Bender-Dellim
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Benzoe
zu 6 >/ 4 Pfund engl.av.ä.p.-----2,834Kilogramm. 2MaundsTabri--- IMaund Schah (Sh er w oder Schahu).
Der Maund Copra wird zum Wiegen aller übri-gen Landeserzeugnisse, der Eßwaaren u. s. w. angewandt,und im Handel mit der engl. Faktorei zu 7-/< Pfund engt.av. L. p. --- 3,314 Kilogramm, im Bazar aber nur zu 7>/,bis 7>/- Pfund engl. av. 6. p. gerechnet. Der letztere MaundCopra heißt auch Maund Bazar.
Sold- und Silbergewicht. Der Miskal oder Miti-kal ist 71'/,- engl. Grün oder 4,6381 stanz. Gramm--- 96,813 holl. As schwer. 2 V 2 Miskals machen eineSurat- Tola aus.
Bender-Dellim, Bender-Dilam, kleine Stadtin Persien, Prov. Farsistan, NO. am persischen Meer-busen, mit einem kleinen Hafen. Die Bewohner sind Ara-ber, und treiben Perlenfischerei.
Bender-Kongun, Hafenstadt in Persien, am pers.Meerbusen in der Küstenlandschaft Germsir, mit einigentausend Einw., die besonders Handel mit Perlen treiben.
Bendorf, Flecken in Preußen, RegierungsbezirkKoblenz, am Rhein, mit 2206 Einw., Tuchweberei, Tbon-pfeifenfabriken, Eisen - und Stahlhämmern.
Bencr, ein Milchmaaß im schweizer Kanton Grau-bündten, in 2 Maß oder 4 Qaärtlein eingetheilt, — 67stanz. Kubikzoll, — l'/s berliner Quart, oder 1^/7 dresd-ner Kannen.
Bengalen, ist erstlich eine Provinz im englischenoder britischen Hindostan, zwar 106,000 engl. QM. groß,aber fast durchaus einförmig, vorzüglich bewässert durch dieFlüsse Ganges, Brahmaputra Hughly, Tista, Rupnarainrc., angeschwemmtes Land und sumpfig. Dann ist Benga-len auch eine englische Präsidentschaft in Hindostan, welcheaußer der gleichnamigen Prov., die Prov. Bahar, Allah-Abad, die Distrikte Benares und Bendelkend, die Agra,Delhi, Berar, Malwa, Tarai oder das Waldland, derKüstenstrich Sunderbund am Meerbusen von Bengalen,Arrakan, Affam,Tavoy, Tenasserim und Martaban. DieHauptstadt der Präsidentschaft ist Kalkutta.
Bengozy, Bernik, Haftn- und Handclstadt inTripoli, auf der Ostküste des Meerbusens von Sidre, W.vom Cap Razat, 32° 7' 30" n. Br., 17° 41' 20" ö. L.mit 8000 Einw. Der Handel geht nach Malta, Audjelahund Sajonah. Die Ausfuhr besteht in Korn, Gerste, Wolle,Rindvieh, Schaafen, Butter, Geweben aus Wolle, Flachsund Hanf rc.; die Einfuhr in Oel, getrockneten Früchten,Seife, Leinwand und Wollzcugen aus Malta und der Le-vante rc. Ein liefen im I. 1834: 121 Schiffe von 8633Tonnen, aus 110 Schiffe von 8432 T.; im I. 1836 einnur 86 Schiffe von 4231 T., aus 34 Sch. von 4492 T.
