Bier
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Bilanz
Kohlensäure in starke und schwache; je nach dem Gradder Röstung, den das Malz vor der Anwendung erlittenhat, in solche aus schwach gedarrtem Malz (helle, weiße),und in solche aus stark gedarrtem (dunkelbraune); jenach der Menge desHopsens, den sie enthalten, in starkgehopfte und schwach oder wenig gehopfte; endlichje nach den Körnern, aus denen sie bereitet sind, in Ger-stenbier, Weizenbier, Haferbier, Syrupbierw.Wird das Bier mit Kräutern, Gewürzen, Arzneikörpernversetzt, so benennt man es gewöhnlich nach diesen; z. B.Alantbier, Kräuterbier, Wermuthbier, Ing-wer die r rc. Bier, das einige Zeit aufbewahrt werden soll,wird gewöhnlich mit mehr Sorgfalt und etwas stärker ge-braut, und heißt dann Lagerbier. Selten läßt man esindessen über ein, gewöhnlich nur ein halbes Jahr liegen.Das schwache, gewöhnlich aus dem schon ausgekochten Malzbereitete Bier heißt Nachbier (Kofent, Confent), dasstarke gehaltreiche Doppelbier. Außerdem hat man eineMenge Arten Biere, die zum Theil nach den Ländern undOrten, wo sie bereitet werden oder zuerst bereitet wurden,benannt sind, z. B. bairischee Bier, Mannhei-mer, stettiner, danziger oderjopen-, kotbuser,braunschweiger Bier rc. — Mumme nennt man ei»von Mumme in Braunschweig zuerst bereitetes, schwarz-braunes, süßes, ganz dickes, syrupähnliches Bier. Es kanndie Linie passiren und wurde früher stark auf den Schiffengebraucht; Porter, in England, ein stark nährendes,kräftiges, braunes, Ale, eine Art weißes Bier cc. — DasBier selbst ist mehr Gegenstand des örtlichen Verbrauchs,als des Handels.
In Deutschland zeichnet sich besonders das inBaiern gebraute Bier aus. Auch ist dort der Bierver-brauch sehr stark; viel wird nach Oesterreich, Sachsen,Preußen ausgeführt. Außerdem erzeugen Preußen, Wür-temberg, Sachsen, Baden viel Bier. Nächstdem ist inEngland das Brauen am bedeutendsten. 1828 wurden6'/- Will. Barrels Porter; 1,784,084 B. Tischbier und17,133 B. Mittelbier gebraut. Auch in Frankreichwird viel Bier, besonders in Paris, Metz, Lille, Arras,Amiens, Soiffons u. a. gebraut.
Im deutschen Zollverein betrug die:
Einfuhr
Ausfuhr
Durchfuhr
1837
4837
43,108
6818 Ctr.
1838
8294
37,823
6410
s
1839
3916
34,416
6949
s
1840
8723
36,300
6621
-
1841
6131
33,864
4403
1842
6669
38,741
8498
1843
7331
38,373
6394
1844
8383
42,914
8211
-
In Oesterreich wurden eingeführt 1829: 387,910;1831: 864,338; 1833: 789,960; 1838: 1,093,800; 1838:1,026,900 Pfd. in Fässern, ausgeführt 1829: 246,234;1831:339,080; 1833:887,800; 1838:312,800; 1838:724,000 Pfd. in Fässern.
Aus Groß-Britannien wurden »ach West-Indien,Australien, Ost-Indien und andern Gegenden Bier ausge-führt 1841: 166,978; 1842 : 143,838 Barrels.
Bkerlast nennt man in Gotha 12 Tonnen oder 288Stäbchen oder 876 Kannen Bier. Eine solche Last ist —49,248'/,o franz. Kubikzoll oder — 4 Oxhoft 2 Eimer12-/2 Quart preuß. Gemäß.
Bierwage, ist ein Instrument oder Areometcr (s.ebd.) aus Glas oder Metall zur Untersuchung der Stärkedes Biers.
Bigga, ein ostindisches Flächenmaaß von 20 EottaSoder 320 Chattaks, jeder Chattak zu 8 Covits Länge und4 Breite. 40 Biggas bilden in Madras einen Caweny.Da ein Covit — 202-2/20 franz. Lin., so beträgt der Flä-cheninhalt eines Bigga 1338 QMetres ^ 94 QRuthen28 QFuß Rheinl.
Bijouteriewaaren, Schmuck waaren, franz.llljoutorie, loaUlerio. Hierunter versteht man alle kleine-ren Schmucksachen ic. aus Gold, Silber, Platina, Stahl,Eisen, Edelsteinen u. s. w., wie z. B. Ringe, Ohrgehänge,Uhrkelten und Uhrgehänge, Halsketten, Kreuze, Schieber,Armbänder, Vorstecknadeln, Petschafte, Kämme, Knöpfe,Schnallen, Dosen, Degengefäße, Etuis u. s. w. Man un-terscheidet die Bijouteriewaaren in ächte und unächte; letz-tere bestehen aus den geringeren Metallen, oder gold-undsilberähnlichen Metallmischungen. Unter g r 0 ß e r B i j 0 n -terie versteht man die größeren Artikel, als Tabacksdosen,Etuis und jede Scharnierarbeit; zur kleinen Bijou-terie gehören Ringe, Petschafte, Uhrschlüffel u. s. w. Hinund wieder gebraucht man auch den Ausdruck emaillirteBijouterie. — Unter allen Ländern liefert Frankreichdie schönsten und meisten Bijouterieartikel. Fabriken vonBijouteriewaaren bestehen besonders zu Paris, Lyon,Marseille, Bordeaux, Clermont. In Englandliefern besonders London und Birmingham Bijou-terie-Artikel, die mit den französischen rivalisiren. DieSchweiz, namentlich Genf, liefert die vorzüglichstenemaillirte» Bijouterien. Belgien hat in Ant-werpen dergleichen Fabriken. In Deutschland sinddie vorzüglichsten Bijouteriewaarenfabriken zu Pforz-heim, Hanau, Schwäbisch-Gemünd, Stuttgart,Ofsenbach, und in Eisenguß-Bijouterien Berlin. InOesterreich liefert Wien die ausgezeichnetsten Arbeite».Venedig war ehedem wegen seiner Gold- und Silber-arbeiten berühmt. Die Vereinigten-Staaten vonNordamerika haben, seitdem von Franzosen in New-Pork Bijouteriewaarenfabriken angelegt sind, außerordent-liche Fortschritte in diesem Artikel gemacht.
Bilander, Binnenländer, ein in England undSchweden gebräuchliches zweimastiges Kauffahrteischiff/das sich blos durch seine Segel von einer Schnau und Briggunterscheidet.
Bilanz, B i l a n c e, B a l a n z, franz. Ie dilon, engl.
dalanoo, heißt beim Kaufmann die monatliche oder jähr-liche Schlußrechnung, und ist ein Theil der Buchhaltung,und für den Kaufmann sehr wichtig. Die Rechnungen derHandelsfreunde auf dem Hauptbuche werden von Zeit zuZeit abgeschlossen, das heißt, es werden die einzelnen Sum-men der Debet-Seite, d. h. alle Posten, die sie uns schuldigsind, und die einzelnen der Eredit-Seite, d. h. alle Posten,die sie zu fordern haben, addirt. Die Summe, welche einer