Christianstadt
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Chromsaures Kali
Meer. Der Busen ist an manchen Stellen sehr schmal unddie Fahrt auf demselben etwas schwierig, aber das Wasserfür die größten Schiffe tief genug, da es dicht am Kai noch6 bis 7 Klaftern Tiefe hält. Alle Schiffe müssen an demEingänge der Bai einen Lotsen an Bord nehmen. DerHandel der Stadt ist ansehnlich. Die Hauptausfuhr bestehtin Bauholz und Bretern, Glas, besonders Flaschen, Lein-samen und Oelkuchen, Eisen und Nageln, Knochen, Eichen-rinde rc. Gesalzene und eingemachte Fische sind eins derHauptprodukte Norwegens und werden besonders von Ber-gen aus versandt. Die Breter von Christiania sind immersehr geschätzt worden wegen des trefflichen Holzes und derSorgfalt, mit welcher man dasselbe behandelt. Für denHandel und die Industrie bestehen eine Handels- und Zeich-nenschule, eine Bank, Börse, Luch-, Tabak-, Eisen - u. a.Fabriken, See-Assekuranz-Compagnie, Schiffswerfte.
Christiania wechseltauf Amsterdam, Hamburg, Ko-penhagen, London, Paris.— Wechsel sollen binnen 24Stunden acceptirt oder Protest erhoben werden. AcceptirteWechsel, die am Verfalltage nicht eingelöst werden, müssennach Verlauf von 8 Tagen protestirt werden.
Die Zahl der Mäkler ist in Christiania auf 4beschränkt.Die Commissionsgebühr bei dem Verkauf von Waaren be-trägt 2 Proc., oder äe! erobere eingeschlossen 3 Proc. DieMäklergebühren sind gesetzlich auf ^ Proc. bestimmt undwerden von den Verkäufern bezahlt.
Christianstadt , feste Hauptstadt der gleichnam.Provinz in Schweden und Stapelort im östlichen Schonen,mit 4600 Einw., die lederne Handschuhe liefern und Handelmit Potasche und Alaun treiben. Der Hasen befindet sich2 M. entfernt, bei Ahus.
Chrom, s. Chrom erz.
Chromalith, ein farbiges Steingut, von blauer,gelb- oder blaugrüner, gelbbrauner Farbe, welches eineschöne, glsnzreiche, metallfreie Glasur hat. Der Chroma-lith kann auch zur Nachahmung von Marmor, Onyx undandern beliebten Steinarten dienen.
Chromblau, ist eine bläulich grüne Farbe, die auseiner koncentrirten Auflösung von chromsaurem Kali, mitverdünnter Schwefelsäure gesättigt, und dann auf je 8 Pfd.der Auflösung 1 Pfd. Kochsalz nebst '/z Pfd. koncentrirterSchwefelsäure zugesetzt und bis zum Kochen erhitzt, bereitetwird. Die Flüssigkeit wird durchfiltrirt und bis zum Trock-nen abgedampft, dann löst man den Rückstand wieder inWasser auf, filtrirt die Flüssigkeit, und schlägt das Chrom-oxyd durch Aetzkali nieder.
Chromerz. Im Jahr 1797 entdeckte der französischeChemiker Vauquelin in dem sibirischen rothen Bleierze einneues Metall, welches den Namen Chrom, griechischFarbe, erhielt. Später fand man es auch noch in einemandern Erze, dem Chrom eisen stein, der sich an vielenOrten in Menge findet. Der Chromeisenstein kommt alsChromerz in den Handel und dient zur Bereitung meh-rerer Salze und Farben. Er findet sich meist als derbe,körnige Masse, oder als Sand, selten krystallisirt; seineFarbe ist eisenschwarz bis bräunlichschwarz. Die Haupt-sundorte sind Baltimore und Philadelphia in Nordamerika,die Insel Baches bei Hayti, Kraubat in Steiermark, Hrub-
schitz in Mähren, Böhmen, Baumgarten, Frankenstein,Silberberg und Liegnitz in Schlesien, Nantes in Frankreich,die schettländischen Inseln Unst und Fetlar, Norwegen,einige Gegenden am Ural rc. Im Handel unterscheidetman 1) das steierische, ein schwärzliches sein sandigesPulver; 2) das amerikanische, in großen, dunkelstahl-grünen schweren Stücken; 3) das französische, inStücken von verschiedener Größe und grauer Farbe, imBruch schwarzgrau, derb, etwas schiefrig. Nach Vauque-lins Analyse enthält das Chromerz von Gassin im Deport,des Var 43,0 Chromsäure, 34,7 Eisenoxyd, 20,3 Thon und2,0 Kieselerde. Das meiste wird aus Amerika eingeführt,in Fässern von 400 Pfd. — Aus dem Chromerze bereitetman auf chemischen Wege das Chromoxyd, welches sowohlfür sich allein, als auch in Verbindung mit den Oxydenanderer Metalle, als: Kobalt, Blei, Quecksilber rc. zurEmail- und zuweilen auch zurOelmalerei angewendet wird.Es giebt blaue, grüne, gelbe und rothe Farben.
Chromgelb, eine von hell- bis tiefgelb, auch miteinem starken Stich ins Röthliche, aus chromsaurem Kali ineiner Auflösung von salpetersaurem oder essigsaurem Blei-oxyd (Bleizucker) bereitete schöne Farbe. Es ist ein geruch-und geschmackloses, in Wasser unauflösliches Pulver, wirddurch Einwirkung des Lichtes nicht verändert, und läßt sichmit den feinsten Farben ohne Nachtheil mischen. Die ver-schiedenen Sorten werden durch Beimischung anderer Sub-stanzen, als Schwerspath, Gyps, Alaun, Schwefelsäuregebildet.
Chromgrün, ist das Chrom oxydul, welches inder Porzellanmalerei, sowohl auf als unter der Glasur alseine der schönsten und feuerbeständigsten grünen Farben,und auch in der Oelmalerei angewandt wird. Es giebtverschiedene Methoden der Bereitung des Chromoxyduls.Zu den wohlfeileren Arten gehört wohl die, wobei man einGemenge von gleichen Theilen Schwefel und chromsauremKali eine halbe Stunde lang der Rothglühhitze aussetzt. Beidieser Operation verbindet sich der Schwefel mit Kalium zuSchwefelkalium, mit dem Sauerstoff desselben und derHälfte des Sauerstoffes der Chromsäure zu Schwefelsäure,und diese mit dem noch unzerlegten Kali zu schwefelsauremKali. Diese beiden Verbindungen schafft man durch sorg-fältiges Auslaugen weg, und den dem erhaltenen Chrom-grün noch beigemengten Schwefel trennt man durch schwachesGlühen. Man vermischt das Chromgrün auch mit weißenErden und verkauft es unter dem Namen Chromgrün inLack; dieses kostet 2>/2 Fl. xr. Pfd., wenn das reineChromgrünS Fl. kostet.
Chromroth, eine ziegel- oder zinnoberrothe, erstseit Kurzem in den Handel kommende Malerfarbe; es istchromsaures Quecksilberoxyd, durch Niederschlag von salpe-tersaurem Quecksilberoxydul durch chromsaures Kali erzeugt.Man benutzt es auch als Schmelzfarbe auf Porzellan, esnimmt aber in der Hitze des Porzellanofens eine grünlichbraune Farbe an.
Chromsaures Kali, franz. ciiromaw üe powsse,ist ein Salz, welches in vielen chemischen Fabriken, beson-ders in großen Massen zu London und Manchester, durchSchmelzen von Chromeisenstein mit Salpeter und kohlen-