Chrysoberyll
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Chynlm
saurem Kali (Potasche) bereitet und zu technischen Zweckenverwendet wird. Die Darstellung der reinen Säure ist erst§ in der neuesten Zeit gelungen. Es bildet Krystalle in citro -nengelben, undurchsichtigen, sechsseitigen Säulen; schmeckt, bitter, unangenehm, und der Geschmack ist lange anhaltend.
! Es löst sich in Wasser von mittlerer Temperatur sehr leichtzu einer lebhaft orangerothen Flüssigkeit, ist aber in Alkoholnicht löslich; bei starker Rothglühhitze schmilzt es und wirdI lichtgrün. Es besteht aus 47,31 Kali und 82,49 Chrom-säure. Außer dem neutralen giebt es ein doppeltchromsaureS Kali, franz. viebromata äe kolasse, dessendunkelfeuerrothe(morgenrothe) säulenförmige Krystalle, vonbitterem, kühlendem Geschmack, in 10 Th. Wasser von mitt-lerer Temperatur auflöslich, in der Hitze schmelzen und nachdem Erkalten eine pomeranzengelbe Masse darstellen. Dasdoppelt chroms. Kali besteht aus 31,13 Kali und 68,83Chromsäure.
Benutzung. In der Chemie braucht man daschromsaure Kali als ein wichtiges Reagens auf eine MengeMetallsalze, zur Darstellung der Chromsäure und chrom-sauren Salze; in der Technik zur Hervorbringung gelberund oranger Farben durch Bleisalze, für die Malerei, Kat-tundruckcrei, um mittelst Gelb und Blau schönes Grün zuerzeugen; auch hat man neuerdings das chromsaure Kalizur Zerstörung des Jndigs angewendet, um auf blauemGrunde farblose Stellen zu erhalten. Zuweilen kommtchroms. Kali vor, welches mit 40 Proc. schwefelsauremKali verfälscht ist. Ein solches hat eine blaffe Farbe, glatteund zugespitzte Krystalle und giebt, wenn man das Kali miteiner Säure sättigt, eine geringe Menge Niederschlag. Diemeisten chemischen Fabriken liefern jetzt das chroms. Kali,und seit mehreren Jahren wird auch einiges aus Nord-Amerika eingeführt. Um die Beimischung von Salpeter inchromsaurem Kali zu erkennen, wirft man davon etwas aufglühende Kohlen, die mit Salpeter eine Verpuffung be-wirken.
Chrysoberyll, orientalischer Chrysolith, ein schonim Alterthum bekannter Edelstein, der in Krystallen oderals Geschiebe im Flußsande in Brasilien, Pegu, Cey-lon und Sibirien gefunden wird. In Nord-Amerika (zuHaddam in Connecticut und Saratoga inNew-Pork) kommtein grobkörniger Granit vor, in dem Chrysoberyll, begleitetvon Granat und Beryll, eingewachsen ist. Der Chryso-beryll ist durchsichtig bis durchscheinend. Sein Glanz stehtin der Mitte zwischen Fett- und Glasglanz. Im Bruchist er muschelig; Farbe: spargel- und olivengrün, miteinem Stich ins Braune, Gelbe, Graue oder Weiße. Nachmanchen Richtungen hin läßt er einen milchigten oder bläu-lich weißen Lichtschein wahrnehmen, und wird alsdann alsschillernder oder opalisirendcr Chrysolith verkauft. SeineHärte steht zwischen Topas und Saphir, das Strichpulverist weiß. Specif. Gewicht — 3,308 bis 3,734. Vor dem' Lölhrohre ist er unschmelzbar, aber mit Borax löst er sichlangsam zu einem klaren Glase auf. Seine gewöhnlichsteVerwendung ist die zu Ring - und Nadelsteinen. Wegenseines geringen Feuers und der wenig auffallenden Farbesteht der Chrysoberyll im Allgemeinen in keinem hohenWerthe, doch nimmt er eine vorzüglich schöne Politur an,und am meisten werden die geschätzt, welche entweder ganz
durchsichtig sind, oder schön schillern. Nicht selten werdengrüne Bergkrystalle, Apatit und Feldspath, so wie auchkünstliche Glasflüsse als Chrysoberyll verkauft, doch unter-scheidet sich der ächte Chrysoberyll von ihnen leicht durchseine größere Härte.
