Band 
Erster Band. A - G.
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384
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Bericht

ist weder so groß und breit als das aus den preußischen Hä-fen kommende, noch so knotenfrei; da es aber ein langsamesWachsthum hat, so ist es fester und der Fäulniß weniger un-terworfen. Die Breter sind entweder von der rothen oderder weißen Tanne oder Fichte; das Rothholz kommt von derschottischen Föhre; das Weißholz, welches geringer bezahltund geschätzt wird, stammt von der Pechtanne. JederStamm giebt 3 Zimmerhölzer von 11 bis 12' Länge undbraucht 70 bis 80 Jahre, ehe er völlig ausgewachsen ist.Die Dielen aus Bergen stehen jedoch denen aus Christianiaum Vieles nach.

Die Einfuhr nach Bergen besteht hauptsächlich in Ge-treide von dem baltischen Meer, in Salz, Stahlwaaren,Kaste, Zucker u. s. w. Sie war 1844: 187,932 T. Salz;1st0,355 L. Gerste; 126,301 T. Roggen; 18,894 L. Malz;15,178 T. Weizen; 3060 T. Graupen; 7129 L. Erbsen;11,873 T. Hafer. Ein liefen im Jahr 1844: 1137 Schiffe,aus 1153 Schiffe.

Münzen, Maaße, Eewichle, wie in Norwegen über-haupt.

Wechsel, welche von anderen Plätzen aus Bergengezogen werden, müssen binnen 24 Stunden nach der Vor-zeigung angenommen oder protestirt werden. Wird einschon acceptirter Wechsel von dem Bezogenen am Verfall-tage nicht bezahlt, so ist der Inhaber desselben verbunden,innerhalb der nächsten 8 Tage Protest erheben zu lassen,widrigenfalls aller dadurch entstehende Schaden dem Wechsel-inhaber zur Last fällt^

s. Berg-op-Zoom.

Ikei-N«!'»«!, Stadt und Hauptort des gleichnam,Arrond. in Frankreich, Depart. Dordogne, in einer großenund fruchtbaren Ebene, rechts an der Dordogne, mit 10,102Einw.,Unter-Präfectur,einem Civil- ».einem Handels-Tri-bunal, einer Tischzeugfabrik, einer chemischen Fabrik, Fär-bereien, Messerschmieden, Handel mit Branntwein, vorzügl.weißem Wein, Trüffeln w.

Berggelb, ein gelber Eisenocker, der gemahlen undgeschlemmt in den Handel kommt.

Berggiesshübel, Bergstadt in Sachsen, Amt Pirna,südlich bei Pirna, an der Hauptstraße nach Böhmen, an derGottleuba, mit 767 Einw., einem Mineralbad (Johann-Georgenbad), ergiebigem Bergbau auf Eisenstein, Eisen-hütte nebst Eisengießerei (von Gasröhre», Ofenplatten, Ei-senbahnwagenrädcrn !c.), Vitriol- und Alaunwerk, Knopf-und Schnallensabrik, vorzügl. Blättcrkuchen rc. Altenbcrgmit Berggießhübel und Glashütte bilden ein Bergamtsrr-vier, mit 34 Gruben, wo 1843 für 80,281 Thlr. Ausbeutean silberhalt. Erz, Zinn, Arsenikmehl, Eisenstein, Schwefel-und Vitriolkies gewonnen wurde.

Berggrün, Kupfergrün, Schiefergrün,Tyroler- oder Ungarischgrün, lat. Vlrille monwnum,sranz. Von! ilo montagne, Lenüres verlos, lllirzsocollo, englischölumttain grcon , ital. verdo porra , kommt schon gebildet inder Natur vor und wird in seinem natürlichen Zustande vonden Mineralogen erdiger Malachit genannt. Auch wirdes künstlich dargestellt. Seine Hauptbestandtheile sind Ku-pscroxyd und Kohlensäure.

