Chinawurzel
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Chlor
Guibourt, llistviro obrexs« äss äroxues 8impl.3e eäition, 1836, I. II., theilt die Chinarin-den nach der Farbe ein.
Außerdem befinden sich viele Aufsätze über die China-rinde zerstreut in allen pharmaceutischen und chemischenJournalen. *
Chinawurzel, Ilackix Lb'inao, französisch 8quins,Lsguine, englisch llkina koot, orientalische Pocken-oder Grindwurzel. Es kommen davon zwei Sorten inden Handel: 1) die orientalische Chinawurzel, vonder in Japan und China wachsenden China-Stechwinde,Smilax Lkina, bin. Sie ist knollig, schwer und von röthlich-brauner Farbe. Ihre Textur ist markig holzig, durchausnicht faserig, sondern meist sehr fest, hornartig, harzig,manchmal auch lockerer, mehr korkartig. Den Speichelfärbt sie roth. Geschmack schwach zusammenziehend, etwasbitterlich. Sie wurde schon von Kaiser Karl V. 1333 gegendie Gicht gebraucht, wodurch sie eigentlich in Ruf kam.Jetzt ist sie wieder ziemlich in Vergessenheit gerathen undwird nur selten als schweißtreibendes Mittel benutzt. 2) Dievon dem in Amerika wachsenden 8m,Ia! Pseuäo-Lbina bin.abstammende occidentalische oder amerikanischeChinawurzel, welche leicht, schwammig und Heller vonFarbe ist als die orientalische, kommt beinahe gar nicht imHandel vor, — In der neuesten Zeit ist durch den Kauf-mann Schimmelbusch noch eine Chinawurzel aus Brasilienin den Handel gebracht worden. Sie stammt von 8milaxzlauca ölart. und führt den Namen Japicanga-Chin-wurzel.
geflammt, heißt in Frankreich jedes Zeugmit stämmigen Mustern. A. B. Velours ckines, geflammteSammete; 8-uins cdines, geflammte Atlasse !c.; Dropseblnes oder tlsmdös die in Brünn verfertigten wollnen ge-flammten Tücher.
Chinin und Cinchonin, sind sogenannte Alkaloiden,welche in zarten, seidenglänzenden, farblosen Nadeln krystal-lisiren; geruchlos, sehr bitter, unangenehm schmeckend. Ge-wöhnlich kommen beide Alkaloiden zusammen in der China-rinde, besonders in der gelben, vor. Am besten wird Chininaus der Königs-China, Cinchonin gewöhnlich aus dergrauen China oder noch vortheilhafter aus der lldino ,-»ln-x'mosa bereitet. Die leichteste und kürzeste Art der Berei-tung ist durch Destillation mit Wasser und einem Zusatz vonSalz- oder Schwefelsäure. Das schwefelsaure Chinin(8ullote öo tzuinino) ist das am häufigsten im Großen fabri-cirte Chininsalz; es erscheint in schmalen, langen, etwasbiegsamen, nadelförmigen Krystallen von Perlmutterglanz,die sich schwer in kaltem, leichter in heißem Wasser auflösen.Sowohl das Chinin als die Chininsalze werden von denchemischen Fabriken in den Handel gebracht.
Chints, englische Callicos, Zitze, wovon man inEngland hauptsächlich zchei Sorten unterscheidet: 1) LullLkints, deren volle Farbe wirklich Krapproth ist, 2) Halleiüms, die kein Krapproth, sondern ein aufgemaltes un-achtes Roth haben.
, heißen in Frankreich: 1) Schüsser,steinerne Schußkugeln zum Spielen für Knaben, die inMenge im Elsaß gemacht werde»; 2) fehlerhafte
Seidencocons, in denen das Insekt vorzeitig gestorbenund verdorben ist; 3) die aus denselben gezogene Flo-re t t s e i d e.
Chirographar, chirographarischer Gläubi-ger heißt Derjenige, welcher an einen Schuldner Forderun-gen hat, die sich auf einen Schuldschein, Wechsel, oder einanderes schriftliches Document gründen, im Gegensatz jener,welche durch ein Unterpfand oder hypothekarische Sicherheitgedeckt sind. Vor Gericht stehen die chirographarischenForderungen den hypothekarische» nach. — Chiro-grapharischer Schuldner heißt im Gegensatz deschirographarischen Gläubigers Derjenige, welcher gegen einhandschriftliches Document Gelder oder Geldeswerth gelie-hen hat.
Chits, Chints, Aitse, baumwollne, leinwandartige,bunte Zeuge, die früher aus Ostindien kamen, jetzt aber vonden europäischen Zitzen und Kattunen übertroffen werdenund wenig mehr vorkommen.
Chitse, Kitze oder Getze, oder Beutel Gold,türkische Rechnungsmünze von 30,000 Piastern; s. Beutel.
Chlor, Chlorwasser, Chlorkalk, Chlorkali.Lauter Substanzen, die erst in der neuern Zeit allgemein be-kannt geworden sind und eine große Anwendung in den Ge-werben gefunden haben. — Chlor (ein griechisches Wort,das grüngelb bedeutet), Chlorine, Chlorgas (vonden frühern Chemikern oxydirte oder dephlogistisirte Salz-säure genannt) ist eine grüngelbe Gasart, die -1774 vonScheele entdeckt ward. Das Chlor ist zwar in mehreren, inder Natur häufig vorkommenden Körpern enthalten, jedochkommt es nirgends für sich allein (frei) vor, sondern ist stetsan andere Substanzen gebunden und muß durch einen chemi-schen (Scheidungs-) Proceß daraus entwickelt werden. Dasreine Chlor erscheint als ein Gas, welches schwerer als dieLuft ist, einen eigenthümlich stechenden, die Lungen stark rei-zenden und Husten verursachenden Geruch verbreitet, unddessen interessanteste und nützlichste Eigenschaft es ist, daßes alle Pflanzenfarben zerstört (Pflanzensubstanzen bleicht),woraus seine hauptsächlichste Anwendung (zur Schnell-bleiche) entsteht. In kaltes Wasser geleitet und mit dem-selben durch Schütteln in vielfache Berührung gebracht,verbindet es sich mit demselben, theilt ihm nicht nur eineblaßgelbe Farbe, sondern auch seinen eigenthümlichen Geruchund die Eigenschaft zu bleichen mit. Eben so läßt eü sichmit Kalk und Kali verbinden. Die Verbindung des Chlorsmit Wasserstoff führt den Namen Salzsäure (s. d. Art.).Mit Sauerstoff verbunden (als Chlorsäure) bildet es mitden Kalten und Erden eine Reihe von Salzen, von deneneinige in den Handel kommen.
Bereitung des Chlors. Die Darstellung desChlors, um entweder für sich allein oder in Verbindung mitWasser oder Kalk zum Bleichen zu dienen, kann besondersauf 4 verschiedene Arten bewirkt werden. 1) Indem man(in einem eigenen Gasentwickelungsapparate) Braunsteinmit Salzsäure übergießt und mäßig erwärmt; 2) durch Be-handlung des Kochsalzes mit Braunstein und Schwefelsäure;.8) durch Behandlung des Braunsteins mit Salzsäure undSchwefelsäure; 4) indem man zuerst aus Kochsalz durch
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