Campo
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Canal
Mohnöls zusammengerieben bereitet wird. In Frankreichnennt man den Campher aus China und Japan campkrennilieiol, weil er künstlich bereitet wird, dagegen den Su-matra- und Borneo-Campher cnmxllre iralurol, weil er ausden Bäumen genommen wird. Das natürliche Campher-öl, malaiisch Mingak, das jetzt auch in den Handelkommt in Flaschen, von Ansehn gelblich und schmutzigtrübe,entzündet sich nur dann, wenn es erhitzt ist. ZerschnittenesCautschuck quillt, mit Campheröl übergössen, sehr starkauf, und nach 24stündiger Digestion in einer Wärme vonSO bis 60° 6. wird eine vollständige Lösung bewirkt. EinTheil gröblich gepulverter Copal giebt mit 3 TheilenCampheröl eine, selbst bei dieser Temperatur feste, Gallerte,wenn beide Körper bei einer Temperatur von 40 bis 80° 6.mit einander digerirt werden. — Außer in der Arzneikundewird der Campher in der Feuerwerkerei, in der Lackirkunst,zum Bertreiben der Insekten rc. angewendet.
Campo, Acker, ein Feldmaaß im nördl. Italien(Padua, Benedig und Verona).
ein rothes Waldholz, das die Portu-giesen zuerst aus Afrika, von der Sierra-Leona-Küste nachEuropa brachten. Es wird zum Färben gebraucht, undunterscheidet sich wenig von dem Nicaragua-Holz. Eskommt von dem Baum llspkia nitiän, und hat eine lebhafterrothe Farbe, als das Fernambukholz.
Canado, ein Weinmaaß zu Corunna (im spanischenKönigreich Galicien) — 1687'/, stanz. Kubikzoll oder 28°/,preuß. Quart.
Canal, der, ist eine durch Kunst angelegte Wasser-straße, in welcher das Wasser mittelst Schleusen auf dergewünschten Höhe erhalten wird. Ein Canal dient entwe-der zur Entwässerung wasserreicher oder sumpfiger Gegenden,oder auch zur Bewässerung wasserloser Gegenden, oder zurLeitung von Wasser zum Betrieb von Hammer- und Hüt-tenwerken, Mühlen rc.; oder auch zur Beförderung derSchifffahrt, theils durch Verbindung von Flüssen, Seen rc.Die verhältnißmäßige Wohlfeilheit und Leichtigkeit, womitWaaren auf schiffbaren Flüssen fortgeschafft werden können,scheint schon sehr früh die Anlegung von Canälen veranlaßtzu haben. Das alte Aegypten war von Canälen durch-schnitten, die das Wasser des Nils zum Theil zur Bewässe-rung, zum Theil wegen der Binnenschifffahrt in die ent-ferntesten Theile des Landes leiteten. Auch die Bemühun-gen der alten ägyptischen Monarchie und der ^tolemäer,einen Canal zwischen dem rothen Meer und dem Nil anzu-legen, sind bekannt und zeugen von der hohen Meinung,die sie von der Wichtigkeit dieser Communikation hegten(rlmoildou, llommerco äes Lgvptiens, pgg. 76.), deren Aus-führung jetzt ernstlich beabsichtigt wird.
Griechenland hatte keine Binnenschifffahrt, und derVersuch, einen Canal über die Landenge von Corinth zugraben, gehört einer spätern Zeit an. Auch die Römervernachlässigten den Canalbau, obschon sie viele großartigeWasserleitungen angelegt haben.
1) Chinesische Canäle. In China hat esCanäle,theils zur Bewässerung, theils zur Schifffahrt, schon in sehrfrüher Zeit gegeben. Der berühmteste davon ist der kaiser-liche oder große Canal, der Peking und Canton oder Hang-
Lcheou verbindet und gegen 1680 engl. Meilen lang ist.Der Canal beginnt bei Hang-Tcheou, nahe der Mündungdes Tching-Tang-Chiang, durchkreuzt die großen FlüssePang-Tse-Kiang und Hoang-Ho, und endet bei Lin-Tingim Fluß Eu-Ho. Er soll nie mehr, als 3 bis 6 Fuß Wasser,in trockener Jahreszeit häufig nur 3 Fuß haben, (vo!<>Imncke, Lannux äe klnvixnlion, png. 320). Die Schleusensind mit sehr wenig Geschicklichkeit angelegt, und da dieFahrzeuge gewöhnlich von Menschen gezogen werden, so ist !die Fahrt außerordentlich langsam. Die Canäle sind ge-wöhnlich ausgemauert und die Brücken darüber sollen sehrkunstreich angelegt sein.
2) Italienische Canäle. Die Italiener warenim neuern Europa die ersten, welche Canäle zu entwerfenund wirklich anzulegen versuchten. Im Anfange wurdensie indessen nur zur Bewässerung begonnen und die derarti-gen Werke in dem Mailändischen und in andern Theilen derLombardei aus dem 11., 12. und 13. Jahrhundert werdennoch jetzt für Muster angesehen und erregen die Bewunde-rung eines Jeden, der sie zu beurtheilen versteht. Im Jahr1271 wurde der Kaviglio grnnäe oder der Canal, welcher vonMailand nach Abbiato Grasso und dem Tesino führte,schiffbar gemacht. Andere sind der diaviglio nuovo, Lonelbionco, dinviglio äi llremona, kassa Uvlinelia, Oergamosc»,Lnnnl äi ksvia, llossn cavnlells, Lanal äi Lllinnn, 6anol äiInrorno.
3) Holländische Canäle. Kein Land in Europahat im Verhältniß zu seiner Größe so viele schiffbare Canäle,als das Königreich der Niederlande und besonders die Pro-vinz Holland. Die Anlage dieser Canäle begann schon im12. Jahrhundert, als Flandern, in Folge seiner günstigencentralen Lage, der Stapelplatz des Handels zwischen demnördlichen und südlichen Europa zu werden anfing. IhreZahl hat sich seitdem erstaunlich vermehrt. „Holland,"sagt Phillips in seiner Ilistorz' ok Inlnml dinvixalion, „ist vonzahllosen Canälen durchschnitten, die der Zahl und Ausdeh-nung nach mit unsern Straßen verglichen werden können;wie die Letztem bei uns fortwährend voll von Kutschen,Wagen, Karren und Reitern sind, welche zwischen den ver-schiedenen Städten, Flecken und Dörfern hin und her gehen,so reisen auf den Erster» die Holländer in ihren Böten undBarken, ihren Trekschuyten und Lastschiffcn hin und her,und schaffen Waaren zum Verbrauch oder zur Ausfuhr ausdem Innern des Landes nach den großen Städten undFlüssen. Ein Einwohner von Rotterdam kann mittelst die-ser Canäle zu Delft oder im Haag frühstücken, zu Mittag inLeyden und Abends in Amsterdam essen, oder wieder zurück-kehren, ehe es Abend wird. Durch diese Canäle wird fernerein ungeheuerer Binnenhandel zwischen Holland und jedemTheile von Frankreich, Flandern und Deutschland betrieben.Sind die Canäle zugefroren, so fährt man auf Schlittschu-hen darauf und macht sehr lange Reisen in einer kurzenZeit, während schwere Lasten auf Schlitten fortgeschafftwerden.
„Der jährliche Ertrag dieser Canäle übersteigt allenGlauben; es ist aber bewiesen, daß er sich bei 400 engl.Meilen auf 230,000 Pfd. Sterl. beläuft, also auf 628 Pfd.
St, per Meile, deren Quadratfläche zwei Acker Land nicht