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Erster Band. A - G.
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Cajütte

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Calculatwu

man das Cajeputöl mit Salpetersäure schüttelt und dannzu der abgegossenen Salpetersäure blausaures Kali tropft;verwandelt sich hierdurch die Farbe in Braun, so warKupfer vorhanden, ändert sie sich aber in Blau um, sowar das Oel frei von Kupfergehalt. Man kann das Kupferauch wohl dadurch erkennen, daß man in vorher warm ge-machtes Cajeputöl blankpolirtes Eisen, z. B. Stricknadeln,taucht, worauf sich das Kupfer, wenn welches vorhandenist, mit der ihm eigenen rothen Farbe an das Eisen als fei-ner Ueberzug ansetzt. Ein künstliches Cajeputöl aus Cam-pher, Rosmarin- und Sadebaumöl, mit Schafgarbenkrautgefärbt, untersucht man, indem man etwas davon auf Zuckertröpfelt und dann diesen in Wasser zergehen läßt; derCampher scheidet sich alsdann aus. Beim Entzünden hin-terläßt solches Oel einen kohligen Rückstand. Die Verfäl-schung mit Cardamomenöl kommt jetzt wohl deshalb nichtmehr vor, weil Letzteres zu theuer ist. Eine Verfälschungmit Weingeist kann man durch Schütteln mit Wasser(1 Theil Wasser auf 1 Theil Oel) entdecken. Der Wein-geist verbindet sich hierbei mit dem Wasser, und das Oel,was man dann abgießen kann, hat an Gewicht so viel ver-loren, als ihm Weingeist zugesetzt war. Das Cajeputölwird in der Arzneikunst und zur Vertreibung von Infektenund Motten benutzt. Als Mittel gegen den Zahnschmerz istes deshalb schädlich, weil es die Zähne zerstört. Es wirdbesonders von Amsterdam bezogen.

Cajütte, s. Kajütte.

befestigte Küstenstadt am atlant. Ozean,in Frankreich, Depart. Pas-de-Calais, Arrond. Boulogne,mit 12,808 Einw., einem bequemen Hafen, der Schiffe von400 bis 800 Tonnen aufnehmen kann, mit einem Handels-Tribunal, Handelskammer, Generalhandelsrath, Lonsei! clopruä'komines, Ackerbaugesellschaft, Assekuranzen, Entrepotfür Salz und verbotene Waaren, Leuchtthurm mit Dreh-feuer, Seebad, Rhederei, Dampfschifffahrt-Verbindung mitLondon, Dover rc., mehreren Bankiersgeschäften, Schiffbau,Handel, Baumwollgarnspinnerei, und namentlich sehr vielTüllfabriken.

Calamanderholz, ein bräunlich-schwarzes Holz ausCeylon, was zuweilen nach England kommt und von denTischlern gebraucht wird. Es ist außerordentlich hart undnimmt eine schöne Politur an.

Calambacholz, die vorzüglichste Sorte des Adler-holzes oder Aloeholzes (vergl. d. Art.). Es ist knotig,sehr schwer, kompact, ölig und außerordentlich reich anHarz; außen gleichmäßig röthlichbraun, schneidet man aberein Stück mit der Säge ab, so kommt eine etwas mehr insGraue fallende Farbe zum Vorschein, welche von einem ei-genthümlichen ausgeschwitzten Saft herrührt. Diese Be-schaffenheit bezeichnet man mit dem Namen „jaspis-arti g." Der Querbruch bietet nicht dieselben Kennzeichendar wie beim Adler- und Agallocheholz, was vielleicht vonder großen Menge Harz herrühren mag, womit alle Gefäßegeschwängert sind. Es hat einen starken Geruch, der wievon Myrrhe und Animeharz gemischt zu sein scheint; beimKauen wird es leicht zu Pulver; der Geschmack ist bitter,der Geruch beim Brennen oder beim bloßen Erhitzen aufeiner Metallplatte sehr angenehm. Man schreibt dies Holz

zwei sehr verschiedenen Bäumen zu; der eine wurde vonLouvricr in Cochinchina beobachtet, der ihm den Namen I4Ivöxx>on 4ga»vcl>um gab; der andere, der sich sehr häufig 'auf den meisten Inseln der Moluckengruppe findet, ist dieLxcoccai'i» XMlIoobu, b. (aus der Familie der Euphorbia-ceen). Dieser Baum ist klein und gewunden und voll voneinem milchigen Saft, der sehr ätzend, und wenn er in dieAugen kommt, sehr gefährlich ist. Das Calambacholz istin Asien selbst sehr theuer; da es beim Verbrennen einen äu-ßerst angenehmen Geruch verbreitet, so gebraucht man esdaselbst zu Räucherungcn in den Tempeln und in den Pal-lästen der Vornehmen, und kommt nur sehr selten nachEuropa.

Calculation, calculiren, zu deutsch Berech-nung/berechnen. In der kaufmännischen Rechnenkunstversteht man unter Calculiren das Berechnen einer be-zogenen Waare, nach den Kosten im Einkauf, Transport,Gewichtverlust, Zoll rc. Durch die Calculation ermitteltman den Preis, welchen eine Waare uns im Ganzen undEinzelnen zu stehen kommt. Hat man blos eine SorteWaaren bezogen, so ist die Calculation leicht; man hat als-dann nur die fremde Münzsorte des Ortes, woher die Waarekommt, in die unseres Ortes zu verwandeln, so auch daSGewicht, und wenn man sämmtliche Unkosten hinzu gerech-net hat, so findet man durch einfache Regel de tri den Preiseiner Gewichts- oder Maaßeinheit (Centner, Pfund, Elle).Dies ist die einfache Calculation. Unter zusammen-gesetzter versteht man die, wo man mehrere Sorten vonverschiedenem Preise, oder mehrere ganz verschiedene Waa-ren bezieht. In diesem Falle müssen sämmtliche Spesen(Unkosten) auf jede Gattung gleichmäßig vertheilt werden, ^wobei man sehr aufmerksam zu Werke gehen muß, indem

sich bei den mannichfaltigen dabei vorkommenden Rechnungs-arten kein Fehler cinschleichcn darf, wenn nicht die ganzeArbeit unnütz sein soll.

Sämmtliche Unkosten oder Spesen zerfallen in zweiHauptabtheilungen:

1) Spesen aufden Werth, und

2) Spesen aufs Gewicht.

Spesen aufdenWerth sind diejenigen, welche eineWaare nach ihrem Geldwerth erleidet, als: Provisionoder Commission, Mäklergebühr (Courtage oderSensarie), Assekuranzkosten, Briefporto, Zinsen,wenn solche vorkommen.

Spesen aufs Gewicht nennt man die Unkosten, >welche von der Schwere der Waare abhängen (auf dasGewicht derselben fallen), und bei der Calculation nach >Maßgabe derselben vertheilt werden müssen, nämlich: >Fracht, Abwägen, Speditionskosten (welche jedoch jzuweilen auf die Anzahl der Colli, worunter man sowohl ,Ballen und Säcke, als Fässer, Körbe, Kisten w. versteht,berechnet werden), Zölle, Abladen u. dgl. m. Es sinddiese, je nach dem Beziehungsorte, sehr verschieden, und eSwürde überflüssig sein, die Masse Namen auszuzählen, welche ^diese kleinen Spesen führen.

Die Zollansätze sind nach den verschiedenen Waare»selbst wieder sehr ungleich, weshalb man nöthig hat, sichmit den Steuerverhältniffen seines Ortes genau bekannt zu smachen. !