Chrysolith, Oliv in, einer der geringen EdelsteineSein Bruch ist muschelig; Glanz: glasartig; Strich: weiß,durchsichtig bis durchscheinend; Farbe: grün, theils Pista-zien-, theils oliven- und fast spargel- und grasgrün; Härte:unbedeutend; er ritzt das Glas nur schwach und wird vomTopas geritzt; specif. Gewicht — 3,33 bis 3,441. Vordem Löthrohr ist er für sich unschmelzbar, mit Borax aberfließt er zu einem blaßgrünen, durchsichtigen Glase. Seinechemischen Bestandtheile sind Kiesel- und Talkerde, nebstNickel-, Eisen- und Manganoryd. Er findet sich eingewach-sen in Basalt und andern vulkanischen Gesteinen um denVesuv, in Sachsen, Böhmen, Schlesien, Ungarn, amRhein, auf der kanarischen Insel Palma rc.; selten imSchuttlande, in einzelnen Krystallen und abgerundetenKörnern, oder im Sande der Flüsse von Brasilien, Nato-lien, Ober-Egypten, Birman. Beim Fassen nimmt manGoldfolie, eine grüngefärbte Kupferfolie zur Unterlage;den dunkeln kann man durch vorsichtiges Glühen eine hellereFarbe geben. Er dient zu Ring - und Nadelsteinen, so wiezum Besetzen von Halsketten und Busennadeln. Als Chry-solith verkauft man zuweilen den Apatit, Epidot und Jde-kens, welche Steine aber sämmtlich weicher sind und vomChrysolith geritzt werden.
Chrysopras, ein grüner Quarz, der zu den Edel-steinen gerechnet wird. Er kommt derb und in Platten vor,und findet sich besonders in Niederschlesien im Serpcntinge-birge bei Grochau, Glüserndorf und Kosemütz. Er hat ei-nen ebenen, ins Splittrige übergehenden Bruch, Fettglanzund ein specifisches Gewicht — 2,38. Gegen das Licht ge-halten ist er durchscheinend. Farbe: apfelgrün, ins Gras-und Olivengrüne, auch ins Grasgrüne übergehend. Er isthärter als Glas, jedoch weniger hart als Chalzedon. Vordem Löthrohr läßt er sich nicht schmelzen, verliert aber inder Hitze seine Farbe. Aus den reinsten Stücken verfertigtman Ring- und Busennadelsteine, Armschmuck rc., aus denunreiner» größer» Stücken Dosen, Petschafte, Stockknöpfcund selbst Tischplatten. Oft erhält er eine grüne Folie zurUnterlage; wenn aber seine Farbe rein und dunkel ist, sofaßt man ihn a jour. Die schlechteren Sorten werden oftbetrüglicherweise mit einem Gemisch von Grünspan oderBerggrün und einem guten Weiß, mit Mastix verbunden,auf dem Untertheile bemalt. Oelartige weißliche Flecken,blaffe graue Wolken und Streifen, splittrige Stellen undRiffe, oder gar größere und kleinere eingesprengte Thon-körner, sind Fehler des Chrysopras, welche seinen Werth be-deutend vermindern.
Chuquelos, ostindische, durch den französischen Han-del nach Europa kommende Baumwollen - und Seidenzeugemit breiten oder schmalen Streifen.
Chnr, Hauptstadt im schweizer Kanton Graubünden,mit 8800 Einw.; Landbau, Viehzucht, Speditionshandel,Baumwollen-, Zink- und Bleifabrikation.
Chynlen, llaäix clylllen, die Wurzel einer in China