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Erster Band. A - G.
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Belgien

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Belgien

welche durch den Transport auf 60 Mill. stiegen. Daswichtigste Kohlenlager in Belgien befindet sich bei Mons,andere beträchtliche bei Lüttich und Charleroy.

Die Hochöfen standen im I. 1831 meist ausgelöscht;singen jedoch schon gegen das Ende des Jahres wieder anzu arbeiten. In der Prov. Hennegau gab es 1839: 13 ar-beitende, überhaupt aber 36 Hochöfen; in Namur 33 thä-tige, überhaupt 40; in Lüttich 13 thätige, überhaupt 22;in Luxemburg 8 thätige, überhaupt 20, die insgesammt88,000 Tonnen Eisen im Werth von 11,440,000 FrcS. lie-ferten. In Lüttich besteht eine Staylfabrik. Im Durch-schnitt führt Belgien 100,000 Etr. Gußeisen, 80,000 Ekr.Stabeisen nebst Eisenwaaren ein, dagegen 120,000 Etr.Gußeisen mit 100,000 Etr. Stabeisen und Eisenwaarenaus. — Die Gewehrfabriken in Lüttich leisten Vorzügliches'Maschinen die Fabriken in Brüssel, Lütticd, BervierS,Charleroy, Boussu, Gent, Tirlemont; feine Eisen undStahlwaaren die Fabriken in Lüttich, Goffelins, Lcuze,Lieve», SoignieS, Charleroy — Zinkgrubcn giebt es inder Prov. Lüttich, und Zinkhütten zu Chvnee, Huy tc., dieohngefähr 200,000 Etr. liefern.

Die Tuch- und andere Wollzeugfabrikationblühte vorzugsweise in BervierS und der Umgegend. Im1.1833 waren darin 40,000 Arbeiter beschäftigt, die jähr-lich im Durchschnitt 100,000 Stück Tuch im Werth von23 Mill. Frcs. lieferten, während das angelegte Kapitalgegen 73 Mill. Frcs. betrug. Später litt diese Industriesehr durch die Konkurrenz des Auslandes.

Mit derselben Aufmerksamkeit, wie die Industrie, wirdauch derHandelin Belgien behandelt. Wie in Frankreich,wird in Belgien der allgemeine (Lommerco gcnöral) undbesondere (Lommerce 8peci>ü) unterschieden. Der Werth desauswärtigen Handels Belgiens belicf sich im Jahr 1840auf 429,903,226, 1843 auf 316,738,461 Frcs. — Die Ein-fuhr im allgemeinen Handel, d. h. der Einfuhr ohne weitereBestimmung der Waaren, sei es für den inländischen Ver-brauch, sei es für die Wiederausfuhr, sei es für den direktenTransito, oder sei es für die Niederlagen, betrug im 1.1840»ach dem Werth 246,403,399, 1843 : 294,584,180 Frcs. —Die Ausfuhr im allgemeinen Handel, d. h. aller belgischenund fremden Waaren ohne Unterschied, belicf sich dem Werthnach 1840 auf 183,497,827, 1843: 222,184,281 Frcs.

Im Einzelnen war 1840 der Werth dieser

Einfuhr aus

Ausfuhr nach

England. 33,000,000 Frcs.

12,791,000 Frcs.

Niederlanden .. 48,469,000

37,323,000

,,

Frankreich.... 44,434,000

,,

78,618,000

Bereinigte-St. . 24,401,000

//

2,032,000

„

Preußen. 22,280,000

Cuba und Porto-

"

23,876,000

"

Rico.11,313,000

2,370,000

Rußland .... 9,642,000

—

Brasilien .... 8,877,000

1,343,000

la-Plata-St. . . 8,233,000

„

Haiti. 4,312,000

Hanseat. Städte. 2,114,000Schweden u. Nor-

13,296,000

,,

wegen. 2,097,000

1,141,000

,/

Einfuhrau« Ausfuhr nach

Dänemark . . .

1,834,000

„

—

„

Spanien ....

1,473,000

„

—

Beider Sicilien.

1,313,000

„

—

,,

Hannover u. Ol-denburg .. .

1,206,000

Portugal ....

1,204,000

„

—

„

übrige Länder .

500,000

„

950,000

„

Türkei.

—

„

1,608,000

„

Mejico .

—

„

1,972,000

„

Der besondere Handel

belief sich dem Werth nach

im 1.1840 auf 345,239,643, 1843 auf 373,646,867 Frcs. —Die Einfuhr dieses Handels, d. h. der Waaren, welchezum inländischen Verbrauch in Belgien eingehen, betrug1840: 203,610,862, 1843: 216,417,629 Frcs. — DieAusfuhr desselben Handels, d. h. der belgischen Waaren,oder solcher, die durch den bezahlten Zoll den inländischengleichgestellt sind, hatte den Werth 1840: von 139,628,781,1843: 136,229,238 Frcs.

Im Einzelnen vertheilte sich im Je 1840 die:

Einfuhr aus

Ausfuhr nach

England.

43,648,000 Frcs.

11,081,000 Frcs.

Niederlande . .

40,163,000

,,

29,791,000

„

Frankreich....

39,886,000

,,

54,869,000

Vereinigtc-St. .

20,188,000

//

1,946,000

,,

Preußen.

19,122,000

„

17,909,000

,,

Cuba und Porto-

Rico.

10,370,000

„

2,283,000

Brasilien ....

7,789,000

„

1,044,000

,,

Rußland ....

7,433,000

„

—

/,

Haiti.

4,897,000

„

—

Schweden u. Nor-

wegen.

2,045,000

—

Hanseat. Städte.

1,337,000

„

12,011,000

Spanien.

1,443,000

,,

—

Dänemark .. .

1,171,000

—

,,

Portugal ....

1,160,000

/,

—

,,

andern Staaten.

930,000

//

980,000

Mejico .

—

,/

1,746,000

/,

Türkei.

—

,,

1,578,000

,,

Auch der Transito-Handel hatte bis zum I. 18-40,wo dessen Werth 43,869,046 Frcs. betrug, um mehr als dieHälfte zugenommen.

Die belgische Rhederei hatte sich im Jahr 1840gegen früher beinahe um 17 Proc. vermindert. Im Jahr1840 besaß Belgien 482 Schiffe von 61,333 Tonnen, dage-gen in den 3 vorhergehenden Jahren durchschnittlich 843Schiffe von 72,117 Tonnen; im Jahr 1837: 182 Segel-schiffe von 21,620 Tonnen nebst 4 Dampfschiffen von 1477Tonnen; 1843: 134 Segelschiffe von 21,932 Tonnen nebst3 Dampfern von 3364 Tonnen; am 1. Jan. 1843 nur 13LHandelsschiffe nebst 7 Dampfschiffen von 24,000 Tonnen.Ohngeachtet der Differentialzölle nimmt die belgische Schiff-fahrt ab.

Im Verkehr zur See mit Belgien war im Jahr 1840England am meisten betheiligt mit 604 Schiffen von 61,663Tonnen; Rußland mit 187 Schiffen von 33,463 Tonnen;Preußen mit 141 Sch. von 19,832 T.; Schweden und Nor-