten (llribunol äo com-inerce), Handelskammern (tllmmdre llecommerce), General-Handelsräthen (Lonsell geaer»! llu commerce), Manufaktur-räthen (Lonsell äes manulacturos), den Räthen Sachverstän-diger (llonsei! äe pruä'kommes), insgesammt Einrichtungen,deren auch die deutsche Industrie so sehr bedarf.
Die Manufaktur in den Nordamerikanischen Verei-nigten Staaten hängt theils von dem inländischen Be-darf, theils von der Ausfuhr der Staaten ab. Wird die-selbe auch nicht durch die Wohlfeilheit der Arbeit, wie inEngland, begünstigt, so doch durch einen wesentlichen Vor-theil, nämlich daß sie die feinste Baumwolle verarbeitet, unddeshalb ihre Erzeugnisse schwerer und dauerhafter sind, alsdie in England gefertigten. Dies gestehen die Engländerselbst zu. Indessen war die Einfuhr von England's wohl-feileren Manufakturwaaren bei den niedrigen Zollsätzen desnordamerikanischen Tarifs immer noch mit Gewinn möglichbis zum neuen Zolltarif, 1842, durch den auf Baumwoll-waaren 30 Proc., auf Twist und Garn 23 Proc. Abgabegelegt wurden.
In dem Jahr, welches am 36. Sept. 1829 ablief, be-trug die Ausfuhr von Baumwollwaaren aus Amerika1,239,487 Dollars, dagegen in dem 1832 am 30. Sept. en-denden Jahre nur 1,229,874; 1833: 2,888,000; 1836:2,233,000; 1837: 2,831,000; 1838: 3,738,000; 1839:2,975,000; 1840: 3,349,000 Dollars. Dagegen belief sichder Werth der eingeführten Manufakturwaaren in derselbenJahresfrist 1833 auf: 18,367,883; 1836: 17,876,087;
1837: 11,110,841 ; 1838: 6,899,330; 1839: 14,692,397;1840: 6,304,484 Dollars.
Nach einem amtlichen Bericht im Kongreß gab es im1.1831 in zwölf Staaten 793 Spinnmühlen mit 1,246,303Spindeln, die 67,862,632 Pfd. Garn aus 77,337,316 Psd.Baumwolle spannen. Dieses Garn verarbeiteten 33,306Webestühle, so daß jeder Webestuhl durchschnittlich in einerWoche 39 Pfd. brauchte; ein Beweis, daß die Fabrikatevon sehr schwerer Güte waren. Dabei wurden 18,339Männer und 38,927 Weiber beschäftigt, deren Arbeitslohn10,294,444 Dollars, und wöchentlich 14 sb. 11 ä. betrug.Im I. 1840 arbeiteten 2,284,631 Spindeln, der Werthder Manufakturwaaren war 46,330,433 Dollars. Bei derArbeit fanden 72,119 Personen Beschäftigung.
Nachdem Rußla nd seine Grenzen durch einen hohenTarif gegen die Einfuhr fremder Waaren abgeschlossen hatte,wurde die Manufaktur-Industrie thätiger, als sie bei derfremden Einfuhr war. Im I. 1811 bestanden für Baum-wollenwaaren 130 Fabriken, mit 12,568 Arbeitern; 1820:440 Fabriken mit 36,667 Arbeitern; 1830: 338 Fabrikenmit 76,228 Arbeitern; 1839: 607 Fabriken mit 82,000 Ar-beitern. Unter diesen Fabriken waren 33 Spinnereien.Von Baumwollenwaaren wurden, besonders nach Asien,ausgeführt1822für972,324RubelAff.; 1825 für 1,732,863RAss.; 1829 für 4,939,676 RAss.; 1838 für 3,233,348RAff.; 1840 für 4,919,783 RAss.; nach Asien allein 1841für 7,488,761 RAss.; die Einfuhr dagegen 1838 für13,977,338 RAss.; 1839 für 13,797,016 RAss.; 1840 für13,737,036 RAff.
Baumwollenspinnerei, ist ein nothwendigerZweig der Baumwollenmanufaktur, s. ebd. Eng-land, Frankreich, Sachsen, Oesterreich.
Bausch und Bogen, s. unter d. Artikel Kauf-vertrag.
Beruhen, wendisch Budissin, ehemals die ersteder sogenannten Sechsstädte der Oberlausitz, jetzt eine dersogen. Vierstädte (seitdem 1813 zwei än Preußen abgetretensind) und Hauptstadt des gleichnam. Kreisdirektionsbezirks,auf einer Anhöhe rechts an der Spree, mit 8979 Einw.,dem Schloß Ortenburg, der Burglehn, zwei Landschafts-häusern, dem Domstift, Rathhaus, Gewandhaus, der Si-multankirche St. Petri oder Dom, Gymnasium, kathol.Domschule, Protestant. Bürgerschule, Schullehrer-Semi-nar; hat die Kreisdirektion, ein Appellationsgerichc, Amts-hauptmannschaft, königl. Landgericht, Hauptsteuer-Amt,Postamt, eine große Papierfabrik von Fischer, die vorzüg-liche Papiere (Velin, Zeichnen-, Kupferstich-, Druck - u. a.)liefert, eine andere in Doberschau von Grimm und Otto,eine ausgezeichnete Pulverfabrik (Stcinbock), einige Kattun-fabriken, Gerberei, Tuchweberei, Strumpfwirkern in Wolle,Leinwand- und Barchentwcberei, ansehnlichen Garn- undLeinwandhandel, einen Wollmarkt. Jetzt ist B. durch diesächsisch - schlesische Eisenbahn mit Dresden, Görlitz undBreslau verbunden.
sehr alte Stadt in Frankreich, Dep. Nord,Arrond. Avesnes, mit 1601 Ew., Zollamt, Gerbereien, Ei-senhammer, Nägelfabriken, Kupsergießerci, Zuckerfabriken,Marmorsägemühle, Oel- u. Seifenfabrik, Weinhandel.