Benguela, ist ein den Portugiesen unterworfenesLand auf der Küste im südwestl. Afrika, in Nieder-Guinea,das sich landwärts weit über fünfzig Tagereisen ausdehnt.Es bildet ein Guvernement, das unmittelbar unter demGeneral-Guverneur von Loanda steht, und im Innern einsogenanntes Präsidium, Fort Laconda hat. Die zu diesemGuvernement gehörigen Distrikte sind: Bailundo, das anPungo andongo stößt; Dombe grande da Quinzamba;Zambe, Galomgue, Quilengues e Sambos, Quilengues e
Huita, und Bihe. Die Bewohner sind Neger verschiedenerVolkschaften, die sich durch ihre Sitten unterscheiden. Darinliegt auf der Küste, in einem schönen, beschatteten, sum-pfigen, von dem Calumbella durchfloffenen, sehr ungesun-den Thal, von hohen, zum Theil sandigen Bergen einge-schlossen, die große gleichnam. Stadt, 12° 34's. Br. 13°20' ö. L., mit ohngefähr 3000 Einw., davon etwa Zwei- ,drittel Weiße und Mulatten, die übrigen Reger sind. Gegen sdie Küste bewegt sich ein Mcerstrom, und die Tiefe desMeeres an dieser Küste ist so bedeutend, daß die größtenSchiffe sich dem Lande auf 1 bis 2 engl. Meilen sicher nahenkönnen. Der Hafen, gegen alle Winde geschützt, gehörtzu den besten der west-afrikanischen Küste; nur ist die Lan-dung wegen der Brandung darin, besonders bei lebhaftemSeewinde, sehr schwierig und sogar unmöglich. Neger,die immer im heißen Sande am Strande liegen, tragen diePassagiere von den ankommenden und in die abfahrendenSchiffe durch's Wasser. Die Stadt ist befestigt, aber we-gen der Nähe von Sümpfen sehr ungesund. Sie liegt unterder Höhe des Meeresspiegels, und leidet durchaus Mangelan trinkbarem Wasser. Das heutige Benguela heißtBenguela nova, während B. velha, Alt-Bcnguela, nörd-lich von Rovo-Redondo, von den Europäern längst verlas-sen ist. Auch jetzt beabsichtigt man das Guvernement nachder südlichern Kolonie Mossamedes zu verlegen, die einenguten Hafen und gesundes Klima hat. Die UmgegendBenguela's besitzt einen großen Reichthum an fast alleneuropäischen Gartengemüsen, vorzüglich Kohl, der weit undbreit an der Küste verschickt wird, Ananas, Apfelsinen, -Bananen, Mangos, Maniok, schöne Weintrauben, vieleZiegen und Schweine, von wildem Geflügel Lachtauben,Perlhühner, Papageien, Kolibri, von wilden Thieren viel !Antilopen, drei Arten Hyänen, hier Wolf genannt, Löw-n,Elephanten, im Meer viel aber auch giftige Fische, viel undsehr große Schildkröten. Der Haupthandel ist Handel mitSklaven, die durch zahlreiche Karawanen aus dem Innernzugeführt werden. Durch diese Karawanen werden auchElephantenzähne u. a. nach Benguela gebracht. Mais,Zuckerrohr und Baumwolle gedeihen bei Benguela sehr gut,werden aber nicht gebaut. Es giebt hier auch leren jsp°-inca u. Ipecacuanha. An Handwerkern fehlt es in Benguelagänzlich. Wenn der Sklavenhandel aufhört, dann wird derReichthum der Natur erst benutzt werden, lose äccursioäas kieves, Lonsillerucöes polllicas 0 commerciues sobreäoscobrimoiUos 6 po8S688oe8 äos porkugueres na 4fricu 6 naAsia. Insbou 1830; Tams, die portugiesischen Besitzun-gen in Süd-West-Afrika, Hamburg 1848; S. 30 ff.
Hafenstadt in Spanien, Valencia,am mittelländ. Meer, mit 6000 Einw., vorzüglichem Wein ^und Olivenöl, die ausgeführt werden. S. Wein.
Benzoe, Benzoeharz, wohlriechender Asant,Ilosina llenroe , 4sa llulcis , engl. Iierirom , sranz. bonjoin,ital. ddrmno, das Harz des in Ostindien, besonders ausSumatra, Java, Borneo und in Siam heimischen Benzoe-baumes, 8ftrax venrom, Ill^ancl. Es fließt aus den inden Stamm des Baumes gemachten Einschnitten als einweißer Saft, der an der Luft hart und nach und nach dunk-ler wird. Jeder Baum kann 3 Pfund liefern und die Ein-schnitte können 10 bis 12 Jahre wiederholt werden. Im