i) Das natürliche Berggrün (der Malachit) fin-

det sich in Gebirgsarten älterer und neuerer Entstehung, be-sonders in den der Flötzzeit angehörigen, auf Gängen undLagern von mehreren andern Kupfererzen, Brauneisen-stein tc. begleitet, bei Rheinbreitenbach, im Siegenschen, beiKupferberg in Schlesien, in Baden, Würtemberg, Nassau,bei Aellerfeld und Lauterberg am Harz, bei Saalfeld undRuhla in Thüringen, ferner in Tyrol, Ungarn, Spanien,Cornwallis, Schottland, Norwegen, Schweden und Sibi-rien, wo es in überaus großen Masse» gefunden worden ist.— Außerdem findet sich noch ein natürliches Berggrün inUngarn und zu Schwatz in Tyrol. Dieses ist ein Nicder-schlag aus kupferhaltigen Cement-Grubenwässern, der sichbeim Zutritt der Luft bildet. Es ist reiner und schöner alsdas vorige. — 2) Das künstliche Berggrün erhältman, wenn man schwefelsaures Kupferoxyd in Wasser auf-löst, durch kohlensaures Kali oder Natron fällt und denblaugrünen Niederschlag mit heißem Wasser absüßt, zuletztmit kochendem, wodurch derselbe dichter, fester, körnigerwird und eine schöngrüne Farbe annimmt; doch wird dieFarbe durchs längere Kochen mit Wasser schwarzbraun, in-dem dann das Präparat wasserfrei übrig bleibt. Um dieSchönheit der Farbe zu erhöhen, pflegt man noch verschie-dene Ausätze (z. B. Weinstein, Essig u. dergl.) zu machen.Man bringt es entweder gekörnt, oder fein gepulvert in denHandel. Das gekörnte wird.oft, damit es ein schöneresAussehen erhält, mit einer Kochsalzauflösung genäßt unddann wieder getrocknet. Gebraucht wird das Berggrün alsOel- und Anstreichfarbe; jedoch eignet es sich weniger zurOelfarbe als zur Wasserfarbe.

Ausgeführt wurde Berggrün aus Oesterreich 1830:46,000, 1832: 84,720, 1834: 37,874, 1835:77,700, 1838:48,900 Pfd.: eingeführt 1830: 88, 1832: 1036, 1834: 18,1838: 100, 1836: 1000, 1838: 200 Pfd.

Bergkrystall, s. Quarz.

Berglachter, s. Lachler.

Bergmilch, s. Mondmilch.

Bergnaphta u. Bergöl, s. Naphla,

Bergseifc, 8avon üo inoittagne, ölvunluin soap, eindem Thon ähnliches, sanft und fett anzufühlendes, durchden Strich glänzend werdendes Mineral von bräunlichschwarzer Farbe. Im Wasser löst es sich auf, wie der Thon.Es besteht in 99,3 Theilen aus 44,0 Kieselerde, 26,3 Thon-erde, 8,0 Eisenoxyd, 0,8 Kalk, 20,3 Wasser, und findet sichin Böhmen bei Bilin, in Thüringen, auf der schottischenInsel Skye -c.

Bergung, s. Bergelohn.

Bcrgwaareu, ist die allgemeine Benennung der inden Handel kommenden Bergwerk- und Hütten-Produkte,nämlich Arsenikkies, Blei, Blciglätte, Nickel, Schmälte,Quecksilber, Zinnober, Zink, Vitriol, Alaun, Salpeter, Ku-pfer, Eisen, Zinn, Steinsalz rc. Sie werden zu festenPreisen von Niederlagen bezogen, z. B. in Sachsen ausFreibcrg.

Bericht, Avis, Avisbrief, franz. avis, lottrs

d'uvis, englisch mlvleo, lottor ol uüvico, ital. ovvisu, lotternll'uvvlso, ist die schriftliche Anzeige, durch welche der Aus-steller einer Tratte den Bezogenen (oder auch die Nolbadrcf-sen) von der Ziehung der Tratte in der Absicht benachrich-