Band 
Erster Band. A - G.
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540
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LsIIao

— 340 — Cambresine

Bis 2! Pols von Madras, —1 Maund 2 Seers 25,7 Piersvon Bombay; der Candy 600 engl. Pfd. av. <1. p. ^272,1370 Kilogramm. — Die hier gewöhnlichen Gewichteaber sind die von Malabar, von denen der Maund nur 24Pfund »v. ä. p. --- 10,886 Kilogramm, und der Candy482>/z Pfd. av. ä. x. — 218,8596 Kilogr. schwer ist. —Der Miscal von Calicut ist 2 Pfenniggewicht 21 Gränengl. Troy-Gewicht — 4,471 genaue sranz. Gramm —93,057 holl. As schwer.

t iillrik», 8an reiche äo dullaa, Seehafen an der Küstevon Peru, an der Mündung des Rimao, und der Hafenortvon Lima, mit etwa 220 Häusern; 12" 3' 9" n. Br. 79"34' 15" w. L.

Callicos, Callicoes, die buntgedruckten Kattune,welche in ungeheurer Menge in den Manufakturen zuManchester, Blackburn, Hüll, Glasgow rc., Frankreich,Deutschland und der Schweiz gemacht werden; auch kom-men viele roh aus Ostindien und werden erst in Europabedruckt. (Bergl. Kattun.) Der Name ist von der ostin-dischen Stadt Calicut entlehnt, weil diese Kattune von dortzuerst nach Europa gebracht wurden.

Calmang, Lslamanco, ein atlasartig gearbeitetesWollzeug, glatt oder gewürfelt gemustert; aus Kammwoll-garn. S. Lasting.

Calmar, s. Kalmar.

Calmusöl, wird durch Destillation mit Wasser ausden frischen Calmuswurzeln oder aus dem Abfall beim Rei-nigen der Wurzeln erhalten. Es ist gelblich oder hellbräun-lich; das aus der Wurzelschale gezogene grün. Der Ge-schmack ist ganz der der Wurzel, schwach bitterlich, etwascampherartig. Specif. Gewicht 0,995. — 14 Pfd. frischeCalmuswurzeln geben 2 Drachmen ätherisches Oel. Dasim Handel vorkommende Calmusöl ist stets mit Terpentinölverunreinigt. Gebrauch: in der Arzneikunde.

Calmuswurzel, Kalmus, deutscher Zittwer,Ilnllix dolsmi sromatici , die Wurzel des gemeinen Calmus,Lcorus colamus Inn., einer im östlichen Europa wild wach-senden und seit dem 15. Jahrhundert bei uns einheimischgewordenen schilfartigen Sumpfpflanze. Frisch ist siefleischig, getrocknet gelblich-weiß; Geruch stark aromatisch,Geschmack bitterlich gewürzhaft, lange anhaltend. Sie wirdim Frühling oder Spätherbst gesammelt, geschält und dannschnell, aber vorsichtig getrocknet, weil bei zu scharfem Trock-nen die flüchtigen Bestandtheile zum Theil verloren gehen.Verfälscht wird sie durch beigemischte Wurzeln der gelbenLilie (Iris Lsouckacorus) , die sich aber leicht durch die roth-braune oder pfirsichblüthige Färbung, Geruchlosigkeit undzusammenziehenden Geschmack erkennen lassen. Der Kalmusgehört zu den kräftigsten Arzneimitteln und wird sehr häufigvon den Aerzten angewandt. Ueberzuckert verkaufen ihndie Conditoren als Magenmittel; auch ist er ein Hauptin-gredienz zu mehreren bittern Likören. In England, Frank-reich, Oesterreich ist Einfuhr und Ausfuhr besteuert; imdeutschen Zollverein nicht.

Calomel, Olomel, heißt das versüßte Quecksilberoder Quecksilberchlorür, das auf verschiedene Weise bereitetwird und eins der wichtigsten Heilmittel ist.

Calow, heißt polnisch das Maaß des Zolles.

OttlKio, ein Handelsgcwicht auf der Insel Sar-dinien.

Calw, Stadt in Würtemberg, Schwarzwaldkreis, ander Nagold, in einem engen Thal, mit 4300 Ew., Gerberei,Safsianfabrik, Tuch-, Kasimir- und Wollzeugwcberei, Woll-spinnerei, Strumpffabriken, Türkischrothfärberei, Holz-handel.

Cam, Cahauns, eine ostindische Rechnungsmünze,4 — 1 Rupie.

dambetto, ein genuesisches Ge-treidemaaß.

ist der italienische Ausdruck für Wechsel,der von manchen Kaufleuten, besonders auch in Zusammen-setzungen, noch gebraucht wird, z. B. dombio-Lonw fürWechselconto (beim Buchhalten); dombio proprio, eigenerWechsel; dmnbio marino, Bodmcreibrief rc.

Cambirett, heißt Wechsclgeschäfte treiben.

Cambist, ist gleichbedeutend mit Bankier.

Cambodscha, Camboya, s. Cochinchina.

Cambraetas, heißen die schlesischen Schleierleinenfür den portugiesischen Handel.

Cambrai, feste Hauptstadt des gleichnam. Arrond.im Depart. Notd in Frankreich, links an der Scheide unddem Canal St.-Quentin, mit 20,300 Einw., Unter-Prä-fectur, Civil-Tribunal, Handels-Tribunal, donsoil sokruäb'ommos, einigen Assekuranzen / beträchtlicher Webetcifeiner Leinwand (wilotw) aus inländischem Flachs (im gan-zen Bezirk 117 Communen), Bleichen, großen Leinwand-niederlagen, Handel mit Leinwand und Baumwollzeugcn,Oelfabriken, Salzraffinericn, Zuckerfabriken, Brauereien,Hydrvmelfabriken, Tüllfabriken, einigen Bankiershäusern rc.;zwei zehntägige Märkte jährlich, am 1. Mai und am 28.Oktober.

Cambray, Cambrik, batistartige Leinwand oderKammertuch, in Frankreich dloiros genannt. Sie wirdzu Lille, Valencicnnes und besonders zu Cambray gemacht,woher sie auch den Namen hat. Die feinsten Sorten liefertFrankreich; sie werden aber auch in den Niederlanden, Sachsenund Westphalen gemacht.

Cambre, heißen im italienischen Handel die schlesi-schen Schleierleinen.

Cambresine, Cambrasine, werden in Frankreichalle dichten baumwollenen Zeuge genannt, welche aus feinemGarn leinwandartig gewebt sind und den Cambrays oderdem Kammertuch ähnlich sehen. Früher kamen davon mehrals 20 verschiedene Sorte» aus Ostindien durch die Franzo-sen nach Europa. Insbesondere versteht man darunter diedichtgewebten weißen baumwollenen Zeuge, welche aus meh-reren Gegenden Asiens, auS Persien, Aegypten, Natolienüber Smyrna, Cairo und Alexandrien in den Handel kom-men. In Smyrna, wo der Artikel einen bedeutenden Absatzhat, unterscheidet man zwei Sorten; diejenigen, welche ausPersien kommen, heißen Cambrasine, und die ausMekka, welche gelblich von Farbe, aber feiner sind als diepersischen, Mamoudis. Die Stücke sind gewöhnlich -29Ellen lang und ?/« breit. Die englischen, schottischen undfranzösischen Manufakturen verfertigen jetzt diese Cambrasine