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Erster Band. A - G.
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Lesulie

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Delort

an der Oise, mit 2022 Einw., Fayencefabr., Papiermühlen,Posamentirwaarenfabriken, Wein- und Weinessighandel.

Akei»»»«, alte Stadt und Hauptort des gleichnam.Arrond. in Frankreich, Dep. Cote-d'Or, am Fuß von frucht-baren Weinbergen, 47» 1' 28" n. Br. 2° 30' 3" ö. L., mit10,977 Einw., Unter-Präfectur, Civil-Tribunal, Handels-Tribunal. Sie ist ein wichtiger Handelsplatz zwischenChalons und Dijon, mit vorzüglichem Weinbau, sehr aus-gebreitetem und belangreichem Weinhandel (jährlich werden40,000 Pipen versendet), vielen Fabriken für Weinessig,Zucker, Oel, Stärke, Korbmacherwaaren, Tuch, Hütete. undeiner ausgezeichneten Obstbaumzucht.

ii« »» v »i»^ . sehr alte Stadt und Hauptort desDeport. Oise in Frankreich, in einem schönen von Waldhö-hen eingeschlossenen Thal, am Zusammenfluß des Avelonund Therain, 49° 28' 7" nördl. Br. 0° 18' 13" w. L., mit13,323 Einw., Präfectur, Civil-Tribunal, Handels-Tribu-nal, Lunsoii ge'nerai äes manukactures , Primärschulen, Frei-schule für Mechanik, Geometrie und Linearzeichnen; königl.Tapisserie-Manufaktur, worin nach einer neuen Erfindungdie vorzüglichen Stücke gearbeitet werden; außerdem vieleFabriken für Tuch, Teppiche, Posamentirwaaren, für soge-nannte Beauvais-Stoffe, Wolldecken aller Art, braunes undweißes Fayence ic., mehrere Wollspinnereien, beträchtlicheTöpfereien, die ihre Waaren nach Paris schaffen, Gerbereien,Wollwäschen und Leinwandbleichen, Leinwand - und Wein-handel, Papiermühlen.

ein dichtes Baumwollenzeug, durch dieaufgeschnittene Poile dem Tuch ähnlich. Die in Englandgefertigten werden von Manchester und Norwich bezogen,und haben die Breite des Belvet; die in Berlin gearbeitetensind Elle breit und in Güte geringer als die englischenSie sind einfarbig oder dunkelgrundig und mit kleinen Mu-stern bedruckt.

Beby, Baumwollentücher, gewöhnlich blau. Siekommen aus Syrien nach Livorno und Marseille, und wer-den von hier wieder nach Afrika und Ostindien aus-geführt.

Beche de Mer. Der größte Theil des Handels mitden Südsee-Jnseln hat zum Zwecke, die unter dem NamenBeche de Mer, 6»sterapocka puimonikera, bekannten Mollus-ken für den chinesischen Markt zu erhalten. Sie finden sichin Menge auf den Korallenformationen des Südmeeres, wosie von amerikanischen und englischen Schiffen gesammeltund bereitet werden. Dieselben bestehen aus einer länglichengallertartigen Masse von einer Länge von 3 Zoll bis 2 Fuß,sind beinahe rund, nur etwas platter auf der Seite, die aufdem Felsen oder Meeresboden liegt, bewegen sich mittelstRingen wie ein Wurm; haben weder Arme noch Schale, le-ben in seichtem Wasser an Korallenfelsen, und kriechen, wenndie Sonne das Wasser erwärmt, an die Oberfläche; siescheinen von den Ioophyten, welche die Korallen bilden, zuleben. Man fängt sie gewöhnlich in 3 bis 4 Fuß Wasser,bringt sie an's Land, macht einen Einschnitt, durch welchender Magen herausgedrückt wird, wäscht sie, siedet sie undvergräbt sie auf einige Stundey; hierauf werden sie wiedergesotten, und dann an der Sonne oder am Feuer getrocknet.Die an der Sonne getrockneten sind die besten, allein der

Prozeß ist sehr langwierig, und es lassen sich eher 30 Ctr.am Feuer als Einer an der Sonne bereiten; daher man anden Stellen, wo sie sich in Menge finden, gewöhnlich dieschnellere Methode vorzieht. So zubereitet können sie 2 bis3 Jahre aufbewahrt werden, wenn man sie trocken hält.Die Chinesen halten sie für stärkend und stimulirend, undbereiten sie auf dieselbe Art wie die eßbaren Vogelnester, dieim Grunde aus nichts Anderem bestehen; denn die Schwalbe,welche diese Nester baut, pflegt ihren Schnabel in die aufdem Ufer liegenden Mollusken zu stoßen, und sie in Fädenzu zerreißen, mit denen sie ihr Nest in Felsenecken baut.Auf dem Markte in Canton wird die Beche de Mer in achtKlaffen getheilt, von denen die erste mit 90 Dollars, dieletzte mit 4 Dollars per 133 Pfd. bezahlt wird. DieserHandel hat eine große Ausdehnung erreicht, und es giebtJahre, in denen die Einfuhr dieser Mollusken eine MillionDollar übersteigt. Diese Consumtion ist im Zunehmen,und wird ohne Zweifel in demselben Verhältnisse steigen, alsdie Ausfuhr von Thee und Seide zunimmt. Die interes-santeste Seite dieses Handels ist der Einfluß, den er auf dasSchicksal der Südsee-Jnseln haben muß. Er ist der einzigeGrund, welcher die Handelsschiffe in Europa und Amerikain Verbindung mit den Bewohnern der Korallen - Inselnbringt, indem diese bei der Unzulänglichkeit ihres Bodenssonst keine andere Waare darbieten.

Becher, ein Getreidemaaß in der Schweiz und inDeutschland. Man findet die Größe desselben unter den ver-schiedenen Orten angegeben.

Becherlein, Verre, Flüssigkeitsmaaß im KantonWaadt in der Schweiz, von 3 dortigen oder 6'/z französ.Kubikzoll, ohngefähr — '/« berliner Quart --- >/, dresdnerKanne. Es ist der zehnte Theil eines dortigen Maaß(?°l).

Beczka, Tonne, ein Flüssigkcitsmaaß in Polen,welches 8041,24 franz. Kubikzoll enthält, also dem franz.Litre gleich ist, — ohngefähr 84>/z berliner Quart— lOO'/,dresdner Kannen. — In Krakau hält ein Beczka 6883'/-franz. Kubikzoll — circa 119'/, berliner Quart — 143,83dresdner Kannen.

Bedena, heißt in Dalmalien ein großes leinwandar-tiges, gewebtes Wollentuch.

Hauptstadt der gleichnam. Grafschaft inEngland, NW. ron London, an der schiffbaren Ouse, 82° 8'28" n. Br. 2° 48' 23" w. L., mit 8200 Einw., beträchtli-chem Handel mit Getreide, Eichenholz u. Eisen, mitWochen-und Jahrmärkten und einem Wollmarkt.

Beederwan d, Beidermann, Peter mann, Bei-derwand, ein geringes, aus Wolle und Leinwand geweb-tes Zeug, das an vielen Orten von de» Verbrauchern (denLandleuten) selbst, zum Theil aber auch von den Jeugma-chern verfertigt wird. Man macht es besonders im Lüne-burgischen, am Harz, in Westphalcn tc.

Beergelb, franz. 8ol »le grame, eine Saftfarbe, dieman aus den nicht reifen Gelbbecren des Kreuzdorns miteinem Zusatz von Alaun, Weinstein und Gummi oder Malz-extrakt kocht.

Bcergrün, s. Saftgrün,s. Ooikorl.